Barnsley-Coach Struber sieht "kein Licht am Ende des Tunnels"

Der Ex-WAC-Trainer und nunmehrige Coach des englischen Championship-Klubs Barnsley weilt auf Heimaturlaub und glaubt nicht an eine baldige Rückkehr in ein volles Stadion.

Erst gestern verkündete der britische Premier Boris Johnson weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die in vielen Ländern Europas schon länger zum Tragen kommen. Die Verbreitung des Corona-Virus auf den britischen Inseln wird wohl zeitverzögert rapide ansteigen. Barnsley-Trainer Gerhard Struber gibt sich im Gespräch mit der 'APA' keinen Illusionen hin: "Ich sehe im Moment überhaupt kein Licht am Ende des Tunnels, dass die Meisterschaft in dem Jahr fertiggespielt wird." Den bisherigen Weg beschreibt er als "Laissez-Faire-Führungsstil", weswegen es "wohl in den nächsten Wochen zu einem rasanten Anstieg von Erkrankungen kommen" werde.

 

"Corona macht den Fußball klein"

Gerade im englischen Klubfußball geht es um sehr viel Geld. Struber hat demnach sogar Verständnis, wenn möglichst rasch wieder gespielt werden will. "Ich verstehe die Vereine und TV-Partner, dass sie aus wirtschaftlicher Sicht die Saison mit aller Macht zu Ende spielen wollen. Aber der Coronavirus ist etwas, was den Fußball gerade so klein macht, dass ich mir total schwer vorstellen kann, dass das sauber zu Ende gebracht werden kann." Zudem sei das Gesundheitssystem eher dem italienischen ähnlich, welches in Norditalien kolabierte."

Während seine Kicker mit modernen Kommunikations- und Techniktools fit gehalten werden, freut er sich aber über die Auszeit. Der rasche Aufstieg vom WAC in die Championship war intensiv. "Deshalb genieße ich es jetzt einmal, durchzuschnaufen, auch einmal aus der Fußballwelt auszusteigen und Dinge zu machen, die mir persönlich guttun", meint Strber. Abschließend hofft er dennoch, dass es zu einer sportlichen Regelung beim abstiegsbedrohten Arbeitgeber kommt.

 

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