Peter Linden bei Talk und Tore: "Es ging darum, die Achse Windtner-Ruttensteiner zu zerschlagen"

Zu Gast bei „Talk & Tore - Die Tipico Fußballdebatte" waren am Sonntag Berater Bernd Fisa, Journalist Peter Linden, 90minuten.at-Chefredakteur Michael Fiala und Sky-Experte Alfred Tatar. Hier einige Aussagen des von Martin Konrad moderierten Live-Talks.

Bernd Fisa:

über Strukturfragen beim österreichischen Fußballbund: "Die Kluft zwischen Arm und Reich ist ein Prozess, der nicht aufzuhalten ist. Die Frage, die ich mir als Verband stellen muss ist, wie stelle ich mich auf und wie schaffe ich ein best-off an klugen Köpfen an einen Tisch zu bekommen um eine Struktur zu definieren, mit der ich maximal schlagkräftig bin."

über die Bestellung von Peter Schöttel zum Sportdirektor des ÖFB: "Das einzige Kriterium, das für mich zählt, ist Qualität. Da hat Peter Schöttel alle Voraussetzungen und alle Möglichkeiten, das nicht nur zu zeigen sondern auch dementsprechend umzusetzen. Bei der tendenziellen Verteufelung von ehemaligen Spielern vergisst man ja gewisse Kriterien. Wie lese ich ein Spiel, wie interpretiere ich ein Spiel, welches Auge habe ich? Das sind Gütesiegel, die in einer öffentlichen Diskussion überhaupt nicht zum tragen kommen."

verteidigt Andreas Herzog: "Andreas Herzog hat Leadership am Platz in allen Facetten bewiesen. Er hat 1998 Österreich zur Weltmeisterschaft geschossen. Mir ist es rätselhaft, wie er das Image eines Hütchenaufstellers haben kann. Das ist einer der renommiertesten Männer, die wir haben, international geprägt und gegütesiegelt."

Peter Linden:

kann mit Peter Schöttel als Sportdirektor gut leben: "Ich verstehe die ganze Aufregung um den Peter Schöttel nicht. Er hat bei seinem Amtsantritt viel mehr aufzuweisen als es der Herr Ruttensteiner hatte. Nichts gegen ihn und man muss sich auch um ihn keine Sorgen machen, aber ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn man nach 16 Jahren den Sportdirektor auswechselt, dann ist das kein Beinbruch."

über die möglichen Hintergründe zur Ablöse von Willi Ruttensteiner: "Man wirft immer den Wienern vor, dass sie verhabert sind. Das haben andere den Oberösterreichern auch vorgeworfen. Es ging darum, die Achse Windtner-Ruttensteiner zu zerschlagen. Das haben sie jetzt gemacht und jetzt gehen sie wieder zur Tagesordnung über."

 

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