Lassaad Chabbi: „Wer am Platz aufläuft, entscheide alleine ich“

Lassaad Chabbi spricht über die Zusammenarbeit mit Fränky Schiemer, das Potenzial seiner Mannschaft und rechnet vor, wie viele Punkte noch zu holen sind.

11 Spieltage folgen noch in der Tipico-Bundesliga und somit 33 mögliche Punkte. Genug Stoff also, um einen Rückstand von drei Punkten aufzuholen, auch wenn die aktuelle Tendenz in Ried nicht gerade positiv zu bewerten ist: Im Frühjahr gab es noch keinen einzigen Punkt für die Innviertler, dafür jedoch einen neuen Trainer und Sportdirektor.

 

„Da mischt sich Fränky nicht ein“

Über die bisheriger Zusammenarbeit zwischen den beiden sagt Ried-Trainer Lassaad Chabbi in einer Aussendung der SV Ried: „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Wir treffen uns jeden Morgen um 8.30 Uhr im Trainingszentrum und besprechen alles. Jeder weiß genau über seine Aufgaben Bescheid, wir harmonieren sehr gut miteinander. Ich tausche mich auch mit Manager Fränky Schiemer über alles aus. Er ist Sportdirektor, fünf Mal Meister geworden und hat vom Fußball sehr viel Ahnung. Dass man da über alles miteinander spricht, ist ganz normal, sehr wichtig und auch überall so“, so Chabbi, der jedoch ergänzt: „Eines möchte ich aber ganz klar betonen: Über meine Aufgaben und wer letztendlich am Platz aufläuft, entscheide alleine ich. Da mischt sich Fränky Schiemer überhaupt nicht ein.“ 

Wir müssen Ordnung am Platz haben, 90 Minuten in der Defensive gut stehen und zu Null spielen.

Lassaad Chabbi

„Das verlange ich auch von den Spielern“

Dass Chabbi das Team in einer äußerst schwierigen Situation übernommen hat, ist kein Geheimnis. Zweckoptimismus ist angesagt, um keine negative Stimmung aufkommen zu lassen. Über sein Team sagt er: „Ich bin sehr positiv überrascht. Die Mannschaft hat Qualität. Sie hat gegen die Austria in der Offensive sehr gut gespielt, in der Defensive haben wir leider zu viele Fehler gemacht. Gegen St. Pölten waren wir die bessere Mannschaft, hätten in der ersten Halbzeit 2:0 führen können. Ich bin überzeugt, dass wir von Tag zu Tag besser werden. Wir trainieren gut, mit höchster Intensität. Es ziehen im Training alle mit. Das zeigt von Charakter, das verlange ich aber auch von den Spielern.“

„Wir haben noch elf Spiele“

Schlussendlich rechnet auch Chabbi vor: „Ich bin überzeugt, dass die SV Guntamatic Ried in die Bundesliga gehört. Wir haben noch elf Spiele, es werden noch 33 Punkte vergeben. Es ist wichtig, dass wir so schnell es geht Punkte holen. Wir müssen Ordnung am Platz haben, 90 Minuten in der Defensive gut stehen und zu Null spielen. Wir müssen Woche für Woche punkten.“

 

Bei Abstieg muss Budget um 30% reduziert werden

Dennoch wird in Ried mit beiden Szenarien mehr oder weniger freiwillig geplant, denn die Lizenzunterlagen müsse bis heute abgegeben werden. Bereits vor einigen Tagen hat Rieds Finanzchef im Interview mit 90minuten.at erzählt, dass im Falle eines Abstiegs das Budget um 30% reduziert werden muss.