Die 7 ... Toptransfers der Bundesliga (2)
Die Saison ist noch jung. Zu jung für eine erste Bilanz? Mitnichten. 90Minuten.at präsentiert sieben Transfers, die bemerkenswert sind und sich jetzt schon ausgezahlt haben.
Platz 5: Jimmy Hoffer (Beerschoot -> Admira)
Auch die Südstädter können jemanden brauchen. Ein Punkt aus vier Spielen, ein Torverhältnis von 2:9 – das ist die Bilanz eines Absteigers, auch wenn sich der SKN und der SVM redlich bemühen, mehr Tore zu bekommen. Doch der Jimmy Hoffer-Transfer hat, wenn er dann auch bei guter Fitness seine Tore macht, noch weitere Aspekte. Erstens einmal für die Admira selbst, denn bei der Masse an Ex-Panthern, die im In- und Ausland herumlaufen, ist es ohnehin verwunderlich, dass sie noch nicht abgestiegen sind. Da ist es ein deutliches Signal, wenn man einen Stürmer, der jahrelang im Ausland war, zurückholt. Und zweitens ist es ein bemerkenswerter Trend, aus denselben Gründen: Wie der SVM (Pusic) oder der WAC (Liendl) holen sich kleinere Klubs heimische Ex-Legionäre, um von deren Erfahrung zu profitieren. Es wäre verwunderlich, wenn es mit Hoffer nicht auch gut klappen würde.
Platz 4: Ousmane Diakite (Salzburg -> Altach)
Wer „Mail“ und „19“ liest, der merkt schnell: Das kann nur ein RB Salzburg-Spieler sein. Ist Ousmane Diakité auch. Da braucht man nicht lange nachdenken, warum ein U20-WM-Viertelfinalteilnehmer im Ländle spielt. Und es macht irgendwie Sinn, zumindest für den aufnehmenden Verein und die Salzburger. Er bekommt Spielpraxis und die kleinen Teams Kicker, die sie sich sonst nie leisten könnten. Das hat auch Kehrseiten. Etwa, wenn Salzburg wie damals bei Oberlin eine Rückholaktion im Winter startet. Oder, dass bei entsprechender Entwicklung der Spieler eben nur ein Jahr beim Kleinen ist. Aber so funktioniert der Fußball nun einmal, schlag nach bei Joelinton. In der Zwischenzeit hat Altach einen Spieler, der sonst nie dorthin gegangen wäre.
Platz 3: Shon Weissman (Maccabi Haifa -> WAC)
Der 23-Jährige ist einer der Shooting Stars des Saisonstarts. Kein Wunder bei sieben Treffern in vier Spielen. Shon Weissman, den die Wolfsberger von Maccabi Haifa holten, ist ein Volltreffer. Bei der Wiener Austria, die ebenfalls an einer Verpflichtung des Stürmers interessiert gewesen sein sollen, wird man sich wohl gegenwärtig kräftig in den Hintern beißen, nicht nur, weil Weissman alleine so viele Ligatore wie die Veilchen erzielt hat. Vermutlich wird eben auch die fixe Teilnahme an der Europa League eine Rolle gespielt haben, dass sich der Stürmer für Wolfsberg statt Wien entschieden hat. Aber auch das zeigt einiges: Gegenwärtig etablieren sich abseits von Wien (und Graz) Fußballmarken, wenn der Erfolg in der Fußballperipherie anhält, wird man sich ebendort noch öfters kräftig selber ins Gesäß beißen.