2. Liga-Sponsor würde Ligaabbruch verstehen

Der Namensgeber der 2. Liga, HPYBET, würde einen Abbruch der 2. Liga verstehen. Das erklärt er einen Tag vor der entscheidenden Sitzung der Gremien gegenüber der 'APA'.

"Wenn man sich Statistiken anschaut, sieht man, dass mehr als 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung Fußballfans sind oder Interesse am Fußball haben. Das heißt, den gesellschaftlichen Aspekt, dass die Leute einmal was anderes zum Reden haben als Arbeitsverlust, Wirtschaftskrise und Todesfälle darf man nicht unterschätzen", erklärt Andreas Köberl, Geschäftsführer von Hpybet gegenüber der 'APA'. Er schließt daraus: "Es ist ein großer Unterschied ob ich zwölf Vereine durchdrücke und einen positiven gesellschaftlichen Effekt habe oder ob ich 28 Vereine durchdrücke, wovon 16 dann wahrscheinlich massiv wirtschaftlich kämpfen. Ich gehe davon aus, dass die 2. Liga nicht fertiggespielt wird, und ein Abbruch würde auch Sinn machen."

 

Einblicke

Der Bewerbssponsor glaubt, dass man keinen großen Reputationsschaden aus der Situation haben wird. Wie mit den Geldbeträgen umzugehen ist, ist teilweise noch offen: "Dadurch, dass nichts läuft haben wir wenig Druck, dass wir Sponsoringsummen trotzdem zahlen müssen. Wir haben einen Teil schon vorgeleistet, das wird auch nicht zurückverlangt. Die Rechnungen für April und Mai haben wir jetzt einmal ausgesetzt." Im Herbst solle dann mit einem "sinnvollen" Programm wieder gespielt werden. Natürlich auch nicht einfach für den Wettanbieter, der "95 Prozent" Umsatz in den letzten Wochen einbüßte, in den Jahren zuvor auf starkes Wachstum setzte.

Punkto Aufstieg wird vonseiten der Bundesliga übrigens auch diskutiert, ob Ried und Klagenfurt, die beiden Führenden, aufsteigen können. Eine Aufstockung kann nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Rahmen einer Bundesliga-Hauptversammlung beschlossen werden, auch das ÖFB-Präsidium müsste zustimmen.

 

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