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Momentum am Montag - Salzburg stottert: Unerwartete Spannung in der Liga

Red Bull Salzburgs Motor in der Meisterschaft stottert. Nach zwei Remis gegen die niederösterreichischen Klubs St. Pölten und Admira ist die Meisterschaft spannend. Vielleicht.

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Der Abpfiff und somit die Besiegelung des zweiten Punkteverlustet in Folge für Red Bull Salburg ist unser Momentum am Montag.

Keine Frage, wer nach 16 Runden lediglich vier Mal remisiert hat und nie verloren, ist souverän unterwegs. Der LASK hält nach der (im Endeffekt zu hohen) 0:4-Heimniederlage gegen Rapid nach 16 Spieltagen bei zwei Niederlagen und zwei Remis, verpasste den Sprung an die Spitze.

Schon in der Vorwoche folgte der Verweis, dass in den der Mehrzahl der letzten Spielzeiten Salzburg im Herbst gar nicht so weit weg war von der Konkurrenz, manchmal sogar hinter dem einen oder anderen Klub lag. Dennoch lebt der geneigte Fußballfan im Hier und Jetzt. Und jetzt ist es spannend.

 

Spielplan und ein kleines Finale

Klar, die Bullen können sich locker verstärken, haben einige Talente in der Hinterhand und vor dem Heimspiel gegen die WSG Tirol und einem Auftritt in Hartberg fürchten sich die Kicker nicht, nach dem doppelten niederösterreichischen Weckruf sollte dann auch die Einstellung passen. Dazwischen ist übrigens das „Finale“ in der Champions League, das dennoch Vor- oder Nachwehen haben kann. Die Athletiker hingegen müssen nach Wolfsberg und empfangen dann Sturm Graz. Mit Sicherheit größere Brocken vor der Winterpause.

Immerhin, am 15. Februar kommt es bei wohl noch eisigen Temperaturen in der Red Bull Arena zu einem Showdown, in welcher Form auch immer. Egal, ob Salzburg die nächsten beiden Spiele verliert und der LASK diese gewinnt oder umgekehrt.

 

Kick it like Austria?

Das Stottern des Serienmeisters ist freilich ein relatives. Vier Unentschieden sind nicht wirklich viele Punkteverluste. Um genau zu sein: Vier von 16 Spielen. Genau so viele hat der LASK, zwei Mal ging man aber als Verlierer vom Platz. Dennoch spielen die Athletiker ebenfalls eine außergewöhnlich gute Saison. Die 38 Zähler sind acht mehr als letztes Jahr nach 16 Runden, bis 2013/14 zurück hätte das zu diesem Zeitpunkt der Saison zur Tabellenführung gereicht.

Mit der erwähnten Ausnahme aus dem letzten Jahr war zuletzt ein Team so gut nach 16 Spieltagen: Die Wiener Austria 2012/13, als man eine Fabelsaison spielte. Am Ende waren die Veilchen Meister; der letzte, der nicht Red Bull Salzburg hieß. Übrigens, nicht ganz unwichtig: Im direkten Duell hatte die Austria in allen Saisonduellen gegen Salzburg nur zwei Punkte geholt, konnte aber dennoch den Titel feiern, weil man weniger Punkte gegen die vermeintlich kleinen Mannschaften liegen ließ. St. Pölten und Admira lassen grüßen! 

Noch also darf also der geneigte Fußballfan von einer spannenden Meisterschaft, auch im Frühjahr träumen. Und das ist gut so. 

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