Erfahrung pur: Die vier Säulen von Austria Lustenau
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Erfahrung pur: Die vier Säulen von Austria Lustenau

845 Pflichtspiele, vier Routiniers und unzählige gemeinsame Höhen und Tiefen: Warum die erfahrene Achse für Austria Lustenau so wichtig ist.

Domenik Schierl, Matthias Maak, Fabian Gmeiner und Pius Grabher kommen gemeinsam auf 845 Pflichtspiele für den SC Austria Lustenau.

Während viele Profiklubs jedes Jahr ihr Gesicht verändern, setzt der Bundesliga-Aufsteiger im Herzen der Mannschaft auf Kontinuität. Genau diese eingespielte Achse soll nun zu einem der wichtigsten Faktoren im Kampf um den Klassenerhalt werden.

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In einer sehr jungen Mannschaft mit einem Altersschnitt von 24,6 Jahren sticht das Quartett besonders heraus. Außenverteidiger Gmeiner (29) geht in seine sechste Saison, für Torhüter Schierl (32) und Kapitän Maak (34) ist es die siebte und Mittelfeldspieler Grabher geht gar in seine 14. Spielzeit.

"Das ist schon was Spezielles. Mittlerweile ist es im Fußball doch immer ein Kommen und Gehen. Aber wir vier haben es geschafft, so lange zusammenzuspielen. Da entstehen auch Freundschaften. Sowas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt", sagt Maak.

Viel zusammen erlebt

Gemeinsam haben die vier die wohl turbulenteste Phase der jüngeren Vereinsgeschichte erlebt: Den Bundesliga-Aufstieg 2022, den Abstieg zwei Jahre später, den anschließenden Kampf gegen den Absturz in die Regionalliga und schließlich den neuerlichen Aufstieg im vergangenen Mai.

"Sowas sind Momente für die Ewigkeit", blickt Maak auf den zweiten Meistertitel zurück.

Matthias Maak führt die Austria in dieser Saison wieder als Kapitän aufs Feld.
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Matthias Maak führt die Austria in dieser Saison wieder als Kapitän aufs Feld.

Für Trainer Markus Mader ist diese Kontinuität weit mehr als nur eine schöne Geschichte. Sie bildet das Fundament seiner Mannschaft.

Die Routiniers sollen den jungen Spielern Orientierung geben, gleichzeitig aber durch die Konkurrenz im eigenen Kader selbst gefordert bleiben.

"Wir sind wie eine Familie und da fühlen sie sich extrem wohl. Das ist für uns natürlich super, weil wir auf einen Stamm zählen können. Wir müssen nur schauen, dass wir junge Spieler dazubekommen, die sie ständig fordern. Und sie gleichzeitig die jungen Spieler mit ihrer Erfahrung unterstützen", erklärt Mader.

Es gibt keine Stammplatz-Garantie

Dass Erfahrung allein jedoch keine Einsatzgarantie ist, zeigte sich ausgerechnet bei Kapitän Maak in der vergangenen Saison. Nach einem schwierigen Saisonstart musste sich der Innenverteidiger zunächst mit einem Platz auf der Ersatzbank zufriedengeben.

Erst im Oktober kämpfte er sich zurück in die Startelf und war anschließend wieder gesetzt.

"Das war nicht leicht für mich. Aber in einem gewissen Alter lernt man, damit umzugehen. Meine Vorbereitung und das erste Cupspiel waren damals sicher nicht so, wie ich das normalerweise kann. Ich habe aber nicht aufgegeben", sagt der 34-Jährige.

Aber natürlich ist es nicht realistisch, dass wir Meister werden oder in die Top 6 kommen. Wir müssen jetzt mal in der Liga ankommen. Das Hauptziel ist, dass wir nächstes Jahr wieder hier sind.

Matthias Maak über die Saisonziele

Auch in der kommenden Saison muss sich Maak seinen Platz erneut verdienen. Mit Leihspieler Emmanuel Chukwu bekam er einen jungen Herausforderer vor die Nase gesetzt.

Trainer Mader machte beim Bundesliga-Mediaday unmissverständlich klar, dass auch für verdiente Spieler keine Sonderregeln gelten. "Am Ende zählt nur die Leistung und da ist jeder für sich selbst verantwortlich", sagt der Coach.

Jubiläum steht bevor

Maak, dem noch drei Einsätze auf die 200-Spiele-Marke in der Bundesliga fehlen, sieht dem Konkurrenzkampf gelassen entgegen. "Ich habe eine gute Vorbereitung gespielt und bin guter Dinge."

Dass der Klassenerhalt für den Aufsteiger alles andere als selbstverständlich wird, weiß der Kapitän trotzdem.

"Ich strebe schon immer nach dem Maximum. Aber natürlich ist es nicht realistisch, dass wir Meister werden oder in die Top 6 kommen. Wir müssen jetzt mal in der Liga ankommen. Das Hauptziel ist, dass wir nächstes Jahr wieder hier sind."

Was ist 2026/27 möglich?

Gerade in einer Liga, in der sich Mannschaften Jahr für Jahr neu formieren, könnte genau jene Achse zum größten Trumpf der Austria werden. Die vier Routiniers haben gemeinsam Aufstiege, Abstiege und Rückschläge erlebt.

Nun soll genau diese Erfahrung dazu beitragen, dass die Bundesliga-Rückkehr nicht nur ein kurzes Gastspiel bleibt.

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