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Altach-Trainer Ludovic Magnin will das "Wunder"

Zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis waren Ludovic Magnin, Trainer SCR Altach und Sky Experte Alfred Tatar.

Ludovic Magnin (Trainer SCR Altach):
…über das 1:1-Remis gegen Ried am vergangenen Wochenende und über den damit gleichbleibenden Punkteabstand zum Vorletzten: „Ich denke, dass wir für unsere momentane Situation eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Wir haben eine Rieder-Mannschaft dominiert, aber es haben halt die Tore gefehlt, um dieses wichtige Spiel zu gewinnen. Wir können nur selber schuld sein.“

…weiter zu diesem Spiel: „Nach dem Spiel waren wir schon enttäuscht, weil einfach viel mehr drinnen war. Aber nach den zwei freien Tagen hatte ich wieder den Eindruck: Wir leben noch.“

…zu den noch verbleibenden zwei Spielen: „Wir werden probieren, das Unmögliche möglich zu machen. Wir spielen voll auf Sieg, uns bleibt ja auch nichts anderes übrig.“

"Ich denke, dass die Fehler vor allem ab letztem Sommer passiert sind." - Ludovic Magnin

…zur bisherigen Qualifikationsgruppe: „Ich denke, dass die Fehler vor allem ab letztem Sommer passiert sind. Weil wenn man die Playoffrunde analysiert, wo wir acht Mal gespielt haben und nur zwei Mal verloren haben, dann sieht man auch die Entwicklung, die in Altach passiert ist. Die Mannschaft zeigt jetzt schon ein ganz anderes Gesicht. Aber leider muss ich auch sagen, dass wir in gewissen Spielen mehr als nur ein Unentschieden machen hätten müssen. Hätte uns natürlich in eine bessere Lage gebracht. Aber jetzt wissen wir, dass wir zwei Spiele gewinnen müssen.“

…weiter zu den verbleibenden Spielen: „Trotzdem denke ich, dass wir ein kleines Wunder brauchen. Weil wir haben bis jetzt nur zwei Spiele gewonnen (Anm. in der Qualifikationsgruppe) und jetzt sollten wir zwei hintereinander gewinnen. Aber ich traue es dieser verrückten Mannschaft zu. Und ich habe auch das Gefühl, wenn wir bei der Admira gewinnen, dass wir dann nicht absteigen.“

…über die ,offene Rechnung´ mit dem kommenden Gegner, der Admira: „Wir haben eine Rechnung offen mit der Admira, weil das erste Spiel haben wir verloren, mit den Geschichten, die man kennt und die noch immer irgendwo stecken bleiben. Wir haben diese Mannschaft noch nie geschlagen. Es wäre der richtige Zeitpunkt.“

…über Druck im Abstiegskampf: „Mir ist bewusst, dass es bis zum Ende eng sein könnte. Ich habe seit Januar betont, dass wenn wir am letzten Spieltag ein Entscheidungsspiel hätten, wir einen riesen Job gemacht haben. Wir kennen das seit sechs Monaten, diesen Druck. Und wenn ich sehe, wie nervös die Rieder gespielt haben, wie sie sich nervös drei-Meter-Pässe zugespielt haben, dann habe ich gespürt, dass gewisse Mannschaften neu in diese Geschichte reingerutscht sind und sehr nervös sind. Dann hoffe ich, dass Admira am Wochenende auch genauso spielen wird. Und ich hoffe, dass dieser Podcast in der Kabine der Admiraner bis Samstag läuft.“

…über den Einspruch gegen die Sperre von Felix Strauss: „Ich dachte, die Schweizer sind die Langsamsten auf der Welt, aber jetzt habe ich was erlebt, was ich noch nie im Fußball erlebt habe. Zwei Tage vor dem Spiel weiß ich noch immer nicht Bescheid, ob ein Spieler gesperrt ist oder nicht.“

…weiter zu dieser Causa: „Aber ich habe Hoffnung, dass Gerechtigkeit im Fall Strauss kommen wird und wir ihn einsetzen können.“

"Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich als Tabellenletzter am meisten von dieser Punkteteilung profitiert habe" - Ludovic Magnin

…über die Punkteteilung in der ADMIRAL Bundesliga und seine Kritik am Liga-Modus nach dem Rauswurf von Robert Ibertsberger bei Ried: „Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich als Tabellenletzter am meisten von dieser Punkteteilung profitiert habe und ich es daher auch kritisieren darf, um zu zeigen, dass es um Fairness im Sport geht. Ich wollte aber nur zum Denken anstoßen und nicht so eine Welle ausrollen.“

…angesprochen auf seine aktive Karriere und seine Vereine SV Werder Bremen und VfB Stuttgart: „Ich komme aus einem kleinen Dorf und habe nie geträumt, soweit zu kommen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Spielerkarriere. Wenn du zwei Mal die Bayern in Deutschland schlägst (Anm. je ein Meistertitel mit Bremen und Stuttgart), dann hast du schon was erreicht.“

…zu seiner Karriere als Trainer: „Als Trainer sehe ich es genauso. Einfach step by step so hoch als möglich zu gehen. Aber auch jetzt gegen den Abstieg zu spielen, ist eine super Erfahrung für mich. Ich bereue das keine Minute.“

…über seinen ehemaligen Team- und Zimmerkollegen und jetzigen Sky Experten Martin Stranzl: „Ich muss immer aufpassen, was ich sage, weil im Fußball kommt der Bumerang immer schnell zurück. Aber ich kann ganz sicher sagen, ohne jemanden zu beleidigen, dass er die hässlichsten Füße hat, die es je im Fußball gegeben hat. Es hat sich alles gebrochen, von den Zehen weg. Wollen sie nicht sehen. Wenn er ins Bett geht, dann muss er wahrscheinlich Socken anziehen.“

"Sollte die Admira verlieren, dann sind sie mitten drinnen im Abstiegskampf." - Alfred Tatar

…zu seiner Zukunft in Altach, im Falle eines Abstiegs: „Im Fußball kann man nie was versprechen. Aber ich bin so davon überzeugt, dass wir dieses kleine Wunder schaffen können, dass ich mir diese Frage gar nicht stelle. Aber falls es so kommen sollte – ich fühle mich wohl in Altach und wenn die Rahmenbedingungen für einen Direktaufstieg stimmen sollten, hätte ich nichts dagegen.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über die kommende Partie der Altacher bei der Admira: „Mein Gefühl sagt mir: Sollte Altach bei der Admira gewinnen, dann steigen sie nicht ab.“

…weiter zu diesem Spiel: „Sollte die Admira verlieren, dann sind sie mitten drinnen im Abstiegskampf. Und das fehlende Sternchen in der Tabelle würde noch einiges dazu beitragen, weil dann ja vielleicht nicht einmal ein Unentschieden im letzten Spiel in Linz reicht. Daher hoffe ich auch, dass man zu diesem Spiel zwischen der Admira und Altach den besten österreichischen Schiedsrichter schickt, weil es könnte sehr hektisch werden.“

…über Ludovic Magnin und den SCR Altach: „Mannschaften brauchen unterschiedliche Führungsstile. Die einen brauchen die harte Hand und die anderen eher den Laissez-faire-Stil. Die Art und Weise, wie Altach in dieser Situation zu coachen war, war genau das, was Ludovic gemacht hat: Denen musst man Leben einhauchen. Es war nötig, das Team von außen mit sehr viel Energie zu überschütten. Ist geschehe und nicht zuletzt dieser Umstand bewirkt, dass man jetzt noch eine Chance hat, oben zu bleiben.“

 

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