Neuer Ansatz: Rapid-Fanszene von Reaktionen auf sexistisches Transparent geschockt

Stefan Singer, im Rapid-Präsidium für Fanangelegenheiten zuständig, erklärt, dass die Fanszene der Hütteldorfer von den Reaktionen auf das sexistische Spruchband Mitte Juni überrascht war und kündigt Änderungen an.

"Die Reaktionen in der Öffentlichkeit waren für die Fanszene ein echtes Schockerlebnis", sagt Stefan Singer im 'Kurier'. er ist im Rapid-Präsidium unter anderem für Fanangelegenheiten zustängig. Auf das sexistische Spruchband beim 0:1 gegen den TSV Hartberg folgte ein umstrittenes Interview von Geschäftführer Christoph Peschek, berechtigte Aufregung on- und offline, Sponsoren drohten mit der Aufkündigung von Verträgen. Singer betont, dass das Transparent "nicht böse gemeint" war.

 

Schaden angerichtet

Der Schaden wäre nun da und man möchte daraus lernen. Darum werde der alte Edligner-Ansatz, dass alles erlaubt sei, was gesetzlich nicht verboten ist, über Bord geworfen und das Leitbild in den Mittelpunkt gestellt. Dort heißt es etwa: "Der SK Rapid ist offen. Menschliche Vielfalt war und ist der Motor unseres Erfolgs. Deshalb, und aufgrund unserer sozialen Verantwortung für eine offene Gesellschaft, kann jeder Mensch, der das Wohl Rapids in den Vordergrund seines Denkens und Handelns stellt, Rapidler sein. Egal welchen Geschlechts, egal welcher Herkunft oder Schicht, und unabhängig von seiner Lebensweise."

Singer verspricht, dass "die Meinungsfreiheit garantiert bleibt, aber es gibt ehtische Grundsätze, die künftig verstärkt beachtet werden müssen. Ich verspreche, dass Diskriminierung und Gerechtigkeit verstärkt thematisiert werden." Dass es dennoch zu Vorfällen kommen kann, sei aber fast unumgänglich, Rapid setze auf das Schaffen von Akzeptanz - wie damals, als Rechtsextreme die Fantribüne unterwandern wollten. Er schließt: "Rapid soll kein Hochglanzprodukt werden." Der Fußballplatz als Ort, an dem Druck auch abgelassen werden könne, solle auch ein Fußballplatz bleiben.

 

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