Admira-Manager Shapourzadeh: "Es gibt noch keine Einigung mit Lederer"

Geht es nach Aussagen von Oliver Lederer, könnte der Dauerstreit mit der Admira bald vorbei sein. Doch noch gibt es keine offizielle Einigung.

Seit Anfang des Jahres ist Oliver Lederer beurlaubt, doch noch immer steht der Trainer in einem Vertragsverhältnis mit der Admira. Damit ist Lederer, obwohl quasi arbeitslos, nicht frei für andere Vereine. Zumindest ein Engagement in Ried wurde dadurch erschwert, wenn nicht sogar verhindert. Ende März sagte Admira-Manager Amir Shapourzadeh im 90minuten.at-Interview zur Causa Lederer noch: „Ob es jetzt sein Berater ist oder Oliver Lederer selbst sei dahingestellt, aus meiner Sicht fehlt es derzeit in bestimmten Punkten an einem Entgegenkommen der Gegenseite, sonst hätten wir schon eine Lösung gefunden. Wir werden niemanden hier knebeln …

 

Anscheinend hat es im April aber eine Entwicklung gegeben und Berater Christian Sand dürfte einer Lösung näher gekommen sein. Im Interview mit der Kronen Zeitung sagte Lederer heute, Donnerstag: „Das Angebot von unserer Seite ist mehr als korrekt. Ich kann nicht mehr als auf alles zu verzichten, was  mir zusteht. Von Admira-Seite hat es geheißen, dass es passt. Wir warten jetzt eigentlich nur noch auf die schriftliche Fixierung dieser Abmachung. Ich hoffe, dass wir dann bald getrennte Wege gehen können.“

 

Die fachliche Komponente heißt aber nicht, dass es auch sportlich passt. Man muss etwas finden, was zur Mannschaft und den Menschen passt.

Oliver Lederer

„Führen aktuell noch Gespräche“

Ganz so positiv sieht dies der Admira-Manager jedoch nicht, wenn auch nicht gänzlich negativ: "Eine Einigung gibt es noch nicht. Fakt ist, dass wir uns aktuell noch in Gesprächen mit dem Berater von Oliver Lederer befinden. Die Details der Modalitäten für eine mögliche vorzeitige Vertragsauflösung müssen erst noch miteinander fixiert werden. Wenn am Ende alles passt, steht von unserer Seite einer Lösung nichts im Wege."

 

Generell hat Lederer in den vergangenen Wochen „im Laufe des Verarbeitungsprozesses dunkle Seiten in mir entdeckt. Dinge, die so nicht sein sollten. Das ist heute so gut wie vorbei, der Blick ist nach vorne gerichtet. Ich habe wunderschöne Sachen bei der Admira erlebt. Einige Menschen bei der Admira haben das anders gesehen, das ist so zu akzeptieren“, so Lederer über seinen Abgang.

 

„Die Spieler müssen für etwas begeistert werden“

Warum es mit Rapid und Damir Canadi nicht geklappt hat, kann Lederer nicht genau nachvollziehen. Dass Canadi fachlich top sei, ist für Lederer unbestritten. „Die fachliche Komponente heißt aber nicht, dass es auch sportlich passt. Man muss etwas finden, was zur Mannschaft und den Menschen passt. Die Spieler müssen für etwas Begeistert werden.“

 

Lederer wird aktuell von einige Medien auch mit Rapid in Verbindung gebracht. Gegenüber der Krone sagt er: „Rapid ist in einer Phase, in der sie Ruhe brauchen. Diese Ruhe hat sich Djuricin auch verdient. Alles andere wird die Zukunft bringen, es gibt keinen Kontakt von Seiten Rapid und keine Bewerbung von meiner Seite.“