Next Generation Trophy: Die Bühne für die nächsten Top-Talente
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Next Generation Trophy: Die Bühne für die nächsten Top-Talente

Ein Kantersieg der "Bullen" gegen Manchester City, das frühe Scheitern von Top-Teams in der Gruppenphase - das U16-Turnier in Salzburg hatte einiges zu bieten. Warum die große Bühne nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen bereithält.

Zwölf Top-U16-Teams aus der ganzen Welt kämpften von Donnerstag bis Samstag bei der 17. Ausgabe der Next Generation Trophy um den begehrten Titel.

Das war das hochkarätige Teilnehmerfeld:

  • Manchester City

  • Juventus Turin

  • Ajax Amsterdam

  • Club Brugge

  • SL Benfica

  • Red Bull Fußballakademie Salzburg

  • Academia Alemana de Fútbol Popayán

  • Red Bull Bragantino

  • New York Red Bulls

  • RB Leipzig

  • RB Omiya Ardija

  • Yeelen Olympique

"Die internationalen Gegner helfen den Jungs in ihrer Entwicklung - es sind Gegner aus der ganzen Welt dabei - wir können alle nur davon profitieren, wir als Mannschaft, wir als Klub, aber vor allem die Jungs", betont Salzburg-Trainer Stefan Schoberer gegenüber 90minuten.

Unter den Augen von rund 50 Scouts versuchten sich die Nachwuchstalente ins Rampenlicht zu spielen und den Weg von WM-Goldtorschütze Ferran Torres oder Dominik Szoboszlai, die zu ihrer Zeit ebenfalls an der Next Generation Trophy teilnahmen, nachzuahmen. Ob dabei ein Hype bei den Spielern entsteht?

"Es ist eine coole Sache, wenn man hört, wer dabei war und hier schon seine Fußballschuhe geschnürt hat", dennoch sei es wichtig, Schritt für Schritt zu gehen und die Jungs am Boden zu halten, betont Schoberer.

Auch Samson Baidoo spielte bei der Next Generation Trophy 2019 für Salzburg.
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Auch Samson Baidoo spielte bei der Next Generation Trophy 2019 für Salzburg.

Salzburg startete mit einem hohen Sieg gegen Manchester City ins Turnier, es folgte ein 1:0 gegen den japanischen Partnerklub RB Omiya Ardija und der Sieg in Gruppe A. Da kann schon einmal Euphorie aufkommen.

Die großen Namen scheiterten früh

Mit Manchester City, Ajax Amsterdam, Club Brugge und Juventus Turin waren große Namen bereits nach der Gruppenphase geschlagen. Sie belegten jeweils den letzten Platz. Deutlich besser lief es für Salzburg und deren Partnervereine. Sie holten jeweils den Sieg.

Eine Überraschung? "Nein, es zeichnet Red Bull Akademien aus, dass sie immer wieder gute Jungs haben, egal, an welchen Standorten, alle arbeiten irgendwo in eine Richtung, alle ziehen an einem Strang. Deswegen war es für mich nicht überraschend, dass die Red-Bull-Teams hier generell so gut performen", erklärt der Trainer.

Dem Zufall überlassen wird auch bei U16-Turnieren nichts. Bereits zuvor hatte man sich mit Videos akribisch auf den Gegner vorbereitet. Unterschiede zu Ligaspielen gebe es dabei kaum. Ein Punkt ist jedoch essenziell: Das Umfeld. Neben zahlreichen Fußballbegeisterten, Eltern und Trainern aus aller Welt, richten eben auch Scouts die Augen auf die Stars von morgen.

"Es geht darum, die Jungs viel mehr darauf vorzubereiten, dass wir den Fokus bei uns halten und uns nicht von äußeren Einflüssen ablenken lassen", berichtet der 29-Jährige. Doch nicht nur die heimischen Talente wollen sich in den Fokus zahlreicher Klubs spielen. Auch für Salzburg wird die Next Generation Trophy zur Scouting-Bühne.

Turnier-Scouting auch für Salzburg wichtig

So wie beispielsweise die ehemaligen Spieler Mamadou Sangare und Youba Diarra von Teilnehmer Yeelen Olympique in die Mozartstadt gelotst wurden. Wie auch Yuri Leles, der selbst mit Red Bull Bragantino an der Next Generation Trophy teilgenommen hat und aktuell beim Kooperationsverein FC Liefering unter Vertrag steht.

"Wenn man schaut, sind richtig viele Scouts aus ganz Europa da. Natürlich auch unsere, die dann ganz genau darauf schauen und wirklich jede gegnerische Mannschaft genau analysieren und beobachten", berichtet RBS-Akademieleiter Manfred Pamminger.

Für 15-Jährige kann das eine Herausforderung sein. Nervosität tritt laut dem Trainer durchaus auf, gerade aufgrund des Getummels und der großen Aufmerksamkeit. In Salzburg wollte man dem früh entgegensteuern. "Wir haben versucht, das im Vorfeld schon gut anzusprechen, zu bearbeiten, damit die Jungs wissen, was zu tun ist."

Austausch gibt es bei Red Bull nicht nur im Spielerbereich, sondern auch bei den Trainern. "Man kennt sich schon lange. Ich muss zugeben, es ist schon sehr oft so, dass Trainer von anderen Akademien zu uns hospitieren kommen, weil wir über Jahre hinweg erfolgreich waren in der Entwicklung und Ausbildung der Spieler", erklärt Pamminger.

Bragantino macht vierten Titel perfekt

Am Ende wurde das Turnier zwischen Red Bull Bragantino und Yeelen Olympique entschieden - Salzburg musste sich dem Klub aus Mali bereits am Freitag 0:2 geschlagen geben. Der brasilianische Kooperationsverein setzte sich im Finale ebenfalls mit 2:0 durch und jubelte über den vierten Sieg in Folge.

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"Der ganze Klub und die Akademie dort haben sich extrem entwickelt. Sie haben jetzt vor ein, zwei Jahren ein mega Trainingszentrum eröffnet, sind auch recht aktiv im Scouting und haben richtig gute Spieler", führt Pamminger die Stärken des Seriensiegers an.

Salzburg beendete das Turnier nach einem 2:0-Erfolg gegen Academia Alemana de Fútbol Popayán am Samstag auf Platz fünf. Zudem stellte das Team mit Leandro Chocholaty den besten Torschützen.

Jugendturniere: "Vieles ist Momentaufnahme"

Insgesamt blickt man positiv auf die Entwicklung des Turniers. "Das Turnier hat sich über all die Jahre gut etabliert. Es war aber schon immer auf einem super Niveau. Trotzdem ist die diesjährige Auflage cool, weil wir mit Ajax Amsterdam einen Klub erstmalig hier bei uns sehen. Auch Juventus und die anderen Vereine sorgen für ein großartiges Teilnehmerfeld", blickt der Akademieleiter zurück.

Neben viel Arbeit durch die Organisation sei es eine große Chance, das eigene Umfeld zu verlassen, gegen andere Spielstile und Fußballkulturen zu spielen.

Schlussendlich schätzt man den Erfolg der Teams beziehungsweise auch den teilweisen Misserfolg der großen Namen realistisch ein: "Ich glaube, dass das Level bei den Red-Bull-Teams ein hohes ist. Am Ende muss man aber auch sagen, dass bei einem Jugendturnier vieles Momentaufnahme ist."

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