Von Szoboszlai bis Torres: Das waren die Stars der Next Generation Trophy
Die Next Generation Trophy in Salzburg zählt zu den international begehrten U16-Turnieren. Einige der heutigen Stars schnürten dort bereits ihre Schuhe. LAOLA1 listet sie für euch auf und nennt die heuer ausgezeichneten Talente.
WM-Goldtorschütze Ferran Torres, ÖFB-Keeper Alexander Schlager, Liverpools Dominik Szoboszlai oder Salzburgs aktueller Stammgoalie Christian Zawieschitzky.
Sie alle waren in ihrer Jugend Teil der Next Generation Trophy. Bei dem Turnier, das in der Red Bull Fußball Akademie jährlich stattfindet, entwickelten sich einige Teilnehmer zu wahren Stars.
Auch bei der diesjährigen 17. Ausgabe bewiesen zahlreiche U16-Talente ihr Können und machten auf sich aufmerksam. Nicht nur die "Jungbullen", auch internationale Top-Teams wie Manchester City, Ajax Amsterdam oder Juventus Turin nahmen teil.
Der Sieg ging jedoch zum vierten Mal an Red Bull Bragantino, die sich im Finale gegen Yeelen Olympique aus Mali durchsetzten.
Next Generation Trophy: Die Bühne für die nächsten Top-Talente >>>
90Minuten listet für euch einige der ehemaligen Spieler, die es mittlerweile in den Profifußball geschafft haben, auf und gibt euch einen Überblick, wer vergangene Woche besonders auf sich aufmerksam gemacht hat.
Ferran Torres
Teilnahme: 2015
Damaliger Verein: Valencia CF
Aktueller Verein: Paris Saint-Germain
Erfolg: Platz 6
Einer der wohl bekanntesten Namen der ehemaligen Teilnehmer ist Ferran Torres. Der 26-jährige Spanier schoss im WM-Finale gegen Argentinien das Goldtor und bescherte seiner Nation damit den Pokal.
Auch er schnürte 2015 seine Schuhe bei der Next Generation Trophy. In Salzburg nahm er mit seinem Jugendteam, dem Valencia CF teil.
Im Spiel um Rang fünf steuerte er gegen Red Bull Brasil einen Treffer bei, konnte jedoch die 2:4-Niederlage nicht mehr verhindern.
2026 wechselte Torres vom FC Barcelona zu PSG. Insgesamt jubelte der Spanier auch schon über den Europameistertitel, zweimal wurde er englischer Meister und dreimal spanischer. Aktuell hat er einen Marktwert von 55 Millionen Euro.
Jadon Sancho
Teilnahme: 2015
Damaliger Verein: Manchester City
Aktueller Verein: vereinslos (zuletzt Manchester United)
Erfolg: Bester Spieler des Turniers, Platz 3
Der 26-Jährige bewies schon in frühen Jahren seine Torjäger-Qualitäten. 2015 krönte er sich zum Spieler des Turniers und belegte mit Manchester City Rang drei.
Aktuell ist der Engländer, der bisher 23 Spiele für das Nationalteam bestritt, auf Vereinssuche.
Dominik Szoboszlai
Teilnahme: 2015
Damaliger Verein: Red Bull Salzburg
Aktueller Verein: Liverpool
Erfolg: Sieger
Ebenfalls 2015 angetreten ist Dominik Szoboszlai. Der Ungar krönte seine und die guten Leistungen des Teams mit dem Titel. Es war der bisher letzte Triumph der Salzburger. Im Finale setzten sich die "Jungbullen" im Elfmeterschießen gegen die West African Football Academy durch.
Mittlerweile überzeugt der 25-Jährige nicht nur im ungarischen Nationalteam, auch bei Liverpool hat er sich nach seinem Wechsel von Leipzig nach England im Jahr 2023 zu einer echten Größe entwickelt.
Alexander Schlager
Teilnahme: 2011
Damaliger Verein: Red Bull Salzburg
Aktueller Verein: Werder Bremen
Erfolg: Sieg
2011 war ÖFB-Tormann Alexander Schlager der sichere Rückhalt der damaligen U16-Mannschaft der Salzburger.
Bei den "Bullen" bleibt er daraufhin noch mit einigen Unterbrechungen, ehe es für ihn zum LASK ging. 2023 kehrte er zurück in die Mozartstadt.
Nachdem er bei der WM 2026 in Amerika auf sich aufmerksam gemacht hatte, wechselte er nach Deutschland zu Werder Bremen.
Konrad Laimer
Teilnahme: 2012
Damaliger Verein: Red Bull Salzburg
Aktueller Verein: Bayern München
ÖFB-Stammkraft Konrad Laimer war 2012 nicht der einzige bekannte Name im Team der "Bullen". Mit ihm zusammen spielten Tormann Patrick Pentz und Xaver Schlager.
Laimer kam bereits 2007 zu den Salzburgern und spielte dort zehn Jahre lang, bis er seine Schuhe für RB Leipzig schnürte. Neben dem ÖFB-Team sammelte er in der deutschen Bundesliga für Bayern München Spielminuten.
Neben den oben genannten Stars waren unter anderem auch Phil Foden, Josko Gvardiol, Niclas Füllkrug oder auch Samson Baidoo dabei.
Das Siegerteam: Red Bull Bragantino
Die Brasilianer setzten sich nach einem Unentschieden gegen Benfica und einem 0:4-Sieg gegen Juventus Turin mit vier Punkten in Gruppe D durch. Nicht nur die Offensivspieler nutzten ihre Gelegenheiten, auch die Defensive brachte mit null Gegentoren ihre Leistung.
Weiter ging es gegen Academia Alemana de Fútbol Popayán. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team gegen die Kolumbianer knapp durch, damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt, wo man RB Omiya Ardija mit 6:0 besiegte.
Im Finale war für Spannung gesorgt. Nach Toren von Iarley Santos und Araujo durfte Red Bull Bragantino schlussendlich über den Titel jubeln. Insgesamt erzielten die Gewinner 13 Tore, während der Tormann lediglich einmal hinter sich greifen musste.
Für die Brasilianer war es bereits der vierte Titel in Folge.
Das ausgezeichneten Spieler 2026
Bester Spieler des Turniers: Iarley Santos
Verein: Red Bull Bragantino
Position: Angreifer
Der Spieler von Red Bull Bragantino darf sich nicht nur über den Sieg freuen, auch der Bulle für den besten Spieler ging an ihn.
Im Finale brachte er sein Team nach einer Einzelaktion in der 28. Minute in Führung.
Bester Torwart: Daniel Arcon
Verein: Red Bull Bragantino
Gegentore: 1 (ohne Elfmeterschießen)
Alter: 15
Arcon stand bei den erfolgreichen Brasilianern im Tor. Er musste im Turnierverlauf, abgesehen von den Elfmetern, lediglich einmal hinter sich greifen.
Der 15-Jährige ist nicht nur auf Klubbasis erfolgreich, auch im brasilianischen U15-Nationalteam gab er im Mai sein Debüt.
Bester Torschütze: Leandro Chocholaty
Verein: Red Bull Salzburg
Tore: 5
Position: Angreifer
Gegen Manchester City traf Chocholaty viermal, ehe er ein weiteres Tor nachlegte. Damit holte er sich den Titel des besten Torschützen.
Der 2011 geborene Spieler wechselte 2020 von Palting zu den "Bullen".
Vom U16-Helden zum Profi
Auch wenn sich die Spieler bei der Next Generation Trophy 2026 zwischen vielen Talenten durchsetzen konnten, ist der Weg zum Profi noch ein weiter, bei dem viel passieren kann.
Ob man im Alter von ungefähr 15 Jahren überhaupt schon einen späteren Profi erkennen kann? "Durchaus. Gerade was Widerstandsfähigkeit betrifft, zeichnet sich schon einiges ab. Es geht natürlich um fußballerische Qualität und darum, für die Mannschaft zu arbeiten. Aber gerade, wenn es richtig schwierig wird, wenn es enge Duelle gibt, wenn das Spiel auf Messers Schneide ist, zeichnet sich schon ab, wie jemand vorangeht, wer Verantwortung übernimmt. Das sind dann häufig die Spieler, die am Ende sehr groß rauskommen", berichtet Salzburgs U16-Trainer Stefan Schoberer.
Auch wenn man bei solchen Turnieren überzeugt und einen Preis abstaubt, ist nicht gesagt, dass es mit der großen Karriere klappt. "Es gibt Spieler, die stechen jedem ins Auge und haben dann einen dementsprechenden Weg gemacht. Trotzdem gibt es sicher auch - ohne, dass ich es jetzt beantworten kann, wer das wäre - Spieler, die hier mitgespielt haben und sehr unauffällig waren, weil sie vielleicht körperlich noch nicht so weit waren, und dann trotzdem eine sehr gute Entwicklung gemacht haben", erklärt Akademieleiter Manfred Pamminger.
In der U18 nimmt Weg Form an
Nach der U16 gilt es für die "Jungbullen" den Sprung in die U18 und zu Liefering zu schaffen. Wie groß die Chance ist, diesen Schritt zu meistern, lässt sich nicht genau sagen.
Dennoch hält Pamminger fest: "Wenn ein Spieler bei uns in der U18 spielt, werden schon viele davon Profis. Das geht dann von der Champions League mit Red Bull Salzburg bis zur zweiten Liga."
Fest steht, dass einige Teilnehmer das Potenzial haben, weit zu kommen, auch von den Salzburgern. "Es sind sehr gute und sehr talentierte Jungs dabei. Eine hohe Qualität im ganzen Kader, sehr ordentlich, was das Niveau betrifft", sagt Schoberer, der bereits dreimal mit einem Team bei der Next Generation Trophy teilnahm, angefangen als Videoanalyst über den Co-Trainer bis hin zum aktuellen Cheftrainer der U16.
In absehbarer Zeit wird sich dann wohl herausstellen, wer den Sprung ins Fußball-Business geschafft hat.