Nach Böller-Wurf: Klare Worte von Ried-Geschäftsführer Roland Daxl
Nach der Aufregung rund um den Böllerwurf beim Spiel SKU Amstetten gegen die SV Ried äußert sich nun SVR-Geschäftsführer Roland Daxl.
In der zweiten Halbzeit beim Zweitligaspiel zwischen dem SKU Amstetten und der SV Ried fiel zunächst ein Innviertler Anhänger in den Innenraum, wenig später wurde ein Böller gezündet. Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin die Partie. Geschäftsführer Roland Daxl meinte am Montag dazu: "So etwas kann unsere ganze Arbeit zunichte machen. Ich habe null Verständnis dafür. Wir werden Maßnahmen setzen und die Behörden bei der Aufklärung voll unterstützen."
Ein Ried-Fan betonten zudem auf Twitter, dass es sich bei dem Schuldigen nicht um ein Fanclub-Mitglied handelte und die organisierte Szene Böllerwürfe verurteilt.
*Update* Montagmittag wendete sich die SV Ried per Aussendung an die Öffentlichkeit:
Das Auswärtsspiel der SV Guntamatic Ried am 8. März gegen Amstetten wurde in der 85. Minute für fünf Minuten unterbrochen. Ein Knallkörper war in Nähe des Schiedsrichterassisten vor dem Fansektor der SV Ried-Fans explodiert. Dazu eine Stellungnahme des Präsidiums der SV Guntamatic Ried:
Das Regulativ sieht die Möglichkeit vor, dass bei Wurfgegenständen das Spiel auch abgebrochen werden kann. Alleine der Umstand, dass der Assistent glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen ist, gab dem Schiedsrichter die Möglichkeit, das Spiel fortzusetzen. Ein Abbruch hätte eine Strafverifizierung mit 3:0 gegen die SV Guntamatic Ried zur Folge gehabt.
Das Präsidium der SV Guntamatic Ried verurteilt den Vorfall auf Schärfste. Bei aller Emotion, die mit Fußballspielen und dem Titelkampf verbunden sind, kann nach solchen Vorfällen nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden.
Zudem rücken solche Vorfälle die herausragende Unterstützung der Anhänger in ein falsches Licht. Mit den Fangruppenvertretern ist daher noch in dieser Woche ein Treffen geplant, um den Knallkörperwurf zu erörtern. Das gemeinsame Ziel muss sein, dass sich die Mannschaft ohne negative Einflüsse und mit Unterstützung des gesamten Umfeldes auf die verbleibenden Spiele konzentrieren kann.
Der Vorfall wird auch von der Bundesliga behandelt. „Wir gehen davon aus, dass wir als Verein eine empfindliche Geldstrafe erhalten werden. Wir prüfen daher auch Stadionverbote und Regressansprüche gegen den Knallkörperwerfer“, erklärt SVR-Präsidiumsmitglied Rechtsanwalt Robert Tremel. „Ich lade aber den Knallkörperwerfer ein, sich direkt mit mir in Verbindung zu setzen, um gemeinsam den Vorfall aufzuarbeiten. Als Anwalt kann ich ihm Verschwiegenheit zusichern, dass seine Daten nicht an Behörden weitergegeben werden.“