Veränderungen bei Sturm mit Drei-Jahres-Plan
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag skizzierten Sportgeschäftsführer Andreas Schicker und Präsident Christian Jauk, wie es in den kommenden Jahrn mit dem SK Sturm weiter gehen soll.
Die Saison mit dem mittlerweile entlassenen Nestor El Maestro war eine Entttäuschung. "Wir sind mit sehr hohen Erwartungshaltungen in die Saison gestartet, Platz 3 war das erklärte Ziel. Wir hatten sehr viel Einzelqualität im Kader. Wir haben es aber in der ganzen Saison nicht geschafft, dass wir eine Mannschaft werden", erklärt Sportchef Andreas Schicker. Präsident Christian Jauk ergänzt: "Wir haben viel Geld investiert, in meiner Amtszeit haben wir noch nie mehr Geld investiert. Am Ende ist der schlechteste Platz herausgekommen." Nun soll alles anders werden. Nach einer Klausur skizzieren die beiden, wie es beim SK Sturm weiter geht.
Verjüngung
"Vielleicht ist es manchen zu ruhig und zu angenehm. Das werden wir ändern! Ich habe lange genug den Mund gehalten. Ich will, dass jeder Stein umgedreht wird! Jetzt ist der Beginn des Veränderungsprozesses! Ab heute für übermorgen!", erklärt der Präsident durchaus emotional. Er habe in den letzten Wochen Sturm nicht gesehen. Von der Tabelle will man sich nicht blenden lassen, ein Drei-Jahres-Plan soll zum Erfolg führen. Das betrifft auch den Kader. Schicker: "Ich bin kein Freund von einem breiten Kader mit gestandenen Spielern." Verjüngung steht am Programm. Isaac Donkor, Florian Ferk, Thomas Schrammel, Juan Dominguez und Kiril Despodov verlassen den Verein, die Zukunft von Christoph Leitgeb, Thorsten Röcher und Anastasios Avlonitis ist noch ungeklärt, für Otar Kiteishvili gebe es lose Anfragen. "Es wird einen großen Umbruch geben, wir werden jünger werden", meint er, allerdings in gegebenem Tempo, ab September solle keine "Amateur-Mannschaft" am Feld stehen. Aber: "Ein falscher Transfer ist schlimmer als kein Transfer. Das haben wir in der Vergangenheit gelernt."
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Einheitliche Spielidee, Kooperation mit Kapfenberg
"Wir werden in Graz den Fußball nicht neu erfinden. Das Umschaltspiel ist eine wesentliche Phase, wir brauchen im Offensivfußball mehr mutige Lösungen", erklärt Schicker weiter. Das Feinkonzept soll der neue Trainer machen. Dieser wird übrigens nicht Rene Aufhauser heißen - der Co von Meister Salzburg sagte ab. Die Durchgängigkeit von der Jugend über die Amteure zur Kampfmannschaft soll auch mit einer neuen Kooperation mit Kapfenberg sicher gestellt werden: "Ein Kooperationsspieler an sich ist ein Riesenvorteil, weil er jederzeit wieder zurückgeholt werden kann. Es freut mich, dass wir eine Verbindung in die Obersteiermark herstellen."
Falken-Boss Erwin Fuchs sagt dazu: "Eine gute Nachwuchsarbeit hat uns ja immer ausgezeichnet. Unser Stadion ist momentan nicht bundesligatauglich, wir könnten gar nicht aufsteigen. Auch das hat mich dazu bewogen, zu sagen, dass die Jugendlichen die Chance bekommen sollen, in der höchsten Liga zu spielen." Somit ist auch der KSV Teil des Sturm-Plans für die nächsten drei Jahre. Nun gibt es aber noch das wichtigste Thema, wie Jauk meint. Die Trainerfrage: "Das sportliche Konzept muss ja noch um einen der wichtigsten Bausteine erweitert werden – den Cheftrainer. Der Rahmen ist mit dem Trainerteam in Einklang zu bringen. Deswegen ist die Trainerfrage tendenziell wichtiger als in den letzten Jahren."