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Gehaltsverzicht: So wollen Peschek und Barisic Rapid durch die Krise bringen

Die grün-weißen Geschäftsführer Zoran Barisic und Christoph Peschek geben eine gemeinsame Erklärung ab und verkünden, auf einen Teil der eigenen Gehälter zu verzichten.

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Die Erklärung der Rapid-Geschäftsführer Zoran Barisic und Christoph Peschek im Wortlaut: 

 

Aktuell befinden wir uns in einer Ausnahmesituation, die wir in dieser Form wohl alle noch nie erlebt haben. Im Mittelpunkt steht die Gesundheit der Menschen, dementsprechend sind die Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung des Corona-Virus wichtig und wir unterstützen sie mit all unseren Möglichkeiten.

Als Geschäftsführung ist uns das Wohl der Rapid-Gemeinschaft sehr wichtig, deshalb appellieren wir an all unsere Fans, Partner und MitarbeiterInnen: Bleibt zuhause und passt auf euch auf! Es ist nun unsere Pflicht, den SK Rapid bestmöglich durch diese herausfordernde Zeit zu führen, um die Zukunft des Vereins sicherzustellen. Wir wurden gegründet, um Fußball zu spielen und da wir dies aktuell nicht können, fehlt uns die Geschäfts-Grundlage. Als Verein, der den höchsten Zuschauerschnitt aufweist und die Massen begeistert, bedeutet die Absage der Fußballspiele einen großen wirtschaftlichen Schaden – nicht nur aufgrund fehlender Einnahmen aus Ticketverkäufen, sondern auch im Hinblick auf viele weitere Faktoren. Das betrifft mögliche Folgewirkungen hinsichtlich des europäischen Bewerbs und Transfermarkts, der TV-Gelder und Business Partnerschaften sowie weiterhin ausbleibender Einnahmen, die wie ein Damoklesschwert über uns schweben.

"Wir werden weiter mit vollem Einsatz für unseren Verein da sein, aber für die Dauer der Krise auf einen wesentlichen Teil unserer Gehälter verzichten, denn wir tragen den SK Rapid im Herzen."

Zudem sind wir auch ein Wirtschaftsbetrieb und tragen als solcher eine große Verantwortung. Insgesamt erwirtschaften wir nicht nur eine Bruttowertschöpfung für unsere Heimatstadt Wien von rund 48 Millionen Euro im Jahr, sondern sichern wir außerdem knapp 700 Arbeitsplätze in Wien, die (un)mittelbar auf Rapid und seine Fans zurückzuführen sind. Vom Nachwuchstrainer bis zum Physiotherapeuten, vom Spieler bis zur Ticketverkäuferin: Sie alle wie auch unsere Partner und Lieferanten stehen nun an oberster Stelle und wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen, um den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Deshalb läuft der SK Rapid derzeit im Notbetrieb und wir unternehmen alles, um unsere laufenden Kosten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Nun prüfen wir weitere Optionen im Rahmen der Maßnahmen der Bundesregierung und arbeiten auch gerade an der Einführung der Kurzarbeit.

Als Geschäftsführer nehmen wir uns von den notwendigen Maßnahmen nicht aus und möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Wir werden weiter mit vollem Einsatz für unseren Verein da sein, aber für die Dauer der Krise auf einen wesentlichen Teil unserer Gehälter verzichten, denn wir tragen den SK Rapid im Herzen und wollen sicherstellen, dass wir sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um diese Situation zu meistern: „Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.“ ist nun wichtiger denn je und mit vereinter Kraft werden wir als Gemeinschaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen! Wir bedanken uns auch beim Trainerteam und bei unserem Spielerrat um Kapitän Stefan Schwab für die Bereitschaft zur Unterstützung. Wir sind sehr zuversichtlich, diese Unterstützungsaktion unserer Spieler und Betreuer aus dem Profibereich in den nächsten Tagen finalisieren zu können.

 

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