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ÖFB-Frauenteam startet gegen die Schweiz in das Länderspieljahr

Das Frauen-Nationalteam absolviert am Freitag im Rahmen des Lehrgangs in Marbella (ESP) das erste von zwei freundschaftlichen Länderspielen gegen die Schweiz. (Text: ÖFB)

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Die Begegnung mit den Eigenossinnen im Estadio Municipal de Marbella wird um 19:00 Uhr angepfiffen. Die ausführlichen Highlights und Stimmen zum Spiel gibt es am Samstag auf ÖFB TV.

Für Sarah Puntigam wäre ein Einsatz am Freitag ihr 100. im ÖFB-Teamdress. Vor ihr haben nur die beiden ÖFB-Rekordnationalspieler Nina Burger (109) und Andreas Herzog (103) diese Marke erreicht. Anders als bei ihrem ersten Länderspiel - vor fast genau elf Jahren, am 4. März 2009, gegen Wales (2:1) - ist die 27-Jährige aus Raning diesmal nicht mehr nervös, aber: "Die Vorfreude ist groß. Es ist etwas Besonderes und eine Ehre, so oft für sein eigenes Land auflaufen zu dürfen", sagt die Defensiv-Allrounderin vom französischen Erstligisten Montpellier.


"Strategische Vorausrichtung"


Die Chancen, dass ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer auch am Freitag auf "Dauerbrennerin" Puntigam, die 81 der letzten 82 möglichen Länderspiele absolviert hat, zurückgreift, stehen gut. Zumal der Teamchef während der Trainingswoche in Andalusien bereits mehrmals die Bedeutung des Testspieldoppels im Hinblick auf den bevorstehenden EM-Quali-Schlager am 14. April gegen Frankreich ( ›Tickets: 2+1 GRATIS!) betont hat:  "In den beiden Spielen geht es für uns ganz klar um die strategische Vorausrichtung für das Frankreich-Spiel." Die Schweiz - gespickt mit Toplegionärinnen wie Ramona Bachmann (Chelsea/106 Länderspiele/49 Tore) oder Ana-Maria Crnogorcevic (Barcelona/117/57) - verfüge über hohe spielerische Qualität und zähle seit Jahren zu den besten 20 Teams der Welt, sagt Thalhammer. "Wir wollen die Möglichkeit, gegen eine Top-Nation taktische Feinheiten herauszuarbeiten zu können, nutzen und schlussendlich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gegen Frankreich etwas holen zu können."

Der Schwung aus der EM-Qualifikation, in der die Österreicherinnen derzeit mit vier Siegen und 16:0-Toren die Gruppe G anführen, dürfe nicht verloren gehen. "Wir brauchen auch weiterhin den Mut, jene Dinge umzusetzen, die wir uns in den letzten Monaten angeeignet haben", unterstreicht der Teamchef, dass sich die grundlegenden Prinzipien nicht verändern werden.


Schweizerinnen haben Ausfälle zu beklagen


Mit den Weltranglisten-19. Schweizerinnen, bekam es das Frauen-Nationalteam (FIFA 21.) zuletzt im Eröffnungsspiel der UEFA Women's EURO 2017 zu tun. Damals sorgte Nina Burger in Deventer für den 1:0-Sieg der ÖFB-Auswahl, die dann erst im Semifinale an den von Nils Nielsen trainierten Däninnen scheiterte. Nielsen ist seit dem Abgang von Martina Voss-Tecklenburg im vergangenen Sommer nunmehr Cheftrainer der Schweizer "Nati". 

Vom schweizerischen EM-Kader sind jedoch nicht mehr ganz so viele Spielerinnen übrig, wie auf Seiten der Österreicherinnen. So beendeten u.a. Caro Abbe und Martina Moser ihre Teamkarrieren. Rahel Kiwic, in Potsdam Teamkollegin von Sarah Zadrazil und Marie-Therese Höbinger, ist nach einem Kreuzbandriss rekonvaleszent. Auch für das Hoffenheim-Trio (Billa, Naschenweng, Wienroither) und das Arsenal-Duo (Schnaderbeck, Zinsberger) kommt es zu keinem Klubduell: TSG-Innenverteidigerin Luana Bühler ist verletzungsbedingt ebenso nicht mit dabei, wie Arsenal-Strategin Lia Wälti.

Die Chance auf ein klubinternes Duell bietet sich aber immerhin noch für Laura Feiersinger, Barbara Dunst und Yvonne Weilharter, die es auf dem Feld mit ihren Frankfurter-Teamkolleginnen Geraldine Reuteler und Sandrine Mauron zu tun bekommen könnten sowie für Virginia Kirchberger, die Naomi Megroz (SC Freiburg) gegenüberstehen könnte.

Die bisherige ÖFB-Bilanz in offiziellen Länderspielen gegen die Schweizerinnen ist negativ. Zwei Siegen stehen ein Remis und fünf Niederlagen gegenüber.

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