Rapids Next President: Roland Schmid kämpft gegen das Aus

Am 25. November soll ein neuer Rapid-Präsident gewählt werden. Die Liste von Roland Schmid gerät zunehmend unter Druck.

++ 90minuten.at-Exklusiv ++ von Michael Fiala

 

Am 10. Oktober hat das Wahlkomitee des SK Rapid bekanntlich getagt, um über die Zu- oder Nichtzulassung der drei Listen (Martin Bruckner, Robert Grüneis und Roland Schmid) für die Präsidentenwahl bei der Rapid-Hauptversammlung am 25. November zu beraten - und bestenfalls auch bereits eine Entscheidung herbeizuführen. Diese ist aber vorerst nicht gefallen. 

 

Schmid unter Druck

Der Druck auf eine der Listen hat in den vergangenen Tagen jedoch massiv zugenommen. Wie 90minuten.at und der Kurier aus gut informierten Quellen erfahren haben, soll Roland Schmid nahegelegt worden sein, seine Kandidatur zurückzuziehen. Eine Stellungnahme von Schmid gegenüber 90minuten.at gibt es dazu nicht, denn die Kandidaten wurden vom Wahlkomitee gebeten, in dieser Phase keine Medienstatements abzugeben, woran sich auch alle Kandidaten bisher gehalten haben. Aktuell sind aber noch immer alle drei Listen im Rennen, denn bisher hat Schmid seine Liste nicht zurückgezogen. Und solange das Wahlkomitee keine Entscheidung trifft, ändert sich daher auch an dem Dreikampf nichts.

Dem Vernehmen nach hat Schmids Konzept, das im September vorgestellt wurde, den Erwartungen des Wahlkomitees nicht entsprochen. Man darf gespannt sein, ob Schmid, der auch ein potenter Sponsor des SK Rapid ist, diesem Druck nachgeben wird oder die offizielle Entscheidung des Wahlkomitees abwartet bzw. in der Zwischenzeit sein Konzept nachbessert. Denn wenn Schmid nicht von sich aus zurückzieht, muss das Wahlkomitee die Entscheidung treffen – und sollte diese dann auch begründen können.

Wie geht es weiter?

Der Rapid-Präsidentenwahlkampf hat jedenfalls in den vergangenen Tagen Fahrt aufgenommen. Erst gestern wurde bekannt, dass Michael Tojner fünf Millionen Euro für den Bau des grün-weißen Trainingszentrums zur Verfügung stellen würde (siehe dazu auch: Fünf Millionen Euro extra für Rapid?). Einziger Haken: Das Geld fließt dem Kurier-Artikel zufolge nur im Falle einer Wahl von Kandidat Robert Grüneis, was in diversen Foren und in den sozialen Medien unter den Rapid-Fans für gemischte Gefühle gesorgt hat.

Ob eine, zwei oder doch drei Listen zur Wahl antreten dürfen, ist also weiterhin offen. Und es wird wohl noch das eine oder andere Gespräch im Hintergrund geben, bis sich das Wahlkomitee zu einer Entscheidung durchringen kann und Fakten schafft. Oder es kommt noch Bewegung in die Sache, indem aus zwei Listen eine wird (derzeit jedoch unwahrscheinlich). Möglicherweise wirft aber Schmid doch noch freiwillig das Handtuch und es lichtet sich das Feld bis zur Wahl auf diese Weise.

 

Rolle des Wahlkomitees

Rapid-Präsident Michael Krammer, der auch Mitglied des Wahlkomitees ist, hat sich bereits früh aus dem Fenster gelehnt und betont, dass er eine „Kampfabstimmung“ vermeiden möchte (siehe dazu auch:  Kampfabstimmung … oder auch: Demokratie in einem Mitgliederverein).

Damit ist auch klar, dass sich die Rolle des Wahlkomitees ebenfalls mehr und mehr zuspitzt: Werden die sechs Personen in diesem Gremium ihre Aufgabe so interpretieren, eher nur rein formal zu überprüfen, ob eine Liste zur Wahl am 25. November zugelassen wird? Oder wird das Komitee darauf achten, dass es bei der Hauptversammlung zu keiner Abstimmung unter mehreren Listen kommt? Möglicherweise gibt es aber auch den Kompromiss dieser Varianten: Schmid wird nicht zugelassen (oder gibt auf) und es kommt zu einem Zweikampf zwischen Martin Bruckner aus dem aktuellen Präsidium und Robert Grüneis.

 

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