Jürgen Werner: "Wir sind dabei, um zu punkten"
LASK-Vizepräsident spricht im Interview über die Ziele in der Europa League und in der Meisterschaft.
Jürgen Werner, Vizepräsident des LASK, spricht in einem Interview mit laola1.at über...
... die Ziele in der Gruppenphase: "Wir wollen uns in jedem Spiel so teuer wie möglich verkaufen. Wir schicken die Mannschaft sicher nicht mit der Vorgabe auf den Platz, die Spiele zu genießen. Wir sind dabei, um zu punkten. Keiner im Verein geht mit der Meinung in die Gruppenphase, dass wir eh schon alles erreicht haben und die kommenden Spiele nur eine Zugabe sind. Für die Spieler gilt das ohnehin nicht. Die sind extrem hungrig und ehrgeizig. Die ärgern sich heute noch grün und blau, dass sie in Brügge den Sprung in die Champions League nicht geschafft haben. Andererseits hält sich die Anspannung beim Verein vor den internationalen Spielen in Grenzen. Da ist es wichtiger in der Punktejagd unter die ersten sechs zu kommen. Dennoch, wir wollen in Europa auf keinen Fall einen Punktelieferanten abgeben, sondern mitnehmen, was wir bekommen können."
... die Möglickeit, das der LASK unterschätzt wird: "Damit rechne ich fix. Ich glaube auch, wenn man das Brügge-Spiel in Linz gesehen hat, da haben wir in den ersten acht Minuten drei Großchancen gehabt, die haben nicht gewusst, wie ihnen geschieht. Der Trainer der Belgier war außer sich, doch dann ist leider das unglückliche Elfmeter-Foul passiert. Dabei war ich mir sicher, dass wir dieses Heimspiel gegen Brügge gewinnen. Der Elfer hat uns dann aber den Stecker gezogen."
... die weiteren Ziele in der Meisterschaft: "Auf jeden Fall. Der Hebel in Österreich – auch das zeigt Red Bull Salzburg großartig vor – ist es ja nicht nur, einen tollen Sponsor zu bekommen. Die Leibchen und Banden sind ja eh schon voll. Die drei Hebel lauten: Neues Stadion, wo ein Klub noch einmal einen Quantensprung machen kann. Dank des Hospitality-Bereichs und des Fassungsvermögen kann in einem modernen Stadion mehr verdient werden – daran arbeiten wir. Der zweite Punkt ist das Erreichen einer Gruppenphase, was uns gerade passiert ist und dann bleiben noch die Spielerverkäufe. Die beiden Punkte hängen zusammen. Wenn wir in der Gruppenphase spielen, dann erzielen die Spieler logischerweise andere Preise als wenn sie nur gegen Mattersburg und die Admira auf das Feld laufen. Daher muss es unser Ziel sein, in den Top-Fünf in der Bundesliga zu sein, da meistens fünf Vereine für den Europacup qualifiziert sind. Da müssen wir uns festkrallen. Wenn wir das mit dem Budget so hinkriegen und mit dem neuen Stadion alles so läuft, wie wir das planen, dann sind wir aus den Top-Sechs in der Liga nur schwer wegzukriegen. Es wird dann vielleicht einmal auch so passieren wie zuletzt bei Rapoid, dass wir Siebter werden. Das kann auch einmal passieren, wenn alle anderen super drauf sind, aber im Endeffekt muss es unser Ziel und Anspruch sein, regelmäßig an das Tor der Gruppenphase in Europa anzuklopfen und so unsere Preise zu steigern, den UEFA-Koeffienzten zu verbessern und dann irgendeinmal gesetzt zu sein. Darauf müssen wir hinarbeiten."