90minuten hat drei Spieler pro Verein der ADMIRAL Bundesliga ausgewählt, die mit Stolz auf die Saison 2025/26 zurückblicken können.
Entweder, weil sie mit ihren Leistungen die Erwartungen übertroffen haben, oder weil sie den hohen Erwartungen mit Bravour gerecht geworden sind, oder weil sie einfach nur richtig stark performt haben:
LASK
Sasa Kalajdzic
Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten - so nannte Sasa Kalajdzic sein Engagement beim LASK kürzlich. Das kann man nur so unterschreiben.
In Linz bekam der ÖFB-Stürmer die notwendige Zeit und vor allem mit Dietmar Kühbauer den richtigen Trainer, um sich nach seiner Verletzung wieder auf sein altes Niveau zu spielen.
Mit Beginn des Frühjahres begann er schließlich, dieses zu erreichen. Was seither passierte, ist einfach nur märchenhaft. Die WM kann kommen.
Moses Usor
Die wohl heißeste Aktie im aktuellen LASK-Kader - und das völlig zurecht.
Kühbauer funktionierte den pfeilschnellen Rechtsaußen zum Stürmer um und auf dieser Position bildete er gemeinsam mit Samuel Adeniran ein kongeniales Duo, welches der Bundesliga in dieser Saison das Fürchten lehrte.
Neben dem Doublegewinn gab es für den stets positiven Nigerianer auch persönlich noch ein Happy End: Bei einem falschen Schritt in der vorletzten Runde blieb ihm ein erneuter Kreuzbandriss erspart, er zog sich "nur" eine Meniskusverletzung zu.
Sascha Horvath
Der - gesamt gesehen - aktuell vielleicht beste Spieler der Bundesliga.
Trotz eines mittlerweile gehobeneren Fußballer-Alters machte der 29-Jährige in diesem Jahr nochmal einen gehörigen Schritt in seiner Entwicklung - in die Rolle des Kapitäns wuchs er mehr als nur hinein.
Es wäre dem Jungpapa zu wünschen gewesen, dass die WM-Tür vielleicht doch noch aufgegangen wäre. Er hätte es sich verdient gehabt.
SK Sturm Graz
Albert Vallci
Der 30-Jährige kam im Winter auf Leihbasis von St. Gallen in die Murstadt und etablierte sich direkt als Stammspieler in der Innenverteidigung.
Seit der 19. Runde stand Vallci immer in der Startelf, verpasste keine Minute und steuerte zwei Tore und eine Vorlage bei. Einer der Hauptgründe, warum Sturm sich im Frühjahr vor allem defensiv verbessert hat.
Luca Weinhandl
Im November spielte sich der Mittelfeldspieler mit seinen Leistungen bei der U17-WM ins Rampenlicht. In der Rückrunde konnte er diesen Schwung auch zum SK Sturm Graz mitnehmen.
Der 17-jährige Grazer feierte sein Debüt in der Europa League im Jänner und kam seitdem auch auf neun Einsätze (1 Tor) in der Liga. Ein Spieler mit viel Potenzial.
Jacob Peter Hödl
Ähnlich gestaltet sich das auch bei Hödl. Der 19-Jährige hat sich in der Rückrunde seinen Stammplatz erkämpft und überzeugt mit Spielwitz und junger Unbekümmertheit.
Steuerte zudem zwei Tore und drei Vorlagen bei. Einer der Gewinner unter Neo-Coach Fabio Ingolitsch.
Red Bull Salzburg
Jannik Schuster
Das lebende Beispiel dafür, dass das Modell FC Red Bull Salzburg zumindest am Transfermarkt nach wie vor funktioniert. Der Tiroler ist einer der wenigen Lichtblicke einer durch und durch misslungenen "Bullen"-Saison.
Auch wenn der wuchtige Innenverteidiger selbst nicht immer fehlerfrei blieb, ist es durchaus beachtlich, mit welchem Selbstverständnis er sich im Laufe der Saison vom nominellen dritten Innenverteidiger zum unumstrittenen Stammspieler entwickelte.
Nun folgt der knapp 20 Millionen Euro schwere Sprung in die Premier League.
Kerim Alajbegovic
Etwas ging im Laufe des Frühjahrs der Überraschungseffekt in seinen Aktionen verloren, dennoch darf der blutjunge Bosnier auf ein absolut grandioses erstes Jahr im Profifußball zurückblicken.
Man will sich gar nicht vorstellen, wo die Salzburger ohne die Punkte, die seine Dribblings und Distanzschüsse eingebracht haben, jetzt stehen würden.
Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wird der 18-Jährige künftig nicht mehr in Österreich zur Schau stellen, Bayer Leverkusen hat die Rückkaufoption auf ihn gezogen.
Sota Kitano
Der Japaner erinnert nicht nur aufgrund seiner Nationalität an Takumi Minamino. Seine Statur, seine Dribbling-Künste, seine Bissigkeit im Pressing - das alles hat er mit dem Ex-Liverpool-Kicker gemein.
Zudem versteht es Kitano auch noch, seine Mitspieler mit zielgenauen Pässen einzusetzen, auch vor dem Tor zeigte er sich eiskalt.
Er wird einer jener Spieler sein, rund um die RBS-Sportchef Marcus Mann eine neue Mannschaft aufbauen muss.
FK Austria Wien
Johannes Eggestein
Der Deutsche schloss die Lücke, die Maurice Malone und Nik Prelec an vorderster Front hinterlassen hatten, praktisch im Alleingang.
Mit neun Toren in der Meisterschaft bester FAK-Torschütze, mit sieben Assists bester Vorlagengeber. Auch menschlich war sein Stellenwert innerhalb des Teams sehr schnell sehr hoch. Gold-Transfer.
Abubakr Barry
Der Gambier machte nach einer ersten Saison des Ankommens 2025/26 einen großen Schritt nach vorne. Seine Leistungen wurden konstanter, und konstant besser.
Wenn "Magic Time" angesagt war, nahm Barry mit Einzelaktionen Defensivreihen auseinander. Vier Tore und vier Assists werden seiner Rolle für die Austria nicht gerecht.
Vasilije Markovic
Im Herbst noch kein Thema bei den Young Violets und Einwechselspieler im Youth-League-Team, dann U17-Vizeweltmeister, Amateure praktisch übersprungen, gut dotierter Profi-Vertrag, regelmäßige (Kurz-)Einsätze in der Kampfmannschaft.
"Vasos" Aufstieg war nahezu kometenhaft und steht hier stellvertretend für viele Jungveilchen (Saljic, Radonjic, Schablas,...), die die Zukunft des Teams sein sollen/werden.
SK Rapid
Jakob Schöller
Mauserte sich in der Dreierkette zum Fixbestandteil der Abwehr und war dort mit seinen 20 Jahren oft souveräner als Serge-Philippe Raux-Yao und Nenad Cvetkovic, die im Vergleich zur Vorsaison stark nachließen.
Dazu bewies Schöller bei Standards Torgefährlichkeit. Vor seinem schnellen Ausgleich gegen den LASK verhinderte in Salzburg nur die leichte Involvierung des Arms einen zweiten Treffer.
Bendegúz Bolla
Im Hoff-Thorup-System mit mehr Offensivbeteiligung und defensiver Absicherung hinter ihm fühlte sich der Magyare endlich wohl. Er dankte es auch mit vier Treffern.
Seine Leistungen waren nicht immer sensationell, aber beständig. Er ist eine der heißeren Abgangs-Aktien für den Sommer und gleichzeitig jene, die am schwersten adäquat zu ersetzen sein wird.
Romeo Amane
Zwar brannte sich der schwere Schnitzer im dritten Wiener Derby (1:1 am 12. April) ins Gedächtnis. Abgesehen davon war der Ivorer aber souverän und qualifiziert sich in der Endabrechnung der ganzen Saison für die Diskussion um den besten Spieler der Hütteldorfer.
Zwar hat der 23-Jährige noch einiges an Entwicklung zu leisten, die versprochenen Anlagen für eine höhere Liga sind aber da. Dafür würde ihm mehr Unterstützung im grün-weißen Mittelfeld schon gut tun.
TSV Hartberg
Tom Ritzy Hülsmann
Der 22-Jährige kam im vergangenen Sommer als Leihspieler von Bayern München II und etablierte sich sofort als Einser-Tormann in der Bundesliga.
Er verpasste nach einer Rot- beziehungsweise Gelbsperre lediglich jeweils ein Spiel. In 30 Spielen musste er 38 Gegentore hinnehmen, neun Mal spielte er zu Null.
Vor Kurzem wurde er zum Tormann der Saison gewählt. Für den Hartberger Schlussmann hätte es wohl kaum besser laufen können.
Elias Havel
Beim 23-Jährigen wurde nach einer Leihe vom LASK die Kaufoption gezogen, daraufhin kam er richtig in der Bundesliga an.
In 30 Spielen erzielte er in der laufenden Saison insgesamt 16 Tore und verbuchte vier Vorlagen bei 33 Einsätzen, kein anderer Hartberg-Akteur traf öfter.
In der Torschützenliste der Bundesliga belegte er Rang drei. Auch wenn er in der Frühjahrssaison nicht mehr ganz so oft traf, zählt er dennoch zu den Hartberger Gewinnern.
Fabian Wilfinger
In der vergangenen Saison war Wilfinger bereits eine wichtige Stütze für Hartberg, wurde jedoch gegen Ende von einer Oberschenkelverletzung gebremst.
Der große konstante Durchbruch gelang dem Innenverteidiger in der aktuellen Spielzeit. Mit 3.120 Spielminuten in bewerbsübergreifenden 34 Spielen hat er die meisten Einsatzminuten im Team. Zudem konnte der 22-Jährige mit vier Toren aufzeigen.
SV Ried
Ante Bajic
Der 30-Jährige hat im Frühjahr noch einmal draufgepackt, dabei war seine Hinserie (fünf Scorer) schon alles andere als schlecht.
Gegen die WSG und den GAK - zum jeweiligen Zeitpunkt vorne dabei in der Qualigruppe - avancierte er zum Matchwinner. Mit sieben Torbeteiligungen in der Rückrunde trug er die SVR-Offensive, natürlich neben einer anderen Personalie.
Kingstone Mutandwa
Er schlug schon in der Hinrunde mit acht Toren ein, 2026 legte er sechs weitere Tore oben drauf. Nur Otar Kiteishvili erzielte in der gesamten Bundesliga-Saison mehr Tore als Mutandwa.
Die Leihe des 23-jährigen Stürmers aus Sambia (kam von Cagliari) hat sich mehr als ausgezahlt für die Innviertler.
Nicolas Bajlicz
Kleine Anlaufschwierigkeiten nach seinem späten Wechsel im Sommer hat der Ex-Rapidler spätestens seit Jahreswechsel überwunden.
Bei den Riedern ist der ballsichere Mittelfeldmann mittlerweile eine feste Größe, die Gerüchte über eine Rapid-Rückkehr kommen nicht von ungefähr.
Wolfsberger AC
Marco Sulzner
Mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit wechselte Sulzner im Sommer vom LASK ins Lavanttal. Anfangs brauchte der Oberösterreicher noch etwas Eingewöhnungszeit, doch spätestens seit dem Frühjahr hat er sich als absoluter Stammspieler etabliert.
Der 22-Jährige verpasste im Frühjahr nur zwei Spiele aufgrund einer Sperre.
Markus Pink
Der Kärntner Routinier zeigte vor allem im Herbst mit wichtigen Treffern auf. Zu Beginn des Jahres setzte ihn dann eine Bänderverletzung für längere Zeit außer Gefecht, dennoch konnte er danach wieder als Torjäger anschreiben.
Mit sieben Toren ist er gemeinsam mit Dejan Zukic Top-Torschütze der Wolfsberger.
Nicolas Wimmer
In seiner zweiten Saison beim WAC machte Wimmer nochmal einen Leistungssprung. In der gesamten Saison fehlte er gerade mal 180 Minuten und zeigte in seinen Einsätzen konstant gute Leistungen.
SCR Altach
Patrick Greil
Die Definition von Unterschiedsspieler.
Der 29-Jährige kam im Sommer nach einer schweren Phase in Sandhausen ins Ländle. Von der ersten Minute an fühlte sich Greil wohl und zeigte das vor allem auf dem Rasen.
Wettbewerbsübergreifend 14 Tore und sechs Vorlagen sind herausragend. Wenn der SCRA gefährlich wurde, hatte der Salzburger seine Füße im Spiel. Ohne ihn gewann Altach kein Spiel. Wenig verwunderlich also, dass der FC Millwall Interesse haben soll.
Mohamed Ouedraogo
Der Linksverteidiger hat unter Ognjen Zaric nochmal einen Schritt gemacht und sich vor allem offensiv verbessert. Vier Tore und eine Vorlage aus zwölf Spielen sind für einen Schienenspieler ein guter Wert.
Defensiv mittlerweile fast fehlerfrei unterwegs, auch offensiv immer wieder eine wichtige Anspielstation. Der Nationalspieler von Burkina Faso hat sich für den nächsten Schritt empfohlen.
Filip Milojevic
Eineinhalb Jahre musste der Youngster mit der Bank vorliebnehmen, seit November ist er in der Dreierabwehr aber gesetzt und rechtfertigt das Vertrauen mit konstanten Leistungen.
Milojevic überzeugt vor allem in der Luft und im Spiel mit dem Ball. Der 21-Jährige hat, wie viele seiner Teamkollegen, das Interesse von Klubs aus dem Ausland geweckt.
Honorable Mention: Yann Massombo, der die Top drei knapp verpasst hat.
GAK
Ramiz Harakate
Was Patrick Greil für Altach ist, ist der Franzose für die Grazer. Harakate war in jedem zweiten Spiel an einem Treffer beteiligt (elf Tore, fünf Vorlagen), vor allem wegen ihm hat der GAK noch Chancen auf den Klassenerhalt gehabt.
Thorsten Schriebl
Seit dem Bundesliga-Aufstieg war er Rotationsspieler - bis Anfang 2026.
Mit großer Verlässlichkeit schaffte Schriebl den Sprung in die erste Elf, dabei verdrängte er sogar Vizekapitän Tobias Koch auf die Ersatzbank.
Seit der 21. Runde startete er immer, sofern nicht gesperrt. Damit nicht genug: Schriebl trägt seitdem sogar die Kapitänsbinde.
Jacob Italiano
Zwölf Spiele auf der rechten Seite, elf auf der linken: Der Schienenspieler ist beim GAK nicht erst seit der Rückrunde gesetzt. Einen Sprung hat er sehr wohl gemacht, weshalb er sich auch sehr gute Chancen auf ein WM-Ticket ausrechnen kann.
Besonderes Highlight: Der Hattrick beim 5:1 gegen die WSG.
WSG Tirol
Benjamin Böckle
Die Rapid-Leihgabe schlug mit seiner Ankunft in Wattens voll ein. Als absoluter Leistungsträger spielte der Vorarlberger, wenn er fit war, nur in drei Spielen nicht über die volle Distanz.
Zudem gelangen ihm in der Bundesliga zwei Tore und zwei Vorlagen.
Johannes Naschberger
In den letzten Jahren war Naschberger meist nur Joker, doch in dieser Saison entwickelte er sich aufgrund einer neuen Rolle zum Stammspieler.
Der eigentlich gelernte zentrale Mittelfeldspieler rückte durch die Ausfälle von Sulzbacher und Butler auf die rechte Außenbahn und wusste dort zu überzeugen.
Valentino Müller
Der Vorarlberger spielt die vermutlich beste Saison seiner Karriere. Nur eine Partie verpasste der WSG-Kapitän aufgrund einer Gelbsperre, sonst absolvierte er jede Minute.
Zudem war der defensive Mittelfeldspieler mit zehn Toren und drei Vorlagen Topscorer der Wattener.
FC Blau-Weiß Linz
Ronivaldo
Im enttäuschenden Herbst kratzte der Routinier noch an einer Nominierung zum Verlierer, im Frühjahr fand er seinen Torriecher wieder.
Sieben Tore in den letzten drei Monaten markierten immerhin ein knappes Fünftel der schwachen Gesamtausbeute im blau-weißen Offensivbereich.
Eine ähnliche Torquote über die ganze Saison hätte erneut zum Torschützenkönig gereicht - und das als Spieler des Absteigers.
Nico Maier
Zur Halbzeit gehörte der Schweizer noch zu den Verlierern>>>, mit Jahreswechsel bzw. unter Michael Köllner spielte er sich doch in die Startelf.
Der Dank war vier Tore und ein Assist.
Simon Seidl
Natürlich ist das eine aufgelegte Wahl.
Der 23-Jährige war im Gegensatz zu vielen Kollegen aber der Startelf-Dauerbrenner und schaffte es obendrein, im Frühjahr weiterhin beständig seine Leistungen abzuliefern.
Es ist davon auszugehen, dass der jüngere Seidl-Bruder den Gang in die ADMIRAL 2. Liga nicht antritt.
Harald Prantl
Johannes Bauer
Simon Urhofer
Florian Gabriel
Jonas Pamperl