Adi Hütter: "Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen"
Im Interview mit der Kronen Zeitung spricht Adi Hütter erstmals zu den Spekulationen, dass er neuer ÖFB-Teamchef werden könnte.
Andreas Herzog, Peter Stöger, Ralph Hasenhüttl und eben auch Adi Hütter. Wenn Fans und Medien über eine mögliche Nachfolge von Marcel Koller diskutieren, fallen diese vier Namen am häufigsten.
"Ich bin so im Tagesgeschäft drinnen ..."
Die Kronen Zeitung hat Hütter nun in der Schweiz besucht und gefragt, was der denn prinzipiell davon halte. "Man sollte niemals "nie" sagen. Aber jetzt im Moment… (zögert kurz) Ich bin so im Tagesgeschäft drinnen, dass ich es mir jetzt nicht vorstellen könnte, nur einige Länderspiele pro Jahr als Trainer zu absolvieren", so Hütter, der aber auch ergänzt: "Man muss aber auch immer aufpassen: Mein Vertrag läuft nächstes Jahr aus und wie geht es dann weiter? Wenn man zwei Jahre zu Hause sitzt und dann tut sich irgendwo die Chance auf ein Engagement auf, dann packt man vielleicht doch zu. Deswegen kann ich das jetzt gar nicht wirklich beantworten. Abgesehen davon ist Marcel Koller nach wie vor Teamchef. Da will ich mich an Spekulationen nicht beteiligen..."
Was unterscheidet eigentlich den Schweizer vom Österreichischen Fußball?
Gefragt, wo die Unterschiede zwischen Österreich und der Schweiz liegen, meint Hütter: "Es gibt viele Gemeinsamkeiten - aufgrunddessen, dass beide Länder ganz oben mit 10 Klubs bestückt sind. Der Unterschied besteht für mich darin, dass in Österreich eher mehr junge Talente spielen. Durch die Akademien kommen in Österreich jedes Jahr viele Spieler mit viel Potenzial heraus, die dann versuchen, ihren Weg in den ersten beiden Ligen zu gehen. In der Schweiz sind die Möglichkeiten ein bisschen anders, auch vom Verdienst her. Viele Mannschaften können auf Routine setzen, es gibt immer wieder Kicker, die von größeren Klubs in die Schweiz kommen. Wir haben selbst Spieler wie Miralem Sulejmani, der bei Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon gespielt hat oder Guillaume Hoarau, der bei Paris St.-Germain war. Abgesehen davon ist es in der Schweiz zuschauermäßig und infrastrukturell ein bisschen besser."