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Leicester-Legionär Aleksandar Dragovic: "Nach Leverkusen wenig Selbstvertrauen"

Es gab schon bessere Jahre in der Karriere von ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic als die letzten eineinhalb. Im Interview mit dem 'Kurier' zieht der Innenverteidiger Bilanz.

Im Interview mit dem Kurier spricht Leicester-Legionär Aleksandar Dragovic über ...

 

... die Zeit in Leverkusen:

"Ich glaub’ nicht, dass ich das heute anders machen würde. Damals habe ich mich riesig gefreut, von der Ukraine in die Deutsche Bundesliga zu wechseln. Es gab mehrere kleine Puzzleteile, die nicht gepasst haben und wodurch die ganze Saison in die Hose gegangen ist. Ich würde meine Verletzung am Knöchel, die ich mir in Kiew zugezogen habe und die ich über die EM in Frankreich bis nach Leverkusen mitgeschleppt hab’, nicht mehr in Kiew sondern bei Mike Steverding behandeln lassen. Wir haben fünf Elfmeter verschossen. Das hat uns zehn Punkte gekostet. Ich hatte gegen Atlético Madrid in der Champions League ein katastrophales Spiel, zwei Gegentore gingen auf meine Kappe. Aber es war nicht so, wie es oft dargestellt wurde. Ich hatte auch gute Spiele wie auswärts gegen Bayern."

 

... die neue Chance in Leicester:

"Einfach ist es nirgends, aber ich bin überzeugt, dass sich Qualität über eine längere Zeit durchsetzt. Obwohl ich nicht mit viel Selbstvertrauen ausgestattet war nach dem Jahr in Leverkusen, weiß ich, was ich kann. Ich wollte diesen Neuanfang. Meine Leistungen waren sehr solide. Wir haben mit mir noch kein Gegentor bekommen und wir gewinnen, das sind gute Argumente. Ich denke, dass der Trainer Vertrauen in mich gewonnen hat."

 

... seine Zukunft:

"Ich bin bis 2021 in Leverkusen unter Vertrag. Mein Ziel ist es, in England zu bleiben. Ich will so oft spielen, wie möglich. Dann wird man sehen, ob Leicester die Kaufoption zieht. Sie haben mich im Sommer aus dem Dreck gezogen. Wer mich kennt, weiß, wie wichtig mir das Team ist. Ich weiß aber, dass ich Spielpraxis haben muss, um auch im Team zu spielen. Auf meiner Position ist die Konkurrenz nämlich enorm. Eine weitere Endrunde ist dabei ganz klar mein Ziel."

 

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