Oliver Glasner: "... so werden wir auch in einer Woche ins Allianz-Stadion fahren"
Zu Gast bei „Talk & Tore - Die Tipico Fußballdebatte" war am Sonntag unter anderem LASK-Trainer Oliver Glasner. Hier einige Aussagen des von Gerfried Pröll moderierten Live-Talks.
Oliver Glasner:
über den erfolgreichen Saisonverlauf: Ich denke, dass wir letztes Jahr schon den Grundstein dafür gelegt, was wir heuer fortgeführt haben. Im Sommer haben wir sehr kleine Kaderkorrekturen vorgenommen. Jetzt ernten wir das, was wir seit eineinhalb Jahren sähen.
möchte im Sommer im Falle des Aufstieges wenig verändern: Wir werden nicht diesen großen Umbruch haben, wie es jetzt in St. Pölten der Fall war. Wir haben alle Spieler unter Vertrag oder eine mögliche Option, die wir auch beim Großteil der Spieler ziehen werden, wenn sie hier bleiben wollen. Wir leben die Kontinuität und wollen uns nur punktuell verstärken. Über allem steht der tolle Teamgeist in der Truppe.
Es ist gut, dass wir bescheiden bleiben, wenn wir nächstes Jahr oben spielen und schauen, dass wir Fuß fassen in der Liga.
ist als Trainer entspannter geworden: Ich stehe noch am Beginn meiner Trainerkarriere. Das ist meine dritte Saison als Cheftrainer. Ich hoffe, dass ich mich genauso wie meine Spieler weiterentwickle. Es gibt einfach was, das man nicht kaufen kann, nämlich Erfahrung. Die musst du machen. Da reflektiere ich sehr genau, oft mit Jürgen Werner.
sieht auch gegen Rapid im Cup Chancen für seine Truppe: In einem Cup-Halbfinale ist in einem Spiel immer alles möglich. Auch im letzten Jahr sind wir zur Austria gefahren und haben gesagt, dass wir weiter kommen wollen. Wir haben ein super Spiel gemacht. Genauso werden wir auch in einer Woche ins Allianz-Stadion fahren und wollen dort weiterkommen. Ich habe heute in der Früh zur Mannschaft gesagt, dass wir super zehn Tage haben, die vor uns stehen. Wir können nicht nur den Aufstieg sondern mit einem Sieg gegen Liefering auch den Meistertitel fixieren und haben am Mittwoch drauf die Möglichkeit, ins Cupfinale einzuziehen. Die Mannschaft lässt auch nicht nach und das zeichnet sie aus.
warnt vor übertriebenen Erwartungen an den LASK: Ich möchte, dass wir die Kirche im Dorf lassen. Man soll nicht den dritten Schritt vor dem zweiten machen. Vor gut drei Jahren ist von den Freunden des LASK ein konkursreifer Regionalligist übernommen worden und sie werden es jetzt schaffen, diesen Verein in die höchste Spielklasse zu führen. Das ist der mindeste Zeitraum, den der Verein nicht nur in sportlicher Sicht gebraucht hat, sondern auch um Strukturen aufzubauen. Wir sind bei weitem in diesem Bereich noch nicht am Ziel angelangt. Es ist gut, dass wir bescheiden bleiben, wenn wir nächstes Jahr oben spielen und schauen, dass wir Fuß fassen in der Liga.
über die Ligenreform: Ich muss ein Kompliment aussprechen. Die zweite Spielklasse wäre in dieser Form nicht möglich, hätte sich Sky nicht vor 13 Jahren dazu entschlossen, eine derartige Medienpräsenz zu gewährleisten. Es ist vorher immer sehr stiefmütterlich behandelt worden. Jetzt hat man immer ein Live-Spiel und zusätzlich die Konferenz. Man sieht jedoch, dass es sehr schwer ist, wirtschaftlich zu überleben. Deswegen war es der richtige Schritt, hier an eine Reform zu denken.