Fußballergewerkschaft: Kurzarbeit "hängt vom Goodwill der Spieler ab"

Die Fußballergewerkschaft rät den Spielern und Vereinen zur Corona-bedingten Kurzarbeit.

Die Ligapause stellt die Klubs vor große Herausforderungen. Für die Fußballergewerkschaft Vereinigung der Fußballer (VdF) ist das von der Regierung vorgeschlagene System der Kurzarbeit ein gangbarer Weg. "Wir haben den Spielern klar gesagt, es ist ihr höchstpersönlicher Bereich, jeder muss für sich selbst entscheiden, was er tut. Aber grundsätzlich empfehlen wir es und bewerten es positiv, dass Spieler ihren Verein in einer so schwierigen Phase unterstützen", erklärt Gernot Zirngast von der VdF. 

 

Kurzarbeit annehmen

Allerdings können die Spieler durch die Verträge - befristet und unkündbar - nicht verpflichtet werden: "Es hängt vom Goodwill der Spieler ab. Wir haben auch vollstes Verständnis dafür, dass Spieler, deren Vertrag am 31. Mai 2020 endet, keine Interesse an Kurzarbeit haben." Zirngast warnt aber eindringlicher vor der präkeren Lage: "Das Worst-Case-Szenario ist, dass es ein Verein nicht übersteht und er Insolvenz anmelden muss." Das Modell der Kurzarbeit des AMS sieht bei bis zu 1.700 Euro Nettoeinkommen ein Entgelt von 90 Prozent des bisherigen Gehalts vor, bei bis zu 2.685 Euro sind es 85 Prozent und ab 2.686 Euro sind es 80 Prozent.

Zirngast verweist weiters auf die besondere Situation der Kicker: "Es ärgert mich immer, wenn es heißt, die Fußballer in Österreich sind so reich. Viele von ihnen bekommen nicht mehr als Angestellte, wie eine VdF-Studie im Vorjahr gezeigt hat."