Frauen-Euro von 2021 auf 2022 verschoben
Die UEFA Women's EURO 2021 in England wird um ein Jahr verschoben und findet von 6. bis 31. Juli 2022 statt. Das hat das UEFA-Exekutivkomitee am Donnerstag bestätigt. Ziel sei es, die ursprünglich vorgesehenen Spielorte beizubehalten. (Text: Aussendung ÖFB)
Auf dem Weg zur UEFA Women's EURO in England führt das Frauen-Nationalteam die Gruppe G der derzeit unterbrochenen EM-Qualifikation vor Serbien (9 Punkte) an. Die Elf von ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer hat nach vier Siegen aus vier Spielen zwölf Punkte und 16:0 Tore zu Buche stehen.
Die Duelle mit Gruppenfavorit Frankreich (6 Punkte) stehen aber noch aus und werden voraussichtlich frühestens in den Länderspielfenstern im Oktober bzw. November 2020 über die Bühne gehen. Nähere Informationen, darunter etwaige Änderungen am Spielkalender oder der Name des Turniers, wird die UEFA zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Stimmen
ÖFB-Präsident Leo Windtner: „Mit der Verschiebung der UEFA Women’s EURO auf 2022 ist gewährleistet, dass das Turnier und die Teilnehmerinnen jenen Stellenwert und jene Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zusteht. Die Endrunde in England wird einen neuen Meilenstein im Frauenfußball setzen. Dominik Thalhammer wird mit den Spielerinnen und dem Betreuerteam alles daransetzen, um Österreich bei der EM zu vertreten – wenn auch jetzt ein Jahr später.“
ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer begrüßt die Entscheidung der UEFA: "Angesichts der Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Corona-Virus war die Verschiebung der UEFA Women's EURO die beste Lösung. Auch wenn dadurch unser großes Ziel wieder in etwas weitere Ferne gerückt ist, bin ich überzeugt, dass die Vorteile überwiegen. Alle unsere Spielerinnen sind im besten Fußball-Alter, einige unserer Talente haben erstmals aufgezeigt und nun bekommen wir durch die Verschiebung mehr Zeit, die nächsten Schritte in unserer Entwicklung zu machen. Zeit ist gerade auf Nationalteam-Ebene viel wert ist. Zudem ist Zeit auch in Bezug auf die Eindämmung des Virus ein wichtiger Faktor. Denn die Chance eine Endrunde mit vollen Stadien und positiver Stimmung auf den Rängen zu erleben, ist mit der Verschiebung jedenfalls deutlich gestiegen."
Auch für ÖFB-Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck war die Verschiebung eine logische Konsequenz der Entwicklungen im europäischen Fußball. "Es war nur sinnvoll, nach der EM-Endrunde der Männer auch die Women's EURO zu verschieben, um die größtmögliche Aufmerksamkeit für das Turnier sicherzustellen. Auch für unser Team kann das zusätzliche Jahr bis zu einer möglichen EM-Teilnahme nur positiv sein. Vor allem wenn man berücksichtigt, welche großen Entwicklungsschritte wir alleine in den vergangenen Monaten wieder gemacht haben und wie viele Talente gerade erst dabei sind, den Sprung ins Frauen-Nationalteam zu schaffen. Wir werden die 'gewonnene' Zeit optimal nutzen, um unsere Spielidee zu festigen, neue Ansätze zu entwickeln und als Team noch weiter zusammenzuwachsen."