FIFA sucht Lösung für Vertragsprobleme bei verlängerter Saison
Die Corona-Krise stellt die Klubs nicht nur vor wirtschaftliche, sondern auch juristische Probleme. In Österreich ist das bei auslaufenden Verträgen kein grobes Problem.
Laut internationalen Medienberichten befasst sich die FIFA mit dem Gedanken, die Fußballsaison zu verlängern. Das geht aus Medienberichten hervor, die aus internen Dokumenten zitieren. Doch was passiert mit den Spielerverträgen, die in der Regel zum 31. Mai oder 30. Juni auslaufen? National sei das kein großes Problem, wie der auf Sport- und Arbeitsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Wolfgang Rebernig gegenüber der 'APA' betont. In Österreich sei ein Passus Usus, dass ein Spielervertrag bis zum letzten Pflichtspiel gelte: "Bei solchen Verträgen gibt es keine Rechtsunsicherheit."
Leihverträge?
Ein größeres Problem könnten Leihverträge darstellen. Bis auf Rapid und Salzburg haben alle Klubs der Bundesliga Spieler ausgeliehen. Die FIFA müsse eine Ausnahmeregelung dafür schaffen, dann würden Verbandsregeln die Verträge zwischen den zwei Vereinen bzw. dem Spieler overrulen. Laut der Nachrichtenagentur 'Reuters' sieht der Weltverband Folgendes vor: ""Im Fall von überschneidenden Saisonen und/oder Anmeldefristen, und sofern nicht alle Parteien etwas anderes vereinbaren, sollte dem ehemaligen Verein Vorrang eingeräumt werden, um seine Saison mit seinem ursprünglichen Kader zu beenden, um die Integrität einer nationalen Meisterschaft zu gewährleisten."
Im Sommer auslaufende Verträge würden insgesamt dazu führen, dass der Spieler dem bisherigen Klub noch zur Verfügung stünde. Ein weiteres Problemfeld wären aber jene Spieler, die bereits einen neuen Vertrag unterschrieben hätten. Spielerberater und Jurist Max Hagmayr geht aber davon aus, dass diese dann auch noch an den alten Verein gebunden wären - hier brauche es Solidarität. Diese braucht es generell. Die FIFA geht davon aus, dass die Ligen nämlich unterschiedlich schnell wieder starten.