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Austria und Sturm verlängern Rekord-Serien [Zuschauer:innencheck Bundesliga, 19. Runde]

Bevor es im Kampf um das obere und untere Playoff richtig zur Sache geht, verzeichnet die Bundesliga eine eher durchschnittliche Runde. Trotzdem gibt es einige positive Beobachtungen.

 

+ + 90minuten.at PLUS - Ein Zuschauer:innencheck von Daniel Sauer + +

 

Auch eine durchschnittliche Runde - und das war die 19., mit Blick auf die bisherige Saison - kann schöne Seiten haben, vor allem wenn sich die sportlich gute Arbeit der "kleineren" Vereine auf den Tribünen bezahlt macht. Mit insgesamt 44.018 Fans landet der Spieltag auf dem elften Platz der laufenden Saison, der ligaweite Schnitt ist inzwischen auf 7.889 abgesunken. Dank einiger Entscheidungsspiele rund um den Strich sollte es in den kommenden Wochen aber wieder bergauf gehen. 

 

Die Gewinner rücken langsam auf

In einem Jahr hat sich der TSV Hartberg vom Abstiegskandidaten Nummer 1b – neben Ried -  zum legitimen Anwärter auf die Meisterrunde gemausert, bei einem leichteren Restprogramm als die Konkurrenz stehen die Chancen auf die Top 6 inzwischen gut. Die Zuschauer:innenzahlen können bei dieser Entwicklung nicht ganz mithalten, nur die WSG Tirol bringt im Schnitt weniger Interessierte ins Stadion. Positiv ist die Tendenz aber immerhin, gegen den LASK waren mit 2.762 Fans immerhin 400 mehr da, als vor einem Jahr. Das bestbesuchte Heimspiel gegen die Linzer fand im August 2018 vor 3.141 Zuschauer:innen statt, an die damalige Aufstiegseuphorie kommt die aktuell gute Stimmung also noch nicht ganz heran. Das letzte Heimspiel vor der Punkteteilung spielt Hartberg am 10. März gegen Sturm Graz.

Wenn auch nicht so deutlich in Hartberg, ist die Entwicklung beim WAC ebenfalls positiv: Die Chancen auf das obere Playoff sind intakt, der Weg mit Spielen gegen LASK und Sturm aber kompliziert. Auf den Tribünen hat sich zumindest im Schnitt viel getan, gegenüber dem Vorjahr kommen pro Partie 700 Personen mehr. Dabei hat das Gastspiel der WSG Tirol am Samstag allerdings nicht geholfen, mit 3.079 Fans war die Lavanttal Arena so leer wie in dieser Bundesligasaison noch nicht. Gegenüber demselben Duell vor einem Jahr konnte man sich aber trotzdem um 1.850 steigern.

 

Blau-Weiß setzt Spitzenwert, Lustenau hilft nach

Für die Austria Lustenau war es das erst zweite Heimspiel in Bregenz, Punkte gab es auch im elften Versuch der Saison keine. Gegenüber dem Duell mit dem LASK Anfang Dezember hat sich aber die Zuschauer:innenzahl deutlich zum Positiven gewendet, obwohl der SK Austria Klagenfurt der weniger namhafte Gegner ist. 3.865 Fans am Sonntag waren eine klare Steigerung um rund 800 Personen, damit erreicht man annähernd das Niveau der eigentlichen Heimat. Um nachzuhelfen, hat der Verein kostenlose Shuttlebusse zum und vom Ausweichstadion am Bodensee angeboten. (>> Mehr zum einen der beiden großen Abstiegskandidaten gibt es auch im aktuellen Momentum am Montag zu lesen)

Schon zum fünften Mal in der laufenden Saison war das Donauparkstadion von Blau-Weiß Linz ausverkauft, in der Bundesliga hält der Aufsteiger damit den Spitzenwert. Der Verein ist zu Recht stolz auf die überraschend hohe Auslastung, die sich auch mit den sportlichen Leistungen – wie zuletzt das 1:1 am Samstag gegen Red Bull Salzburg – erklären lassen. Bei den Linzern wird spannend zu beobachten, wie viele von den zuletzt 5.500 Zuschauer:innen auch in der Qualigruppe am Ball bleiben. Damit entscheidet sich auch, ob der aktuell abgesicherte siebente Platz in der Zuschauer:innentabelle mit 5.019 Fans pro Spiel gehalten werden kann.

Austria verlängert Serie und ein ausverkauftes Topspiel

Die Wiener Austria verlängert ihre beiden Bundesliga-Serien auch gegen den SCR Altach: Das Heimspiel gegen die Vorarlberger war das neunte in Folge ohne Niederlage und das dreiundzwanzigste mit über 10.000 Zuschauer:innen. Genau gezählt wurden 12.448 Fans in der Generali Arena, die damit fast genau gleich voll war, wie beim letzten Gastspiel der Altacher: Im Oktober 2022 wurde mit 12.495 ein Besucher:innenrekord für diese Begegnung aufgestellt. Sportdirektor Manuel Ortlechner freute sich schon im Vorfeld der Partie „brutal“ über das erneut große Interesse, beim letzten Heimspiel vor der Punkteteilung gegen die WSG Tirol dürfte es sich dank Freikarten für Mitglieder sogar noch einmal steigern.

Fans von Sturm Graz hatten in den letzten Wochen einen dicht beschriebenen Terminkalender, nach dem Cup-Viertelfinale gegen die Wiener Austria und dem Europacup-Spiel gegen Slovan Bratislava bestritten die „Blackies“ am Sonntag das bereits dritte Heimspiel im Februar. Zu Gast war der SK Rapid, gegen den das Stadion mit 16.364 Zuschauer:innen zum zweiten Mal in der laufenden Saison ausverkauft war. Auch wenn man in den letzten Jahren knapp dran war, gelang das zuletzt 2017 – damals war die offizielle Stadionkapazität allerdings geringer. Bei den Zuschauer:innenzahlen hat Sturm gegenüber der Austria weiterhin einen knappen Vorsprung: In den letzten 24 Bundesligaspielen kam eine fünfstellige Anzahl von Fans nach Liebenau. Mehr zählt nur Rapid mit 31 Ligapartien. Für Sturm, wie für die "Veilchen", sind das - zumindest mit Blick auf die moderne Ära der Bundesliga - Rekorde.

Wiener Derby und beste Runde seit November?

Schon am kommenden Samstag geht es mit zwei Heimspielen los, die die 10.000er-Grenze überspringen könnten: Salzburg empfängt Austria Lustenau, während der WAC beim LASK antritt. Beide Verein liegen in der Zuschauer:innentabelle auf guten Positionen, die Zahlen schwanken aber von Woche zu Woche. Eigentlich konstanter ist da der SCR Altach, der im dritten Parallelspiel den TSV Hartberg zu Gast hat. Am Sonntag kann man sich angesichts des gastierenden SK Sturm Graz bei der WSG Tirol zumindest Hoffnungen auf gute Zahlen machen, zeitgleich tritt Blau-Weiß Linz bei der Austria Klagenfurt an. Das Wiener Derby im Stadion des SK Rapid gegen die Austria findet vor entsprechendem Publikum statt – deshalb lebt die Hoffnung auf den Sprung auf insgesamt über 50.000 Zuschauer:innen und den besten Wert seit der 15. Runde.

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