Trainer Peter Stöger erweist sich für Rapid als Glücksgriff
Als sich sein Engagement in der Gerüchteküche verbreitete, galt dies als Sensation. Wenig später wurde Peter Stögers Rückkehr zu Rapid Wien bestätigt.
Nach wenigen Runden in der Österreichischen Fußball-Bundesliga zeigt sich, dass die Verantwortlichen mit der Fußball-Legende auf das richtige Pferd gesetzt haben.
Nahezu makellose Bilanz zum Start
Die Bilanz von Peter Stöger kann sich sehen lassen. Nach sechs Begegnungen führt seine Mannschaft die Tabelle der Österreichischen Fußball-Bundesliga überlegen an. Der Vorsprung von vier Punkten auf den Verfolger aus Salzburg resultiert aus fünf Siegen und einem Remis. Rapid ist also weiterhin ungeschlagen. Dabei hatte Stöger vor Saisonbeginn noch Platz 5 als Ziel genannt. Doch unter seiner Führung zeigt sich das Team wie ausgewechselt.
Zudem hat die Mannschaft drei Qualifikationsrunden in der Conference League überstanden und den Einzug in die zweite Runde des ÖFB-Cups geschafft. Damit nicht genug: Es gelang dem neuen Trainer auch, einen uralten Rekord von einem seiner zahlreichen Vorgänger zu brechen. Erstmals seit der Gründung der Liga gewann Rapid in den ersten fünf Spielen mehr als 13 Punkte und übertraf damit die alte Bestmarke von Heribert Weber aus dem Jahr 1998.
Vom letzten Titel mit der Austria zum ersten Titel seit langem für Rapid?
Dass dies ausgerechnet dem letzten Meistermacher des großen Rivalen Austria Wien gelang, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Doch Stöger gilt längst über alle Klubgrenzen hinweg als ausgesprochener Experte. Schon als Spieler gelang es ihm als einer von wenigen, bei beiden Mannschaften zu überzeugen, ohne auf Ablehnung zu stoßen. Sein Erfolg gibt ihm Recht, doch vom ersten Titel seit 18 Jahren ist Rapid noch weit entfernt.
Bei den Buchmachern liegt immer noch Red Bull Salzburg an der Spitze der Favoritenliste, doch Rapid Wien befindet sich schon knapp dahinter. Titelverteidiger Sturm Graz liegt vorerst nur auf Platz drei. Für die Branche ist der neu entfachte Titelkampf die beste Werbung, die sich die Buchmacher wünschen können.
Guter Start mit knappen Siegen
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Die Erfolgsserie hat beim Erfolgstrainer bereits zu einem Schlafdefizit geführt, wie er in einem Interview lachend zugab, auch wenn daran seine beiden Katzen nicht ganz unschuldig sind. Doch was auf den ersten Blick wie ein Spaziergang aussieht, ist das Ergebnis harter Arbeit. Das zeigt sich auch an den knappen Siegen, die zumeist mit nur einem Tor Differenz zustande kamen.
Konzentration als Schlüssel zum Erfolg
Rapid gewinnt derzeit die engen Spiele und das ist gleichzeitig ein Beweis für die gute und konzentrierte Arbeit unter Stöger. Euphorie ist jedoch nicht angebracht, schließlich konnte Rapid auch im Vorjahr auf einen guten Start verweisen, brach jedoch in der Folge ein. Diese Entwicklung will man in der aktuellen Saison unbedingt verhindern.
Der Trainer sieht sein Team keineswegs als unschlagbar an. Er versuche seinen Spielern klarzumachen, dass es wichtig sei, die Konzentration über die volle Länge der Begegnung aufrechtzuerhalten. Sein Ziel sei es, Rapid Wien die ganze Spielzeit über relativ stabil zu halten. Was am Ende dabei herauskommen werde, wolle er zum jetzigen Zeitpunkt nicht prophezeien, gab er in Interviews an.
Die prominenten Abgänge wurden gut verkraftet
Ein Unsicherheitsfaktor dabei ist sicherlich der Transfermarkt. Einerseits versucht der Verein, weitere Verstärkungen zu verpflichten, andererseits könnte es noch zu Abgängen kommen. Den Hinweis auf den guten Kader wehrt er ab. Immerhin habe seine Mannschaft mit Spielern wie Guido Burgstaller, Isak Jansson, Dion Beljo und Mamadou Sangare zahlreiche prominente Abgänge verkraften müssen. Die Neuverpflichtungen zu integrieren, sei zudem eine herausfordernde Aufgabe gewesen.
Stöger gilt nicht als Freund von zahlreichen Wechseln, er spornt seine Spieler lieber an, sich mit Engagement für die Mannschaft zu empfehlen. Trotz der englischen Wochen mit zahlreichen Pflichtspielen sind vorerst noch keine Verschleißerscheinungen bei Rapid zu bemerken. Ganz anders sieht es da schon beim Trainer selbst aus. Dieser erlitt im Spiel gegen die WSG Tirol einen verirrten Pressball ins Gesicht. Danach nahm er angeschlagen auf der Trainerbank Platz und musste dabei seinen Kopf in ein Coolbag legen. „Es war ein schöner Treffer“, scherzte der Trainer nach dem Spiel, als er sich wieder erholt hatte.
Für die Fans des österreichischen Fußballs ist die Rückkehr von Rapid an die Spitze jedenfalls eine erfreuliche Entwicklung. Diese verspricht Spannung, schließlich stehen mit Red Bull Salzburg und dem Titelverteidiger aus Graz zwei Teams bereit, um die Grün-Weißen aus Wien-Hütteldorf jede Woche aufs Neue herauszufordern. Für Rapid beginnt die Saison jetzt erst so richtig, schließlich gilt es zu beweisen, dass der hervorragende Start in die Saison kein Zufall war.