Frauen-ÖFB-Team startet in die Euro-Quali

Für das Frauen-Nationalteam startet am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Nordmazedonien die Qualifikation für die UEFA Women's EURO 2021. Anpfiff der Begegnung in der BSFZ-Arena, Maria Enzersdorf, ist um 18:00 Uhr. ORF 1 überträgt den Quali-Auftakt live. (Text: Presseinfo ÖFB)

Für die Österreicherinnen ist es das erste Pflichtspiel seit 364 Tagen. Am 4. September 2018 gab es zum Abschluss der WM-Qualifikation ein souveränes 4:1 gegen Finnland in Wiener Neustadt. Seither testeten die Österreicherinnen fast vorwiegend gegen Teams aus der Weltspitze. Unter anderem spielte das Frauen-Nationalteam 1:3 beim Weltranglistenzweiten in Deutschland und verlor zuhause gegen die WM-Halbfinalisten England (0:3) und Schweden (0:2). Aber auch ergebnistechnische Erfolgserlebnisse, wie das 4:1 über Afrika-Meister Nirgeria im Rahmen des Cyprus Women's Cup 2019 begleiteten den Entwicklungsprozess der ÖFB-Elf.

 

"Intensives Jahr"

"Hinter uns liegt ein intensives Jahr, begleitet von vielen Veränderungsprozessen. Wir sind überzeugt, dass wir die richtigen Schritte gesetzt und das Team auf das nächste Level gebracht haben. Das wollen wir morgen unter Beweis stellen", so ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer, vor dem Quali-Auftakt am Dienstag.

"Es ist unser vorrangiges Ziel, bei dieser EURO dabei zu sein. Wir haben schon einmal bewiesen, was alles möglich ist", so Thalhammer. Gegen Nordmazedonien zähle nur ein Sieg: "Wir sind klar in der Favoritenrolle. Es sind Geduld, Beharrlichkeit und Intensität gefragt. Wenn wir uns qualifizieren wollen, müssen wir die schwächer gerankten Teams schlagen." Der Teamchef hofft in der Südstadt auf die gewohnt zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Rängen: "Wir wollen die Fans wieder begeistern."

 

70. Länderspiel für Schnaderbeck

ÖFB-Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck, die vor ihrem 70. Länderspiel steht, blickt dem Quali-Auftakt voller Vorfreude entgegen. "Das ganze Team freut sich, dass es endlich wieder um Punkte geht, und dann auch noch in der Südstadt, wo wir uns sehr wohlfühlen." Die Arsenal-Legionärin erwartet einen "defensiv eingestellter Gegner, der die Räume eng macht. Wir müssen unseren Plan geduldig und konsequent verfolgen."

Die Nordmazedonierinnen waren bei der letzten Qualifikation nicht am Start und liegen in der Weltrangliste auf Position 127. Die bekannteste Spielerin ist Natasa Andonova, die schon für Turbine Potsdam, FC Rosengard, FC Barcelona und Paris St. German spielte und aktuell bei Levante unter Vertrag steht.

Im weiteren Verlauf der Qualifikations-Gruppe G bekommen es die Österreicherinnen in diesem Herbst noch auswärts mit Serbien (8.10.), neuerlich mit Nordmazedonien (8.11.) und schlussendlich zuhause mit Kasachstan (12.11.) zu tun. Die beiden Spiele gegen Gruppenfavorit Frankreich (FIFA-4.) finden wie die Rückspiele gegen Serbien (9.6.) und in Kasachstan (22.9.) erst im kommenden Jahr (14.4., 5.6.) statt.

Nur die neun Gruppensieger und die drei besten Zweitplatzierten qualifizieren sich auf direktem Wege für die EM-Endrunde in zwei Jahren in England. Die übrigen Zweitplatzierten müssen ins Playoff und kämpfen dort um drei Tickets.

 

UEFA Women's EURO 2021, Qualifikationsgruppe G

Österreich – Nordmazedonien: Di., 3. September, 18:00 Uhr, BSFZ-Arena, Maria Enzersdorf (live auf ORF 1)