Marcel Sabitzer: "Das muss man akzeptieren"
Der ÖFB-Legionär spricht über das Nationalteam, seinen Wechsel zu Borussia Dortmund und die Zeit in Manchester.
Marcel Sabitzer, Legionär bei Borussia Dortmund, sprach in einem Interview über...
... das Spiel gegen Moldau: "Ich mag es generell nicht, auf der Bank zu sitzen. Das habe ich ihm natürlich auch mitgeteilt, dass ich trotzdem spielen will. Aber er hatte Ideen. Das muss man auch akzeptieren und respektieren.[..] Man darf aber nicht sagen, dass es an uns lag, weil wir nicht von Anfang an gespielt haben. Heutzutage ist kein Spiel mehr leicht. Jeder kämpft, jeder läuft, spielt körperlich stark. Es ist kein Selbstläufer. Wenn du viel wechselst und vielleicht auch die Spannung nicht ganz hoch ist, kommt so etwas dabei raus."
... die Anfänge beim BVB: "Sie haben sich mit mir befasst, sie haben mir in unseren Gesprächen gesagt, dass sie mich in der Rolle eines Führungsspielers sehen. Sie erwarten einiges, und natürlich ist auch Druck da. Die Erwartungshaltung ist groß. Aber ich bin dem schon gewachsen und traue mir das zu. Wir müssen jetzt erst mal eine Serie starten, dann wird es für mich und alle anderen immer besser. Am Anfang einer Saison läuft es nicht immer, wenn du neu kommst. Das ist eine Wunschvorstellung, manchmal dauert es ein bisschen."
... die Kritik in den letzten beiden Saisonen: "Ich war immer von mir selbst überzeugt und wusste, was ich kann. Aber wenn von außen viel einprasselt und du nicht richtig im Rhythmus bist, ist es halt nicht so einfach. Wenn ich Vertrauen verspüre, mich wohl fühle, dann kann ich gut spielen. Das ist hier beim Nationalteam und beim Verein gegeben. Wenn die Erwartungshaltung groß ist und es nicht so läuft, gibt es immer viel Rumgeschreibe. Das ist ja auch logisch und muss man akzeptieren, aber es ist trotzdem nicht immer einfach. Deshalb: Besser, wenn positiv geschrieben wird, man viel und gut spielt, dann ist alles einfacher."
... die Erwartungshaltung beim BVB und im ÖFB-Team: "Klar ist es für Österreich etwas anderes. Du spielst für dein Land, das ist noch mal größer. Es ist einem bewusst, was das mit sich bringt, dass man Vorbild ist, vorangehen muss, die Neuen integrieren und ihnen zeigen, wie es läuft. Das mache ich gerne. Ich habe Spaß daran, mit David und Marko das Ding in die Hand zu nehmen."