Nestor El Maestro: "Das war peinlich, das darf sich nicht wiederholen"
Zu Gast bei „Talk & Tore“ am Montag-Abend war u.a. Sturm-Trainer Nestor El Maestro. Die besten Aussagen des Sky-Talks zusammengefasst.
Ich bin leider kein guter Trainer für den Plan B. Ich glaube, ich habe meine Stärken, um – manchmal, häufig oder nicht häufig – das perfekte Spiel vorzubereiten.
Nestor El Maestro (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
...über die Szenen nach der Niederlage gegen Mattersburg: „Das gegen Mattersburg war schon ein bisschen peinlich. Und natürlich darf sich das nicht wiederholen – nicht nur wegen der Strafe auf Bewährung. Mir war das Interview peinlicher als das mit den Sachen durch die Gegend schießen. Das muss ich anders machen und ich glaube, bis heute ist es mir auch gelungen, dass das ein Einzelfall bleibt.“
...über die Wichtigkeit des anstehenden ,Derbys‘ gegen Hartberg: „Ich spiele ja die österreichische Bundesliga und nicht den Steiermark-Wettbewerb oder südliche Donau oder was auch immer. Mir kommt bei Sturm vor als wäre jedes Spiel ein Derby. (...) Ich persönlich versuche niemals den Spielen eine Hierarchie zu geben. (...) Für die Sturm-Fans gibt es nur ein Derby und das ist der GAK. Das Spiel am Samstag ist extrem wichtig für uns klarerweise – aber wie jedes andere.“
(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)
...über seine Schwächen als Trainer: „Ich bin leider kein guter Trainer für den Plan B. Ich glaube, ich habe meine Stärken, um – manchmal, häufig oder nicht häufig – das perfekte Spiel vorzubereiten. In der Analyse und in allem, was vor dem Geschehen auf dem Platz ist. Es gibt häufig Spiele, die genau nach meinem Plan ablaufen und damit ist das 1:0 sehr verbunden. Auf der anderen Seite habe ich großen Steigerungsbedarf, was das Handeln im Spiel selbst betrifft oder da, wo das Spiel jetzt nicht gerade zu meinen Gunsten läuft oder ich überrascht bin. Da bin ich ziemlich schlecht.“
...über Mirko Slomka, unter dem er jahrelang als Co-Trainer tätig gewesen ist und der am Sonntag bei Hannover 96 entlassen wurde: „Mirko hat mir am Sonntagmorgen eine SMS geschickt. Da stand drinnen: ,Manchmal läuft es nicht, Kopf hoch. Immer weiter. Du bist ein Guter.‘ Das sagt etwas über den Charakter dieser Person. Ich bin nicht sicher, ob er zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass es in Hannover nicht weitergeht, aber es war für ihn kein einfaches Wochenende. Er hat sich trotzdem gemeldet.“
...darüber, wie wichtig Slomka für seine Karriere gewesen ist: „Extrem. Sie müssen sich vorstellen, was er für mich getan hat: Er hat mich aus der totalen Anonymität zum Co-Trainer bei Schalke 04 gemacht. Ich war 23 und damals war das schon sehr außergewöhnlich. Das war vor der Zeit der jungen Trainer. Es gab keine Menschen mit diesem Alter, die auf diesem Niveau gearbeitet haben. Das war vor Nagelsmann, vor Tedesco – es war total außergewöhnlich. Es war natürlich ein riesen Karriereschub und ich habe versucht, das Vertrauen zurückzuzahlen. Ich glaube, wir haben acht Jahre zusammengearbeitet und dabei große Erfolge gefeiert. (...) Sicherlich haben mich diese acht Jahre mit Mirko geprägt – nicht nur wie ich den Fußball sehe oder die taktische Ausrichtung, besonders in der Trainingsarbeit. Mirko ist ein richtig, richtig guter Trainer auf dem Platz.“