Wer schnappt sich den Titel und steigt in die ADMIRAL Bundesliga auf?
Die letzte Runde in der ADMIRAL 2. Liga könnte an Spannung kaum zu überbieten sein. Austria Lustenau geht mit einem Punkt Vorsprung auf den SKN St. Pölten in das alles entscheidende letzte Saisonspiel.
Tabelle der ADMIRAL 2. Liga >>>
Für beide Teams ist ein Sieg also Pflicht. Während aber die Vorarlberger damit fix Meister wären, müssen die Niederösterreicher gleichzeitig auf einen Patzer des Konkurrenten hoffen.
Die Austria empfängt am Donnerstag den SKU Amstetten (ab 17 Uhr im LIVE-Stream >>>), SKN bittet Hertha Wels zum Tanz (ab 17 Uhr im LIVE-Stream >>>).
90minuten hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht und analysiert, was für welchen Verein spricht.
Darum wird der SC Austria Lustenau Meister
von Florian Gabriel
Austria Lustenau geht als Tabellenführer in den letzten Spieltag und hat den Aufstieg damit in der eigenen Hand. Mit einem Heimsieg gegen Amstetten wäre die Rückkehr in die Bundesliga perfekt.
Die Voraussetzungen könnten kaum besser sein: Die Vorarlberger stellen die heimstärkste Mannschaft der Liga, die Sun Minimeal Arena wird ausverkauft sein und der Gegner hat sportlich nichts mehr zu verlieren – aber eben auch nichts mehr zu gewinnen. Während es für Lustenau um alles geht, ist die Saison für den SKU Amstetten längst entschieden.
Dass die Austria zudem direkt im ersten Jahr mit dem neuen Stadion im Hintergrund die Rückkehr in die Bundesliga fixieren könnte, ist Anreiz genug.
Auch die Form spricht klar für die "Grün-Weißen". Lustenau ist das stärkste Team der Rückrunde, Amstetten hingegen gewann im Kalenderjahr 2026 nur vier Partien.
Die größte Herausforderung wird der Druck. Genau daran scheiterte Lustenau in dieser Saison bereits mehrfach – etwa beim 1:3 gegen die Young Violets oder beim 0:3 gegen Austria Klagenfurt. Der späte Punktgewinn nach einem 0:2-Rückstand bei Austria Salzburg könnte jedoch genau jene Moral freigesetzt haben, die in einem Finale den Unterschied macht.
Hinzu kommt die Erfahrung: Mit Matthias Maak, Fabian Gmeiner, Pius Grabher und Domenik Schierl stehen noch vier Spieler aus der Meistermannschaft von 2021 im Kader. Sie wissen, wie sich ein Aufstiegskampf in den entscheidenden Tagen anfühlt.
Und auch Cheftrainer Markus Mader kennt die Situation noch von damals - er führte den Klub aus der größten Marktgemeinde Österreichs bereits 2022 in die höchste Spielklasse.
Meine These lautet also: Am Ende werden in Lustenau die Nerven halten – und die Austria kehrt nach zwei Jahren in die Bundesliga zurück.
Darum wird der SKN St. Pölten Meister
von Florian Hager
Zu verlieren hat der SKN St. Pölten gar nichts.
Wer hätte vor der Saison gedacht, dass die Niederösterreicher vor dem letzten Spieltag nur einen Punkt hinter dem Aufstiegsplatz liegen würden?
Trotz des Abgangs von Torschützenkönig Claudy Mbuyi und Schlüsselspieler Ramiz Harakaté übertraf man die vergangene Saison und zeigte über weite Strecken ansehnlichen Fußball. Mit Cem Sekerlioglu kam zudem ein als Cheftrainer völlig unerfahrener, aber hochveranlagter Coach.
Den Aufstieg hat vor der Saison niemand als Ziel ausgegeben. Jetzt hat der SKN die Chance, eine ohnehin starke Saison zu krönen.
Im Spiel gegen Wels wird man alles daran setzen, zur Stelle zu sein, falls Lustenau patzt.
Dass am letzten Spieltag die Beine schwer werden können, zeigte bereits die Saison 2022/23, als der GAK durch ein 1:1 in Dornbirn den Aufstieg in die Bundesliga noch verspielte.
Mit Druck hatte auch Lustenau in dieser Saison bereits mehrfach zu kämpfen.
Eines ist klar: Der SKN St. Pölten hat am letzten Spieltag nichts zu verlieren und wird alles in die Waagschale werfen. Der Druck liegt eindeutig bei den Vorarlbergern.
Es bleibt also spannend, wer sich am Ende den Meistertitel in LigaZwa schnappen wird.
Erfahrung haben in jedem Fall beide. Austria Lustenau wurde 1997 und 2022 Meister in der zweiten Liga, der SKN 1988 und 2016.
Für beide lautet die Devise also: Aller guten Dinge sind drei!
Florian Gabriel
Florian Hager