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Die 7 … Flops der Saison (2)

Wenn zwölf oder 16 Mannschaften um Punkte spielen, dann überzeugen die einen zulasten der anderen. Sieben Flops stachen 2021/22 aber heraus, 90minuten.at listet diese auf.

Flop 3: Der SK Rapid

Es will einfach nicht laufen. Nach zwei doch vielfach erkämpften Vizemeistertiteln übernahm im Herbst mit Ferdinand Feldhofer einer, der spielen lassen will, der Kaderumbruch wurde eingeleitet. Nach den Abgängen und durchaus auch durch Verletzungen, die der Kader nicht kompensieren konnte, mussten die stolzen Hütteldorfer nicht nur Sturm, sondern auch den Stadtrivalen und den WAC vorbeiziehen lassen und landete im Playoff um die Europa Conference League, das mit einer verbesserten Rapid II gewonnen konnte. Jetzt muss man sich durch drei Qualirunden zittern, das hätte man sich ersparen können. Nun ist das nicht alles nur Feldhofers Schuld. Sportchef Zoran Barisic ist sichtlich bemüht, aber wenn ein teurer Kader dann nur auf Rang fünf landet, hat man eben in allen Bereichen mehr falsch als richtig gemacht. Immerhin lassen die Moor- und Zimmermanns, die Demirs und Grülls auf eine bessere Zukunft hoffen. Und die Hoffnung, die stirbt bekanntlich zuletzt....

Flop 4: Die SV Ried

Irgendwann wird jeder irgendwen kennen, der nicht mehr weiß, wer SV Ried-Trainer ist. Es ist Christian Heinle, der schon im Herbst, nachdem Andreas Heraf nicht mehr konnte und dann gegangen wurde, Chefcoach war; also bevor Robert Ibertsberger an der Linie stand, aber nur kurz. Erfolgreich verwirrt? Bestens. So wird es den Innviertlern auch gegangen sein. An Spieltag 22 noch, um den Bundespräsidenten zu zitieren, "arschknapp" an der Meistergruppe gescheitert, die Innviertler taumelten schon Richtung 2. Liga, tauschten noch den Trainer zurück zu Heinle und sicherten sich wenig schmeichelhaft mit vier Remis den Verbleib in der Liga. Ist die Halbierung der Punkte schuld? Ja, aber das ist ein anderes Thema. Ist es beeinflussbar, dass es am Ende gleich mit zwei verschiedenen Trainern nicht mehr passt? Vermutlich eher als die Statuten...

Flop 5: Der LASK

Noch vor einiger Zeit staunte Fußballösterreich nicht schlecht, als der LASK sich – kurz vor dem Lockdown – anschickte, den Bullen ihre Titelserie zu vermasseln. Doch das klappte aus verschiedensten Gründen nicht. Die Corona-Trainings, die Ismael-Trennung, Querelen rund um den Stadionbau, der Werner-Abgang, die Episode Thalhammer, die damit endete, dass nach Andreas Wielands Verlängerung nun just Didi Kühbauer Trainer ist. Das ist noch nicht alles, aber jetzt kommt der sportliche Niedergang, mit der Teilnahme an der Qualifikationsgruppe und dem Verpassen des Europacups, dazu. Es passt beim LASK derzeit hinten und vorne nicht und das ist schade für den heimischen Fußball. Es scheint, als entwickle sich der ehemalige Vorzeigeklub rund um Europa League-Sieger Oliver Glasner und Mastermind Jürgen Werner zu einem beliebigen Klub, der sich hinter den großen Vier plus WAC anstellen muss und wartet, bis es etwas zu erben gibt.

 

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