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WM in Qatar: Offizielle Hotels lehnen Homosexuelle ab

Journalisten gaben sich für TV-Sender als schwules Pärchen aus und wurden in offiziellen Hotels der WM 2022 in Qatar als Gäste abgelehnt.

Der Sport steht öfters für seinen Umgang mit Diktatoren und der Menschenrechtslage in Veranstalterländern von Großereignissen in der Kritik, so auch die FIFA hinsichtlich der WM in Qatar. Das Land wird schon länger unter anderem wegen der Menschenrechtslage kritisiert, punkto LGTBQI+-Rechte auch zurecht: Homosexualität gesetzlich verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft.. Eine gemeinsame Recherche der drei TV-Sender NRK (Norwegen), DR (Dänemark) und SVT (Schweden) zeigt das. Journalisten hatten sich als schwules Paar ausgegeben und wollten bei den 69 offiziellen WM-Hotels ein Zimmer buchen.

59 Hotels antworteten auf die Anfrage, drei lehnten sie direkt ab. 20 weitere Hotels wollten nicht, dass die Gäste ihre Homosexualität offen zeigen. Nur 33 Hotels hatten keine Einwände. Konfrontiert damit, teilte die FIFA laut Agenturen mit: "Die FIFA wird dafür sorgen, dass die genannten Hotels erneut auf unsere strengen Anforderungen in Bezug auf einen diskriminierungsfreien Empfang der Gäste hingewiesen werden. Hotels und anderen Dienstleistern, die mit der WM in Verbindung stehen, wird der Vertrag gekündigt, wenn sie die hohen Anforderungen der Organisatoren nicht erfüllen."

 

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