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Die 7 … Stützen des ÖFB-Teams

ÖFB-Teamchef Franco Foda kann gegenwärtig aus einem Pool an guten Spielern auswählen, der wohl noch nie so groß war. Sieben Kicker sind aber besonders wichtig.

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+ + 90minuten.at Exklusiv + + Von Georg Sander

 

Über die Taktik des Nationalteams kann trefflich diskutiert werden. Das Personal aber hat einen für Österreich fast schon nicht mehr möglich gehaltenen Turnaround geschafft und in einer – zugegebenermaßen recht einfachen – Gruppe die Qualifikation zur Euro 2020 so gut wie geschafft. Als Gruppensieger wie 2016 wäre das noch besser. Denn man muss auch zugeben, dass die Quali für eine Europameisterschaft mit 24 Teams halt auch ein bisschen leichter ist. Personell kann Franco Foda aus dem Vollen schöpfen. Wenn er Reinhold Ranftl vom LASK nachnominiert, dann sagt der Beobachter: "Ja, eh, kein Problem." Die Arbeitgeber der Spieler auf der Abrufliste sind mit Southampton, Köln oder natürlich Salzburg und LASK ebenfalls Vereine, deren Spieler Leistung auf europäischem Niveau bringen.

Dennoch gibt es einige Stützen, die für das Nationalteam unglaublich wichtig sind, weil sie dem Spiel dann doch noch eine Wende geben können, besonders stabil sind oder einfach geduldig. 90Minuten.at stellt diese vor.

Platz 7: Andreas Ulmer (RB Salzburg)

Es ist eigentlich fast unglaublich, dass der Linksverteidiger nach exakt 100 Einsätzen in internationalen Pokalbewerben erst 16 Mal für das Nationalteam aufgelaufen ist. Sieht man von 13 Minuten in dem Freundschaftsspiel gegen Brasilien 2014 ab, dann liegt zwischen dem Debütjahr 2009 und dem gegenwärtigen Dasein als Stammverteidiger ein Zeitraum von acht, neun, zehn Jahren. Im Fußball ist das eine Ewigkeit. Und obwohl Andreas Ulmer von Ex-Teamchef Koller links liegen gelassen wurde, bringt er brav seine Leistung, wenn er gebraucht wird. Solche Spieler braucht es für ein Nationalteam auch: Jene, die man eigentlich bedenkenlos reinwerfen kann, die Erfahrung haben und noch dazu nicht murren. Es soll ja auch schon Spieler gegeben haben, die eine derartige Rolle nicht so cool eingenommen haben.

Platz 6: Konrad Laimer (RB Leipzig)

Gefühlt schon ein Routinier, ist Konrad Laimer in Wahrheit erst 22 Jahre alt. Die gefühlte Routine der Pressingmaschine rührt wohl von mittlerweile schon 60 Einsätzen in der deutschen Bundesliga, in der heimischen waren es überraschenderweise sogar drei weniger. Dazu kommen noch 34 Europacupspiele. Im A-Teamdress ist er erstmals diesen Juni (!) zum Einsatz gekommen, was aber auch an einem großen Angebot an zentralen Mittelfeldspielern im Nationalteam liegt. Laimers Vorteil nebst seiner bekannten Qualitäten gegen den Ball: Der Salzburger kann im Grunde auf jeder Mittelfeldsposition eingesetzt werden, modern heißt das „polyvalent“. Für eine Endrunde mit dem begrenzten Spielerkader kann das eine enorm wichtige Sache sein, sollte sich beispielshalber ein Mitspieler im ersten Gruppenspiel schwer verletzen – wie etwa Kollers Mittelfeldmotor Zlatko Junuzovic im zweiten Spiel bei der Euro 2016.

 

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