Die größten ÖFB-Nachwuchstalente in Deutschland 2026/27
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Die größten ÖFB-Nachwuchstalente in Deutschland 2026/27

Einige österreichische Zukunftshoffnungen machen in Deutschland große Schritte in Richtung Profikarriere. 90minuten stellt die aktuell heißesten Eisen näher vor.

Auch in diesem Transfersommer haben bereits einige österreichische Nachwuchstalente den Weg aus Deutschland zurück in die Heimat gewählt. Oliver Sorg (18) spielt kommende Saison für die SV Ried, Magnus Dalpiaz (19) für den TSV Hartberg, Mauro Hämmerle (18) stürmt bei Blau-Weiß Linz.

Um Stuttgart-Legionär Christopher Olivier (20) ranken sich schon seit einigen Jahren Gerüchte. Salzburg soll Interesse gehabt haben, zuletzt wurden Sturm Graz, LASK und Rapid als mögliche Abnehmer genannt.

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Fest steht: Wer künftige Bundesliga-Shootingstars wie Filip Milojevic schon frühzeitig kennenlernen will, sollte die deutschen Nachwuchsbewerbe im Auge behalten.

90minuten stellt einige der vielversprechendsten U19-Jugendspieler (Jahrgang 2008 und jünger) vor:


Platz 8: Tammo Schiertz (SC Freiburg)

Schiertz im ÖFB-Trikot (links)
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Schiertz im ÖFB-Trikot (links)

Mit der neuen Saison rückt Tammo Schiertz beim SC Freiburg in die zweite Mannschaft auf und darf sich künftig in der Regionalliga Südwest beweisen. Der 18-Jährige ist in Deutschland nahe dem Bodensee aufgewachsen, spielt aber für Österreichs U-Nationalteams.

Schiertz spielt in der defensiven Zentrale und wurde in Freiburg sowohl in als auch vor der Abwehrkette aufgeboten. Positiv fällt auf, dass er trotz seines jungen Alters viel Ruhe ausstrahlt. Mit dem Ball am Fuß überspielt er Druck ohne große Probleme und mit guter Übersicht. Gegen den Ball agiert er geduldig, phasenweise aber noch zu abwartend.

Den Sprung zu Freiburg II macht Schiertz nicht alleine: Zwillingsbruder Emilio und Nationalteamkollege Elias Klaus (JG 2007) spielen 2026/27 ebenfalls Erwachsenenfußball.


Platz 7: Daniel Posch (1. FSV Mainz 05)

Platz 7: Daniel Posch (1. FSV Mainz 05)
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Als Nummer 1 der ÖFB-U17 während der Weltmeisterschaft ist Posch vielen Fans in Österreich bereits ein Begriff. Den ersten Gegentreffer des Turniers musste er erst im Finale hinnehmen, zuvor konnte er mit starken Paraden aufzeigen.

Der 18-Jährige beginnt in Kürze seine dritte Saison in Mainz und wäre wohl schon jetzt bereit für den nächsten Schritt. Mit seinen 1,90 Metern hat er eine ähnlich gute Strafraumpräsenz wie viele Profi-Keeper. Posch spielt erwachsen, im Gegensatz zu vielen anderen Positionskollegen unterlaufen ihm kaum gravierende Patzer.

Mit der U19 gelang 2025/26 der Einzug ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft. In den nächsten Monaten gilt es, diesen Erfolg zu bestätigen und sich weiter für höhere Aufgaben zu empfehlen.


Platz 6: Noah Ebner (FC Augsburg)

Platz 6: Noah Ebner (FC Augsburg)
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Ganze 47 von insgesamt 79 Saisontoren der Augsburger U17 wurden 2025/26 von österreichischen Füßen (und Köpfen) erzielt. Noah Ebner steht seinen beiden ÖFB-Teamkollegen (Amar Selimovic und Fabio Ebner) mit zehn Treffern um nicht viel nach und ist wie sie Leistungsträger in seiner Mannschaft.

Als zentraler Mittelfeldspieler steht er angesichts der Spielanlage - schnelles Umschalten - weniger oft im Fokus als die beiden anderen. Hoffnung auf eine erneute Steigerung im zweiten Auslandsjahr hat er aber jedenfalls gemacht.


Platz 5: Luca Mijatovic (1. FC Köln)

Mijatovic im schwarzen Köln-Trikot
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Mijatovic im schwarzen Köln-Trikot

Der Wechsel aus der Austria-U16 zur U17 des 1. FC Köln hat für das Stürmer-Talent reibungslos funktioniert. Mit 14 Scorerpunkten in 21 Spielen konnte er die Saison teamintern auf dem zweiten Platz beenden. Nur der italienische U17-Teamspieler Emanuele Esposito konnte mehr Zählbares vorweisen. Ausgebremst wurde Mijatovic von einer Rotsperre nach Schiedsrichterkritik.

Mit der Saison 2026/27 rückt er als Teil des jüngeren Jahrgangs in die Kölner U19 auf. Dort wurde in den letzten Jahren überaus erfolgreich gearbeitet. Unter Trainer Stefan Ruthenbeck beendete man die vergangene Spielzeit als Vizemeister. Der Konkurrenzkampf wird für den jungen Österreicher nicht unkomplizierter, seine Chance sollte er aber jedenfalls bekommen.


Platz 4: Fabio Ebner (FC Augsburg)

Platz 4: Fabio Ebner (FC Augsburg)
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Fabio Ebner ist nicht unbedingt der schnellste und jedenfalls nicht der größte Spieler. Im Gegenteil: Der bald 17-Jährige hat derzeit im Duell mit den meisten Innenverteidigern einen klaren körperlichen Nachteil. Der Stürmer kann damit aber beeindruckend gut umgehen. Ebner spielt robust und kann den Ball gut abschirmen. Rund um den Strafraum hat er gute Instinkte und einen vielseitigen Abschluss.

26 Tore in 22 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Er zählt mit dieser Bilanz zu den besten Goalgettern seiner Altersklasse in ganz Deutschland.


Platz 3: Amar Selimovic (FC Augsburg)

Platz 3: Amar Selimovic (FC Augsburg)
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Der dritte Österreicher im Augsburg-Bunde konnte im vergangenen Herbst bereits einige Testspiel-Minuten für die Profimannschaft sammeln. Amar Selimovic ist ein klassischer Flügelspieler, der entweder von der rechten Seite ins Zentrum ziehen oder gefährliche Hereingaben liefern kann.

Mit elf Toren konnte auch er immer wieder auf sich aufmerksam machen. Der 17-Jährige verfügt über einen ordentlichen Antritt, geschickte Ballbehandlung und gute Übersicht.

Nach Augsburg kam der Salzburger über die Red Bull Akademie.

Platz 2: Loris Husic (TSV 1860 München)

Platz 2: Loris Husic (TSV 1860 München)
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Die letzten zwölf Monate waren für den Mittelfeldspieler herausfordernd. Nicht nur hat er mit der ÖFB-U17 mit dem Vizeweltmeistertitel in Katar für Aufsehen gesorgt. Husic stand in fünf Spielen auf dem Platz. Bei 1860 München kam er Anfang Februar zum Debüt in der 3. Liga. Auch einen privaten Schicksalsschlag musste er wegstecken, sein Vater ist jung verstorben. Und dann wäre da noch der Zwangsabstieg seines Vereins. 1860 München spielt 2026/27 in der Regionalliga, im Hintergrund läuft ein Konflikt mit Investor Hasan Ismaik.

Als einer der wenigen Spieler im Kader ist Husic auch in der vierten Leistungsstufe an den Verein gebunden, erst 2027 läuft der Vertrag aus. Ob er ihn erfüllt, ist offen: Augsburg, Bremen und Vereine in Österreich sollen Interesse an einer Verpflichtung zeigen. Demnächst weilt der 18-Jährige für den ÖFB-Perspektivlehrgang in Wien. Auch für Bosnien wäre er spielberechtigt.

Mit 1,89 Metern Körpergröße ist Husic im Zentrum gut aufgehoben. Die Tendenz geht dabei klar in Richtung Offensive, im Nachwuchsbereich sogar phasenweise als zweiter Stürmer. Explosivität geht dem ÖFB-Talent zwar ab, sein Grundtempo ist aber durchaus konkurrenzfähig. Gut aufgehoben wäre er vor allem in einer Ballbesitzmannschaft.

Es war ein Jahr mit vielen lehrreichen Momenten und einigen Gelegenheiten zur Persönlichkeitsentwicklung. Für die spätere Karriere ist das wohl kein Nachteil.

Platz 1: Matteo Maric (FC Bayern München)

Platz 1: Matteo Maric (FC Bayern München)
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Matteo Maric hat gerade erst den kurzen Sprung aus Salzburg zum FC Bayern München gewagt. Der 16-Jährige gilt als eines der größten Talente im ÖFB und ist für sein Alter in vielen Kategorien hochentwickelt. Mit über 1,90 Metern ist Maric schon jetzt auffällig groß, wird aber noch Muskelmasse zulegen müssen, wenn es in Richtung Profibereich geht. Technisch hat das ÖFB-Talent kaum Schwächen, wird sich aber auch erst an das Spiel der Bayern-U19 anpassen müssen.

Dass seine Entwicklung in München einen Dämpfer nimmt, ist nicht ausgeschlossen. Der Leistungsdruck ist enorm hoch, der Weg in die erste Mannschaft weit. Mit Maric' Anlagen ist es aber ebenso denkbar, dass das Experiment für Verein und Spieler zufriedenstellend endet.


Die älteren Jahrgänge

Die älteren Jahrgänge
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Einige Namen, die in den vergangenen Jahren auf dieser Liste zu lesen waren, sind inzwischen aus der U19-Kategorie gealtert:

Florian Micheler (21): Verbrachte einige Monate glücklos auf Leihbasis bei Arminia Bielefeld und ist derzeit bei Hoffenheim II eingeplant.

Thierry Tazemeta (18): Der Durchbruch beim BVB war dem Offensivspieler nicht vergönnt. In der kommenden Saison läuft er in der 2. Bundesliga für Kaiserslautern auf.

Yanik Spalt (18): Hat sich in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart (3. Liga) zu einem vielseitigen Stammspieler entwickelt.

Florian Hangl (19): War 2025/26 Leistungsträger im Mittelfeld von Augsburg II und konnte neun Scorerpunkte beisteuern.

Jakob Zickler (20): Eine Verletzung machte das Zweitligadebüt bei Dynamo Dresden zunichte. Im Winter folgte der Wechsel in die zweite Mannschaft der Borussia Mönchengladbach.



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