Adi Hütter: "Die Situation ist sehr ernst"
Eintracht Frankfurt schlittert gegen Paderborn in die nächste Pleite. Trainer-Export Adi Hütter und Eintracht-Sportchef Fredi Bobic geben dazu klare Statements ab.
Adi Hütter: "Ein verdienter Sieg für Paderborn. Sie hatten kurz nach der Pause dreimal die Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Nach der Umstellung auf zwei Spitzen haben wir versucht, den Ausgleich zu erzielen und den Kampf angenommen. Wir haben nur einmal die Viererkette in dieser Besetzung trainiert. Dafür war es gut. Die Entstehung der Gegentore ist viel zu einfach, da ist dann egal, mit welcher Kette wir spielen. Ich bin zuversichtlich für die Rückrunde, weil einige Spieler retour kommen und wir die Möglichkeit haben, in der Vorbereitung im technisch-taktischen Bereich zu arbeiten. Das gibt mir Zuversicht, um die Mannschaft so auf die Rückrunde vorzubereiten, dass wir wieder ein anderes Gesicht zeigen. Die Situation ist sehr ernst. Wir sind aber noch in drei Wettbewerben dabei. Am Ende des Tages ist die Bundesliga aber das Wichtigste. Wir sind enttäuscht, auch über die letzten Spiele, weil die Ergebnisse nicht gepasst haben."
Fredi Bobic: "In den vergangenen Wochen war es ein Tick zu wenig, dadurch haben wir uns die gute Ausgangsposition von Anfang November verspielt. So kennen wir die Jungs nicht, es waren zu viele individuelle Fehler dabei. Die Mannschaft hat zuletzt nicht gezeigt, was sie kann. Wir suchen jetzt keine Ausreden, die Gründe für die Niederlagen liegen alle bei uns. Es ist keine Qualitätsfrage, sondern eher eine Mentalitätsfrage. Wir haben uns diese Situation selbst eingebrockt. Jetzt gilt es, den Kopf frei zu kriegen, die Winterpause tut uns gut. Ab 2. Januar greifen wir wieder an. Dann müssen wir den Kampf annehmen und Bereitschaft zeigen, um in ruhigere Gefilde zu kommen. Die Jungs haben jetzt in der freien Zeit die Aufgabe darüber nachzudenken, was sie wollen. Wir müssen schauen, dass wir wieder zeigen, was uns stark gemacht hat. Das haben zuletzt eher unsere Gegner gezeigt. Paderborn hat verdient gewonnen."