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Zehn Bundesligaklubs, zehn Wünsche ans Christkind

Es beginnt die stillste Zeit des Jahres - auch im heimischen Bundesliga-Fußball. Und wie jedes Kind und alle Menschen hat auch jeder Verein wohl seine Wünsche ans Christkind. 90minuten.at hat auf die Wunschzettel geblickt und zeigt die zehn Wünsche der Klubs - von Tabellenführer Sturm Graz bis zum Letzten SKN St. Pölten.

Von Georg Sander

 

Wünschen kann man sich bekanntlich viel. Meistertitel zum Beispiel. Den Klassenerhalt. Oder einen Europa League-Startplatz. Ob das aber auch realistisch ist? Immerhin wünscht sich wohl jedes Kind den halben Spielwarenladen; die meisten bekommen leider dann doch nicht alles, was sie wollen. 90minuten.at wirft nun einen freilich ganz ernst gemeinten Blick auf die Wunschzettel der zehn Bundesligisten. Dabei fällt auf: So unrealistisch sind die Wünsche gar nicht!

SKN St. Pölten: Ein paar Punkte wenigstens

Man ist bescheiden in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Wer nach 20 Runden nur sieben Pünktchen gesammelt hat, muss das auch sein. Darum erwartet sich beim SKN St. Pölten wohl niemand 48 Punkte aus den letzten 16 Runden. Das würde vielleicht ja sogar für die Europa League reichen, wenn alle ausstehenden Partien gewonnen werden würden. Glaubt niemand? Doch, denn Altach qualifizierte sich vergangene Saison mit 53. Egal. Träumereien. Die mittlerweile zum Teil passablen Partien sollten alsbald Punkte abwerfen. Wer weiß, vielleicht kann der SKN so die Relegation noch umgehen. Aber neun Punkte Rückstand nach 20 Runden sind freilich ein Brett.

Wolfsberger AC: Weniger Verletzungen

Bei größeren Klubs darf man ja sagen, dass ein großer Kader und eine gute Nachwuchsarbeit Verletzungen kompensieren können sollten. Für kleinere Klubs gilt das nur bedingt. Am 26. August konnten die Wolfsberger zuletzt eine Partie gewinnen. 14 Runden kein Sieg, das nagt. Auch wenn man in dieser Zeit Unentschieden gegen Austria und Rapid Wien sowie Red Bull Salzburg schaffte. Mit ein Grund für die Misere sind eben einige wichtige Verletzte wie Christian Klem, Boris Hüttenbrenner oder Gerald Nutz, die zum Teil 2018 wieder voll angreifen können. Dass das Lazarett in den kommenden Monaten klein bleibt, das wünscht man sich in Wolfsberg wohl.

SV Mattersburg: Fans

Ein Minus von 12 Prozent gegenüber der Vorsaison, nur etwas mehr als 3.000 Fans im Schnitt - so sieht die Realität in Mattersburg aus. Klar, am Pappelstadion ist der Verein selbst schuld, aber das Team reift, vor allem unter Gerald Baumgartner. Fakt ist: Man ist nur sechs Punkte hinter Rang fünf, ein Platz, der diese Saison für den Europacup reichen könnte, sollte der Cupsieger etwa aus Salzburg, Graz oder Hütteldorf kommen und somit über die Liga bereits dort antreten können. So ein bisschen "Europhorie" hat noch keinem Klub geschadet. Dann würden wohl auch noch mehr Fans kommen, die man sich beim SVM wohl wünscht.

SCR Altach: Dass das Werkl weiter rennt

Die Altacher haben sich vom für kleine Klubs ungewohnten Europacupsommer erholen können. Schon letztes Jahr im Herbst zeigte man auf. Dann: Trainer weg, Topscorer weg, Halbjahr zum Vergessen. Und schon wieder weckt die gute Arbeit in Altach Begehrlichkeiten. Thomas Hickersberger, einer der besten Co-Trainer Österreichs, wechselt zurück zu Rapid, Sportchef Zellhofer soll für den LASK interessant sein. Der Altach-Sportdirektor wehrte zwar ab, aber im heutigen Fußball kann es schnell gehen. Es wird interessant, wie sich der SCR Altach dann verhält. Und wie nachhaltig alles ist, Zellhofer hin oder her. Darum wünscht man sich: Egal, was passiert, das Werkl soll weiter rennen. 

Austria Wien: Die Saison retten

Zwei Mal in Folge hätten sich die Veilchen für das Sechzehntelfinale der Europa League qualifizieren können. Man scheiterte beide Male veritabel an sich selbst. Einen Angriff auf Red Bull Salzburg wollte man diese Saison starten. Auch das ging in die Hose. Auch wenn der Abstand von Austria Wien auf die Bullen mit 17 Punkten eigentlich um einen Zähler geringer ist als am Ende der Saison 2016/17. Aber egal, die Saison ist Stand heute verhaut, das wissen alle. Nun gilt es sie zu retten. Der Europacup ist in Reichweite, wenigstens das kann diese Spielzeit noch ein bisschen zum Positiven wenden. Ein frommer, aber dennoch realistischer Wunsch.

 

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