90minuten hat drei Spieler pro Verein der ADMIRAL Bundesliga ausgewählt, die mit Stolz auf die Saison 2024/25 der ADMIRAL Bundesliga zurückblicken können.
Entweder, weil sie mit ihren Leistungen die Erwartungen übertroffen haben, oder weit sie den hohen Erwartungen mit Bravour gerecht geworden sind, oder weil sie einfach nur richtig stark performt haben:
FC RED BULL SALZBURG
Jannik Schuster
Bereits jetzt eine der Entdeckungen der Saison. Der Tiroler könnte der erste Salzburger Eigenbauspieler seit Samson Baidoo werden, der eine Schlüsselrolle einnimmt. Das gelang ihm zum Teil bereits im Herbst - immer, wenn Joane Gadou geschont wurde oder schwächelte, übernahm der 19-Jährige und erledigte seine Sache in der Innenverteidigung staubtrocken.
Kerim Alajbegovic
Trotz seines jungen Alters einer der absoluten Leistungsträger der "Bullen". Seine Unberechenbarkeit im Dribbling und bei Distanzschüssen tat dem teils uninspirierten Salzburger Offensivspiel in vielen Phasen gut. Oftmals entschied er Spiele im Alleingang. Nach einer Erkrankung Anfang November kam der 18-Jährige etwas aus dem Tritt, verabschiedete sich dann aber mit einem Doppelpack gegen den WAC aus dem Jahr. Schon jetzt scheint es unausweichlich, dass Salzburg ihn aufgrund einer Rückkaufklausel schon im Sommer wieder an Leverkusen zurückverliert.
Petar Ratkov
Thomas Letsch gab zwischen den Zeilen zu, dass er bei seinem Amtsantritt nicht der allergrößte Fan der Spielweise des Serben war. Doch der baumlange Stürmer blieb dran, arbeitete hart an sich und präsentiert sich seit dieser Saison als deutlich verbesserte Version von sich, die endlich auch regelmäßig ins gegnerische Tor trifft. Luft nach oben gibt es aber freilich in gleich mehreren Bereichen weiterhin.
SK STURM GRAZ
Otar Kiteishvili
Der Spieler der vergangenen Saison ist auch in diesem Jahr einer der Lichtblicke beim amtierenden Meister. Acht Tore und zwei Vorlagen in elf Startelfeinsätzen sprechen eine deutliche Sprache. Mit dem Ball ist er der große Unterschiedsspieler des SK Sturm.
Tomi Horvat
Mit Tomi Horvat hat sich in der Hinrunde ein zweiter Mittelfeldspieler ins Rampenlicht gespielt. Der 26-jährige Slowene glänzt als kreativer Ideengeber und sorgt mit seinem starken linken Füß für viel Gefahr. Ist mittlerweile klarer Stammspieler und dankte das seinem Trainer mit zwei Toren und vier Vorlagen. Horvat kreierte zudem die meisten Großchancen der Liga (12).
Oliver Christensen
Der 26-jährige Däne kam im Sommer aufgrund der Verletzung von Daniil Khudyakov auf Leihbasis von der AC Fiorentina. Auch wenn er nicht immer fehlerfrei agierte, hat er sich gut weiterentwickelt und mit einigen Paraden seine Klasse gezeigt. Hielt fünf Mal den Kasten sauber und kassierte neben Dejan Stojanovic die wenigsten Gegentore in der Liga.
LASK
Melayro Bogarde
Nach einer Premierensaison in Linz voller Pleiten, Pech und Pannen schien es so, als würde der Niederländer auch in dieser Spielzeit keine große Rolle einnehmen; bei Joao Sacramento war er lange nur außen vor. Dann kam Didi Kühbauer und setzte Bogarde als Strippenzieher auf der Sechs ein. Dort kann der technisch starke, extrem spielintelligente 23-Jährige seine unübersehbaren Qualitäten endlich voll abrufen.
Moses Usor
Wenige Spieler kommen so eindrucksvoll nach einer Kreuzbandverletzung zurück wie Moses Usor. Der pfeilschnelle Nigerianer wurde pünktlich zur neuen Saison wieder fit und zeigte bereits als Rechtsaußen unter Sacramento auf. So richtig aufgeblüht ist der Linksfuß aber erst seit Kühbauer ihn zum Stürmer umformte. Gemeinsam mit Adeniran bildete er ein kongeniales Duo, welches vor allem gegen Jahresende so richtig Lust aufs Toreschießen bekam.
Samuel Adeniran
Der Romelu Lukaku der österreichischen Bundesliga. Schon im ersten Halbjahr in Linz zeigt er körperlich gute Ansätze, wirkte in vielen Szenen aber zu unbeholfen. Über den Sommer, und speziell seit Kühbauer zurück ist, machte der wuchtige US-Amerikaner nicht nur spielerisch einen Sprung, sondern trifft jetzt auch noch regelmäßig ins gegnerische Tor. Wenn die Entscheidungsfindung in der Box noch etwas besser wird, geht vielleicht sogar noch die Tür zur Heim-WM auf.
SK RAPID
Nikolaus Wurmbrand
Der 19-Jährige mauserte sich in den letzten Monaten zu Rapids vielversprechendster Zukunftsaktie. War er nicht im Einsatz, fiel das auf, auch wenn er seine Torquote noch steigern kann. Sich in seinem Alter als Bundesliga-Spieler zum A-Teamspieler zu machen, unterstreicht diese Ansicht auch von externer Seite.
Romeo Amane
Der Ivorer wurde im Herbst zum Stammspieler und war in einigen Spielen der auffälligste Rapidler am Platz. Um aufzublühen, braucht er allerdings Absicherung hinter ihm, da seine Spielanlage offensiver als jene von Abgänger Mamadou Sangaré ist.
Petter Nosa Dahl
Der Überraschungstransfer wurde in zweierlei Hinsicht zum Ersatz von Isak Jansson: Seiner Bedeutung für das Offensivspiel am linken Flügel in positiver, seiner Verletzungsanfälligkeit in negativer. Wenn er sich zeigen konnte, war der Norweger überzeugend. Bleibt Rapid und ihm zu wünschen, dass er das im Frühjahr öfter kann.
FK AUSTRIA WIEN
Sanel Saljic
Schon lange galt der Offensivspieler als großes Zukunftsversprechen der Veilchen, in diesem Herbst ist ihm der Durchbruch gelungen. Zunächst noch Joker, spielte sich der 20-Jährige nach dem Abgang von Dominik Fitz mit starken Leistungen in die Startelf und die Herzen der Fans. Welchen Stellenwert er inzwischen hat, war am frenetischen Jubel abzulesen, als er zum Abschluss gegen Sturm nach eineinhalbmonatiger Verletzungspause sein Comeback gab.
Abubakr Barry
Der 25-Jährige hat im Herbst einen großen Schritt gemacht. Ob in der Mittelfeld-Zentrale oder später in offensiverer Rolle - Barry übernahm mehr und mehr Verantwortung und gab dem Spiel der Veilchen nicht selten das gewisse Etwas. Der Marktwert des Gambiers ist definitiv gestiegen.
Johannes Eggestein
Der Deutsche wurde im Sommer als Ersatz für Maurice Malone verpflichtet und bewies mit Fortdauer der Herbstsaison, dass diese Entscheidung goldrichtig war. Ohne Sommervorbereitung brauchte es ein bisschen, ehe er ankam, doch dann wurde der Stürmer zu einem der wichtigsten Spieler des FAK. Fünf Tore und sechs Assists in der Bundesliga sprechen Bände.
TSV HARTBERG
Elias Havel
Der Begriff Tormaschine trifft es bei Elias Havel wohl am besten. Die Leihgabe des LASK ist der größte Gewinner bei ohnehin guten Hartbergern, mit zehn Toren zudem Führender der Torschützenliste in der ADMIRAL Bundesliga. Kein Wunder also, warum der TSV die Kaufoption der LASK-Leihgabe ziehen will. Trotzdem hat er mit 16 vergebenen Großchancen auch noch Luft nach oben.
Lukas Spendlhofer
Der Innenverteidiger der Hartberger überzeugt in dieser Saison mit seinen Werten. Mit fast neun abgewehrten Bällen pro Spiel und einer Passquote von 85 Prozent gehört er zu den besten Innenverteidigern der Liga. Lukas Spendlhofer stand in 16/16 Spielen in der Startelf und steuerte auch noch ein Tor und eine Vorlage bei.
Tom Hülsmann
Der Youngster kam im Sommer von Bayern II in die ADMIRAL Bundesliga und brauchte kaum Eingewöhnungszeit. Ein sicherer Rückhalt, der vier Mal seinen Kasten sauber halten konnte. Zudem sind zwei Torvorlagen als Torhüter logischerweise Ligabestwert.
WSG TIROL
Valentino Müller
Nicht eine Minute verpasste der WSG-Kapitän im Herbst. Mit acht Toren ist der defensive Mittelfeldspieler nicht nur der beste Torschütze der Tiroler, sondern gleichzeitig auch Dritter der Bundesliga-Torschützenliste.
Moritz Wels
Mit der Hoffnung auf mehr Einsatzzeit wurde der Steirer von der Wiener Austria nach Wattens verliehen und diese Hoffnungen konnten sich erfüllen. Ein Spiel verpasste Wels aufgrund einer Verletzung, in den restlichen 16 Partien stand er immer in der Startelf, dabei gelangen im vier Tore und zwei Vorlagen.
Nikolai Baden Frederiksen
Erst im Oktober unterschrieb der Däne, der zu diesem Zeitpunkt noch vereinslos war, bei der WSG. Nachdem die Karriere des ehemaligen Bundesliga-Vizetorschützenkönigs in den letzten Jahren stets bergab ging, waren die Erwartungen an den Stürmer nicht allzu groß. Doch bei seiner "alten Liebe" sollte es wieder funktionieren. Vier Tore und eine Vorlage in zehn Spielen sprechen für sich.
SCR ALTACH
Patrick Greil
Der Inbegriff eines Gewinners. Patrick Greil kam im Sommer aus Sandhausen in der Hoffnung, dem Spiel der Altacher neuen Schwung zu verleihen. Und das ging voll auf: Im Offensivspiel geht nahezu alles über ihn, zudem ist er mit sieben Toren der beste Torschütze des SCRA.
Benedikt Zech
Dass der SCR Altach zur Winterpause eine der besten Defensiven der Liga stellt, liegt unter anderem auch am Abwehrchef. Trotz seiner mittlerweile 35 Jahren ist er immer noch der Fels in der Brandung. Stand, wenn fit, in jedem Spiel auf dem Rasen und überzeugte mit Ruhe, sicherem Passspiel und einer guten Zweikampfquote.
Dejan Stojanovic
Der 32-jährige Torhüter ist ein Dauergast unter den Gewinnern. Dejan Stojanovic war in den schweren Zeiten die Lebensversicherung des SCR Altach und auch in den guten Zeiten macht er mit starken Leistungen weiter. Rettete den Vorarlbergern ein ums andere Mal mit seinen Reflexen wichtige Punkte.
GAK
Ramiz Harakate
Dem Franzosen ist der Sprung in die Bundesliga geglückt. Nach einem kurzen zwischenzeitlichen Durchhänger konnte der Neuzugang von St. Pölten vor allem in den letzten Wochen aufzeigen. Mit vier Toren und vier Vorlagen ist Harakate bis jetzt Topscorer der "Rotjacken".
Beres Owusu
Man hätte hier genauso gut den anderen neuen Innenverteidiger, Donovan Pines, nehmen können, doch Owusu zeigte sich vor allem in den vergangenen Wochen im Aufschwung der Grazer als der noch konstantere Verteidiger. Seit seiner Ankunft in der Steiermark verpasste der Franzose keine einzige Minute.
Daniel Maderner
Der Neo-Kapitän konnte sich trotz der Konkurrenz von Tio Cipot und Alexander Hofleitner als Stürmer Nummer eins behaupten. Das Vertrauen zahlte Maderner mit fünf Toren zurück.
WOLFSBERGER AC
Alessandro Schöpf
Er zählt zu den zentralsten Spielern im Team des WAC und schafft den Sprung zurück ins ÖFB-Nationalteam. Trotz der unbeständigen Leistungen der Kärntner lässt sich insgesamt von einem erfolgreichen Herbst des 31-Jährigen sprechen – vor allem, nachdem er im Frühjahr verletzungsbedingt mehrere Spiele pausieren musste.
Markus Pink
Speziell zu Beginn der Spielzeit traf der 34-Jährige gut. Präsentiert sich weiterhin als zuverlässiger Goalgetter, auch wenn er in den letzten acht Spielen nicht anschreiben konnte.
Boris Matic
Wenn man einen Blick auf seine Leistungen wirft und auch auf die Leistungsbeurteilung blickt, merkt man, dass in einem unbeständigen Herbst Matic zu einer der wenigen Konstanten wurde. Er bringt regelmäßig gute Leistungen und hat sich auch deshalb in der Stammelf festgespielt.
SV RIED
Kingstone Mutandwa
Im Sommer verpflichtet, entwickelte er sich sofort zum absoluten Stammspieler und ist mit aktuell acht Treffern bester Torschütze der Rieder. Drei seiner Tore erzielte er in der Schlussphase – Last-Minute-Treffer, mit denen er der SV Ried bereits wertvolle Punkte sicherte.
Jonas Mayer
Er präsentierte sich als echtes Laufmonster und ist als Stammspieler der zentrale Anker zwischen Offensive und Defensive. Sowohl im Spielaufbau als auch in der Balleroberung ist er für die SV Ried unverzichtbar und etablierte sich bereits in seiner ersten Bundesliga-Halbsaison souverän in der höchsten Spielklasse. Auch im U21-Nationalteam überzeugte er mit starken Leistungen.
Yusuf Maart
Im Mittelfeld war er ein fixer Bestandteil, der nahezu jede Partie über die vollen 90 Minuten ging und entscheidend zur Stabilität im Zentrum beitrug. Ein Schlüsseltransfer, der dem Aufsteiger hilft, sich in der Liga dauerhaft zu etablieren.
FC BLAU-WEISS LINZ
Viktor Baier
In Sachen Torhüter hat das Schlusslicht kein Problem. Der 20-jährige, großgewachsene Tscheche ist vielleicht kein Hexer, aber solide und hatte besonders zu Saisonbeginn seine starken Momente.
Shon Weissman
Der Überraschungs-Rückkehrer nach Österreich brauchte keinerlei Anlaufzeit, obwohl seine Verpflichtung - aus Gründen abseits des Fußballs - nicht nur wohlwollend aufgenommen wurde. Gleich im ersten Einsatz gab es einen Doppelpack, fünf Treffer im Herbst insgesamt. Die Quote blieb zwar nicht so stark, aber das war nicht seine alleinige Schuld.
Simon Seidl
Dass der "andere Seidl" einer der Besten bei Blau-Weiß ist, war keine Neuigkeit. Wohl aber, dass er das auch als Schienenspieler kann. Dort musste er rechts nämlich zeitweise einspringen und erfüllte diese Aufgabe tadellos. Er ist weiterhin unverzichtbar am Donauufer.
Harald Prantl
Johannes Bauer
Simon Urhofer
Florian Gabriel
Florian Hager