SKN St. Pölten versteht "Paukenschlag" nicht

spusu SKN-General Manager Andreas Blumauer nimmt nach Berichten in diversen Medien zu den Veränderungen in der Sponsorenfamilie des SKN St. Pölten Stellung, besonders zur Reduktion der Engagements der langjährigen Partner Niederösterreichische Versicherung und Hypo Niederösterreich sowie zu den Änderungen der Richtlinien in der Spitzensportförderung der NÖ Landesregierung.

Das negative Eigenkapital wollen wir mittels des Verkaufs junger Talente innerhalb der nächsten 3 Jahre abbauen – also auch hier gibt es einen klaren Fahrplan.

Andreas Blumauer

Die Aussendung des SKN St. Pölten im Wortlaut:

„Als ´Paukenschlag´ kann diese Reduktion nicht bezeichnet werden“, meint dazu General Manager Andreas Blumauer. „Gespräche laufen mit beiden Partnern schon seit geraumer Zeit, und sowohl die NV als auch die HYPO werden trotz einer Reduktion der Sponsorenfamilie des spusu SKN St. Pölten treu bleiben – als sehr wesentliche Partner. Die Reduktion der Spitzensportförderung ist eine politische Entscheidung im Land Niederösterreich, die für uns auch nicht ganz neu ist und nicht ausschließlich auf den spusu SKN St.Pölten reduziert werden kann. Das sind Fakten, die sehr schade sind, mit denen wir aber leben und umgehen müssen, wie auch Präsident Helmut Schwarzl im betreffenden Interview deutlich gemacht hat.“

Zur budgetären Situation meint Andreas Blumauer weiters: „Wir sind nachweislich in den letzten vier Jahren budgetär gewachsen, und dass trotz dem Abgang mancher Sponsoren. Dafür konnten wir wiederum andere Partner für den Verein gewinnen – Beispiel ist das Mobilfunkunternehmen spusu als Haupt- und Presentingsponsor.

Wir haben in den Zeiten des Wachstums in jedem Jahr – bis auf eines – immer Gewinne erzielt. Unsere Strategie ist, keine großen Gewinne zu machen, sondern das Budget - soweit es geht - wieder in die Mannschaft und in Stabilität zu investieren. Diese Entwicklung soll insbesondere auch für junge Spieler gelten – und da sprechen die offiziellen Statistiken klar dafür, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Wir haben dafür auch einen Trainer engagiert, dem die Entwicklung junger Talente besonders am Herzen liegt und der unseren Weg 100%ig mitgeht.“

Der spusu SKN St.Pölten führt nach der aktuellen Meisterschaft die Tabelle der Einsatzminuten österreichischer Talente unter 22 Jahren an. Hinsichtlich der Einsatzminuten österreichischer Spieler belegt man den dritten Platz. Das Durchschnittsalter des Kaders beträgt 25,8 Jahre, wobei mit Robert Ljubicic, Luca Meisl, Ahmet Muhamedbegovic, Christoph Messerer und Noah Steiner insgesamt fünf Spieler 21 Jahre oder jünger sind. Zuletzt wurde der 18-jährige Valentin Lamprecht von Spratzern zu den Profis der Wölfe geholt.

Der General Manager betont, dass sehr vor- und umsichtig gewirtschaftet wird: „Wir sind ein Verein, der keine Schulden und Kredite zu tilgen hat, trotz des negativen Eigenkapitals, das hauptsächlich aus der Vergangenheit stammt. Das negative Eigenkapital wollen wir mittels des Verkaufs junger Talente innerhalb der nächsten 3 Jahre abbauen – also auch hier gibt es einen klaren Fahrplan.

Das Themenfeld Sponsoring hat sich generell in den letzten Jahren aus Sicht des Managers grundlegend verändert: „Das Sponsoring ist heute ein anderes Geschäft geworden, das Mäzenatentum stirbt aus. Heute wird jede Leistung exakt gemessen und bei jedem Engagement müssen die Wertewelten zwischen Verein und Sponsor exakt zusammenpassen. Wenn sich Unternehmen nach Jahren entscheiden, eine andere Sponsoringstrategie einzuschlagen, so ist das zu respektieren. Das passiert immer wieder – nicht nur uns. Unsere Tür ist immer offen für neue Partner und Unternehmen, die den Profi-Fußball in der Landeshauptstadt unterstützen und Teil unserer Sponsorenfamilie werden möchten. Wir bieten mit der hervorragenden Infrastruktur und als Teil der Fußball-Bundesliga viele Möglichkeiten einer fruchtbringenden Partnerschaft. Jede Reduktion von Sponsor-Geldern ist bedauerlich, aber der spusu SKN wird dennoch weiter seinen Weg gehen; und diese Veränderungen werden unser gutes Verhältnis zu unseren langjährigen Partnern, und insbesondere auch zum Land Niederösterreich nicht beeinträchtigen. Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll war und ist ein großer Fußballfan und sein Herzensprojekt war es, den Spitzenfußball in die Landeshauptstadt zu bringen. Wir spüren aber auch das Interesse und die Begeisterung der aktuellen Landesregierung, dass dieser auch hierbleiben soll.“

 

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