Der FC Red Bull Salzburg blickt einmal mehr auf turbulente Monate zurück.
Fehlende Konstanz im Ligabetrieb, eine verkorkste Ligaphase in der Europa League und der fluchtartige Abschied von Sportdirektor Rouven Schröder markierten die Schlüsselfaktoren einer Spielzeit, in der es bisher nicht gelang, den verlorenen Erfolgsspirit um Wals-Siezenheim zu beschwören.
Obwohl man die Weihnachtspause als Winterkönig antrat, dürfte beim entthronten Serienmeister der ADMIRAL Bundesliga auch nach dem Herbst der Saison 2025/26 von Euphorie oder Stolz keine Rede sein. Parallelen zu den vergangenen Spielzeiten lassen sich nicht von der Hand weisen.
Dabei stand im Vergleich zur Vorsaison eine von Grund auf veränderte Mannschaft am Platz. An die 20 Spieler brachen im vergangenen Sommer ihre Zelte in der Mozartstadt ab - und ließen sich quer durch Europa auf neue Abenteuer ein.
Wie geht's eigentlich....?
Dorgeles Nene (Fenerbahce SK)
Abgang: 19. August 2025
Ablöse: 18 Mio. Euro (exklusive Boni)
Der Malier (23) gehörte in der Saison 2024/25 zu den stärksten Kickern der Salzburger. 13 Tore und acht Assists gelangen dem variabel einsetzbaren Angreifer in der Bundesliga, was ihm den Status als klubinterner Topscorer einbrachte.
Besagter Umstand rief auch die internationale Konkurrenz auf den Plan - deren Ruf Nene nach rund viereinhalb Jahren in der Mozartstadt letztendlich auch folgte. Der türkische Spitzenklub Fenerbahce - damals noch unter der Führung von Star-Trainer Jose Mourinho - machte Nene zum teuersten Bundesliga-Abgang des Sommers.
Seine Qualitäten ließ der 2002er-Jahrgang im Trikot der Kanarienvögel bereits mehrmals aufblitzen. Bei seinem Ligadebüt gelang Nene gleich der Premierentreffer, wettbewerbsübergreifend stehen drei Tore und sieben Assists nach 17 Spielen zu Buche.
Gesetzt ist Nene beim Tabellenzweiten der Süper Lig noch nicht, knapp mehr als die Hälfte seiner Einsätze machte er jedoch von Beginn an. Bei Teamkollegen wie Marco Asensio, Anderson Talisca oder Kerem Aktürkoglu kann das durchaus als Erfolg verbucht werden.
Dijon Kameri (KS Cracovia)
Abgang: 21. Juli 2025
Ablöse: ?
Nach neun Jahren im Bullen-Trikot sowie zwei Leih-Abenteuern in Zürich und Altach ließ der Kreativgeist Salzburg im Sommer endgültig hinter sich. In Krakau ist der 21-Jährige bisher aber nicht so richtig angekommen.
Zehn Mal streifte Kameri bisher das Cracovia-Trikot über, ein erster Startelfeinsatz war ihm jedoch noch nicht vergönnt. Bis Mitte Oktober kam der U21-Nationalspieler auf zwei Assists, ehe er sich eine Schulterverletzung zuzog, die ihn zwei Monate außer Gefecht setzte.
Hendry Blank (Hannover 96)
Abgang: 1. Juli 2025
Verliehen bis Sommer 2026 (Kaufoption)
Der Deutsche trat nach einer verletzungsgeprägten Spielzeit früh im Sommer die Heimkehr an. Gegen Real und Atletico Madrid spulte der Linksfuß die vollen 90 Minuten ab, in der Bundesliga spielte er nur sechs Mal.
Hannover 96 lieh das bei Leverkusen und Borussia Dortmund ausgebildete Defensivtalent für eine Saison. Über die Rolle des Ergänzungsspielers kam der Innenverteidiger (21) aber auch bei den Niedersachsen bisher nicht hinaus.
Acht Einsätze verbuchte Blank 2025/26 in der 2. Deutschen Bundesliga, stand dabei aber nur 297 Minuten auf dem Platz.
Seit Ende Oktober absolvierte der sechsfache U21-DFB-Teamspieler keine Pflichtspielminute.
Oscar Gloukh (Ajax Amsterdam)
Abgang: 1. August 2025
Ablöse: 14,75 Mio. Euro (exklusive Boni)
Die vielleicht prominenteste Personalie der Salzburger Mannschaft 2024/25 schloss sich mit Anfang August dem niederländischen Rekordmeister an.
Außer in der ersten Cup-Runde verpasste der Israeli (21) kein Pflichtspiel, bekam zum Großteil von Beginn an das Vertrauen. Sechs Tore und fünf Assists machte er in bisher 23 Eredivisie- und Champions-League-Partien.
Seinem Ruf als schwieriger Charakter wird Gloukh jedoch auch in Amsterdam gerecht. Mit dem mittlerweile entlassenen Trainer John Heitinga kam der Edeltechniker nicht wirklich zusammen. Regelmäßige Auswechslungen, veränderte Rollen und mehr Defensivpflichten bedeuteten eine große Umstellung und sorgten mitunter für Ärger beim langjährigen "Bullen"-Spielmacher.
Mit seinem Premierentreffer gegen Spitzenreiter PSV Eindhoven, einem Traumtor gegen Twente und als Matchwinner in der CL gegen Qarabag Agdam hinterließ der Ausnahmekönner aber bereits mächtig Eindruck. Auch bei den "Godenzonen" schwankt Gloukh also zwischen Genie und Diva.
Leandro Morgalla (VfL Bochum)
Abgang: 1. Juli 2025
Verliehen bis Sommer 2026 (Leihgebühr 200.000 Euro + Kaufoption)
Auch der 21-jährige Defensiv-Allrounder ging vergangenen Sommer zurück in die Heimat. Besagte Entscheidung entpuppte sich bisher als vollkommen richtig.
In der Abwehr des VfL Bochum führt an Morgalla bislang kein Weg vorbei. Als Innen- und Rechtsverteidiger verpasste der Deutsche nur eine einzige Partie (Gelbsperre) in der 2. Deutschen Bundesliga.
Nicolas Capaldo (Hamburger SV)
Abgang: 10. Juli 2025
Ablöse: 2,10 Mio. Euro
Nach vier Jahren Red Bull Salzburg entschloss sich der Argentinier (27) im Juli für ein Engagement bei Bundesliga-Aufsteiger HSV. Bei den Hanseaten entwickelte sich der Allrounder schnell zu einem Verantwortungsträger.
Den Großteil der Saison führte er seinen neuen Klub als Kapitän aufs Feld, von Innenverteidigung bis zur linken Schiene ackerte der etatmäßige Mittelfeldspieler auf gefühlt jeder Position für die Mannschaft von Merlin Polzin.
Ein Assist und vier Gelbe Karten stehen für die Kämpfernatur in 13 Spielen bisher zu Buche. Capaldo und der HSV? Das passt.
Bobby Clark (Derby County)
Abgang: 5. August 2025
Verliehen bis Sommer 2026
Der drittteuerste Neuzugang der RBS-Geschichte "flüchtete" nach einer verkorksten ersten Saison in Österreich zurück in die Heimat.
Statt an der Anfield Road kämpft das Mittelfeld-Talent nun Seite an Seite mit ÖFB-Kicker Andreas Weimann mit Derby County um Punkte in der Championship.
Anders als in Salzburg ist Clark beim Klub aus den East Midlands mittlerweile Stammspieler. Seit seiner Ankunft verpasste der 20-jährige Brite keine Partie, absolvierte die meisten über die volle Länge. Im Carabao-Cup traf Clark Ende August erstmals, im Ligabetrieb steht bis jetzt ein Tor und eine Torvorlage zu Buche.
Samson Tijani (FK Dukla Prag)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: -
Nach fünf Jahren, geprägt von Leihen nach Hartberg, Wolfsberg oder nach Norwegen, brach der 23-jährige Nigerianer im vergangenen Sommer seine Zelte in Wals-Siezenheim endgültig ab.
Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte zum tschechischen Erstligisten Dukla Prag und scheint sich dort auch wohlzufühlen. Tijani machte im Herbst wettbewerbsübergreifend 18 Spiele.
In der "Chance Liga" hat der einmalige Nationalspieler seit Mitte Oktober keine einzige Spielminute verpasst. Als Tabellen-14. heißt es bei seinem neuen Verein jedoch Abstiegskampf statt Meisterrennen.
Adam Daghim (VfL Wolfsburg)
Abgang: 1. September 2025
Verliehen bis Sommer 2026 (Leihgebühr 2,00 Mio. Euro + Kaufoption)
Der Däne verließ Salzburg erst in den letzten Zügen des Transfersommers und stieß in einer schwierigen Phase zu seiner neuen Mannschaft.
Im Zuge eines verkorksten Saisonstarts entpuppte sich der großgewachsene Linksfuß rasch als Lichtblick in der harmlosen Offensiv-Abteilung des VfL Wolfsburg. Gegen Dortmund stand er am vierten Spieltag sogleich in der Startelf, zwei Wochen später gelang gegen Augsburg der Premierentreffer in der deutschen Bundesliga.
Mit Ende November setzten den 20-Jährigen für vier Wochen Rückenprobleme außer Gefecht, langfristig dürfte sich Daghim in Wolfsburg aber definitiv durchsetzen.
Janis Blawich (Bayer 04 Leverkusen)
Abgang: 30. Juni 2025
Rückkehr zu RB Leipzig und anschließender Transfer
Der Torwart-Routinier fand sich in Österreich nie zurecht. Sportliche Misere, Konkurrenzkampf mit Alexander Schlager und einige Patzer ließen das Leih-Engagement des erfahrenen Deutschen zu einem Missverständnis werden.
Statt nur den Salzburger Schwesternklub entsagte Blaswich auch seinem Leipziger Arbeitgeber und schloss sich für 2 Millionen Euro Bayer 04 Leverkusen an. Als klare Nummer zwei hinter Sommer-Neuzugang Mark Flekken scheint der 34-Jährige mit seiner Rolle gut leben zu können. Auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für den amtierenden Vizemeister wartet er noch.
Samson Baidoo (RC Lens)
Abgang: 17. Juli 2025
Ablöse: 8,00 Mio. Euro
Die vielleicht spektakulärste Entwicklung hat ÖFB-Kicker Samson Baidoo genommen.
Der gebürtige Grazer entschied sich im Sommer für einen Wechsel zu jenem Klub, bei dem auch Kevin Danso den großen Durchbruch feierte.
Lens scheint ein tolles Pflaster für Austro-Verteidiger - denn genau wie einst sein steirischer Landsmann befindet sich Baidoo mit "Les Sang et Or" ("Blut und Gold") im absoluten Höhenflug.
Nach 16 Spieltagen ist Lens sensationell Tabellenführer - einen Punkt hat man Vorsprung auf CL-Sieger Paris Saint-Germain. Gemeinsam mit Ex-Rapid-Mittelfeldmotor Mamadou Sangare ist der ehemalige "Bullen"-Abwehrchef aus dem Team von Coach Pierre Sage nicht wegzudenken.
Nur 135 Pflichtspielminuten hat der 21-jährige Abwehrspieler in der laufenden Saison verpasst. Neben dem Status als Dauerbrenner hat der Frankreich-Legionär obendrein seine Scorerqualitäten entdeckt. Zwei Tore und eine Vorlage gelangen ihm in 15 Ligaspielen bisher.
Dass zahlreiche Klubs aus der Premier League an ihm dran sein sollen, verwundert nicht.
Lawrence Agyekum (Cercle Brügge)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: 800.000 Euro
Nur drei Spiele machte der Ghanaer (22) für den FC Red Bull Salzburg, an die 50 indes für Farmteam Liefering. Im Rahmen einer Leihe zum belgischen Erstligisten Cercle Brügge hinterließ Agyekum in der Saison 2024/25 Eindruck - im vergangenen Sommer verpflichtete man den zentralen Mittelfeldspieler fest.
In der Jupiler Pro League fühlt sich der zweifache A-Nationalspieler pudelwohl, ist Stammspieler und verbuchte in 18 Einsätzen bisher zwei Torvorlagen. Sein Klub strauchelt indes, als Tabellen-15. ist man aktuell Vorletzter.
Bryan Okoh (FC Lausanne-Sport)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: ?
Dem Schweizer U21-Nationalspieler blieb der Durchbruch in Salzburg stets verwehrt. Nur drei Mal spielte er für die Profis (ein Tor), für Liefering verteidigte der Abwehrhüne immerhin 70 Mal. Im Sommer entschied sich der in den USA geborene Innenverteidiger für eine Rückkehr zu seinem Jugendverein Lausanne-Sport, wo er nun erstklassig spielt.
Beim Conference-League-Teilnehmer gehört Okoh zumeist zum Stammpersonal, 23 Spiele machte er heuer bereits in der Super League, dem Europapokal und dem Schweizer Cup.
Jonas Krumrey (Holstein Kiel)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: 150.000 Euro
Einen bemerkenswerten Werdegang hat Jonas Krumrey (22) hingelegt.
Die Saison 2024/25 verbrachte das deutsche Torhüter-Talent leihweise bei Lyngby BK in Dänemark, verletzte sich jedoch kurz nach Saisonstart schwer. Ohne jemals bei den Salzburger Profis im Kasten gestanden zu haben, verließ der Bayer Salzburg im Sommer endgültig und schloss sich Holstein Kiel an.
Bei den "Störchen" ist Krumrey in der 2. Deutschen Bundesliga seither absolut gesetzt und absolvierte sämtliche der 17 bisherigen Pflichtspiele über die volle Länge.
Gaoussou Diakite (FC Lausanne-Sport)
Abgang: 4. Juli 2025
Verliehen bis Sommer 2026
Auch Gaoussou Diakite ereilte im Sommer der Ruf des FC Lausanne-Sport. Im Gegensatz zu Liefering-Kollege Bryan Okoh schloss sich Diakite dem Schweizer Conference-League-Teilnehmer aber nur für ein Jahr auf Leihbasis an.
Eine Talentprobe, die bisher voll aufzugehen scheint. Der 20-jährige Stürmer hat sich am Fuße des Genfersees einen Stammplatz erspielt, trifft in jedem Wettbewerb. 27 Spiele, neun Tore, vier Assists - in der Super League avancierte der technisch versierte Angreifer schon einige Male zum Matchwinner.
Diakite verzückt mit bärenstarken Einzelaktionen und Spielwitz, sorgte allerdings auch bereits für negative Schlagzeilen: Im Liga-Duell mit St. Gallen ließ er sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und bekam vier Spiele Sperre aufgebrummt.
In Salzburg durfte der einmalige Nationalspieler Malis noch nicht für die Profis debütieren.
Kamil Piatkowski (Legia Warschau)
Abgang: 30. August 2025
Ablöse: 1,50 Mio. Euro
Verletzungen, schwache Leistungen, Sticheleien vom Berater: Kamil Piatkowski wurde bei Red Bull Salzburg nie wirklich glücklich. Die sechs Mio. Euro, die Salzburg einst an Rakow Czestochowa überwies, konnte er ebenfalls nie rechtfertigen.
Nach vier Jahren und drei Leihen zog der achtfache Nationalspieler Polens im Sommer endgültig einen Schlussstrich unter das Kapitel - der 25-Jährige wechselte in die Heimat zu Legia Warschau, unterschrieb in der Hauptstadt einen Vertrag bis Sommer 2029.
Dort ist der Innenverteidiger nun weitestgehend gesetzt - wenn im Kader, fängt Piatkowski von Beginn an. Sein Klub befindet sich jedoch auch nach Vereinswechsel in einer misslichen Lage: Legia Warschau ist nach 18 Spieltagen Vorletzter (!).
Daouda Guindo (Stade Brest)
Abgang: 26. August 2025
Ablöse: -
Guindo kam einst gemeinsam mit Dorgeles Nene vom malischen Klub Guidars FC nach Salzburg. Im Gegenteil zu seinem Landsmann schrieb der fünffache Nationalspieler des westafrikanischen Staates in Wals-Siezenheim keine wirkliche Erfolgsgeschichte.
Dennoch machte der Linksverteidiger im Sommer den nächsten Schritt und schloss sich Stade Brest an - ein Klub, mit dem sich Sturm Graz und auch Guindo mit Red Bull Salzburg in der CL-Ligaphase gemessen hatten.
In der französischen Ligue 1 lief es für Guindo zuletzt immer besser. Nach Kurzeinsätzen zu Saisonstart durfte der 23-Jährige in den letzten vier Spielen vor Weihnachten stets von Beginn an ran.
Amar Dedic (Benfica Lissabon)
Abgang: 14. Juli 2025
Ablöse: 12,00 Mio. Euro
Auch Amar Dedic (23) vollzog im Sommer 2025 endgültig den Cut zu seinem Ausbildungsverein. Nach einem durchwachsenen Leih-Engagement bei Olympique Marseille verpflichtete ihn im Juli mit Benfica Lissabon der nächste traditionsreiche Spitzenklub. In der portugiesischen Hauptstadt muss sich der langjährige "Bullen"-Star bereits Vergleiche mit dem zu Real Madrid abgewanderten Linksverteidiger Alvaro Carreras anhören.
Unter Star-Coach Jose Mourinho ist der in Zell am See geborene Außenverteidiger genauso gesetzt, wie unter dessen Vorgänger Bruno Lage.
Nur drei Partien verpasste Dedic aufgrund von Gelb-Rot und einer Verletzung. Ansonsten hatte der technisch versierte Verteidiger fast immer einen Platz in der Startelf sicher - egal ob in der Liga, Champions League oder im Cup. In Sachen Scorerpunkte steht Dedic nach zwölf Liga-Spieltagen bei einem Tor und drei Assists. Obendrein sind die "Adler" in der Liga noch ungeschlagen.
Maximiliano Caufriez (Clermont Foot 63)
Abgang: 30. Juni 2025
Leih-Ende
Erst im Jänner heuerte der belgische Wandervogel in der Mozartstadt an. Die gesuchte Routine und Stabilität für die Abwehrzentrale brachte der großgewachsene Caufriez aber nicht. Am Ende reichte es für 155 Minuten über fünf Einsätze im Trikot der "Bullen". Ein Missverständnis mit Ankündigung: Schließlich hatte sich der ehemalige U21-Nationalspieler auch bei seinen vorherigen Stationen eher schwer getan.
Mittlerweile spielt Caufriez wieder bei Stammklub Clermont Foot 63 in der französischen Ligue 2. Beim ehemaligen Lustenau-Partnerklub erarbeitete sich der 28-Jährige einen Stammplatz, fiel ab Ende Oktober jedoch mit einer Knöchelverletzung aus.
Ignace Van der Brempt (Como 1907)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: 5,00 Mio. Euro
Auch Ignace Van der Brempt wurde in der Mozartstadt nie heimisch.
Im Jänner 2022 war der heute 22-jährige Belgier für satte fünf Millionen Euro von Club Brügge an die Salzach gewechselt. Doch Van der Brempt konnte sich nie richtig etablieren.
Im Sommer 2023 nahm sein Abschied Form an: Der HSV lieh den Außenverteidiger aus, arbeitete ob starker Leistungen auch an einer festen Verpflichtung.
Am Ende ging es abermals per Leihe zu Serie-A-Aufsteiger Como 1907. Auch dort empfahl sich Van der Brempt - der vielleicht trendigste Klub des Weltfußballs verpflichtete den Belgier im vergangenen Sommer fest, stattete ihn mit einem Vertrag bis Sommer 2028 aus.
Während er sich unter Coach Cesc Fabregas in seiner Premierensaison noch regelmäßig von Beginn an mit Klubs wie Juventus, Inter oder Napoli messen durfte, ist der 2002er-Jahrgang in der laufenden Spielzeit meist zum Zusehen verdammt. Verletzungspech und starke Konkurrenz ließen bisher nur fünf Saisoneinsätze zu.
Luka Reischl (ADO Den Haag)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: ?
Luka Reischl blüht in den Niederlanden auf.
Nach einer erfolgreichen Halbjahresleihe (fünf Tore und drei Assists in zehn Partien), zog Zweitligist ADO Den Haag die verankerte Kaufoption und eiste den Schwarzacher (21) fix von seinem Ausbildungsklub los - ohne, dass das Eigengewächs jemals ein Spiel für die Kampfmannschaft Red Bull Salzburgs machen durfte.
Reischl macht an der Nordsee genau dort weiter, wo er im Sommer aufgehört hatte. In Liga und Pokal steht der U21-Nationalspieler bei zehn Toren und zwei Assists in 21 Spielen. Neben dem persönlichen Erfolgslauf steuert Reischl mit seinem Verein geradewegs auf den direkten Aufstieg in die Eredivisie zu. Nach 20 Spieltagen ist man Tabellenführer.
Raphael Hofer (NS Mura)
Abgang: 1. Juli 2025
Ablöse: ?
Das Salzburger Eigengewächs brach seine Zelte in Österreich nach zwei durchwachsenen Leihen zu Blau-Weiß Linz und Hartberg ab.
Der slowenische Erstligist NS Mura sicherte sich die Dienste des Außenverteidigers, der sechs Mal für das U21-Nationalteam spielte.
In der "Prva Liga" ist Hofer Stammspieler, machte für den Tabellen-Achten 16 von 18 möglichen Ligaspielen. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2027.
Federico Crescenti (Vereinslos)
Abgang: 1. September 2025
Ablöse: -
Der Schweizer Stürmer wechselte 2020 aus St. Gallen in den "Bullen"-Nachwuchs. Dort traf er am Fließband, im Profifußball konnte er daran nicht anknüpfen.
In zweieinhalb Jahren machte er für Liefering 20 Spiele, in denen ihm zwei Tore gelangen. In der Rückrunde 2023/24 versuchte er sich bei Ligarivale SW Bregenz, konnte dort aber auch nicht nachhaltig überzeugen.
Es folgten Leihen zum FC Vaduz und Rapperswil-Jona, auch in der Heimat blieb er jeweils nur eine Halbsaison. Seit Sommer ist Crescenti nun vereinslos.
Nicolo Turco (Derthona FBC)
Abgang: 18. August 2025
Ablöse: -
Satte 2,75 Millionen Euro blätterte Red Bull Salzburg für Nicolo Turco im Sommer 2023 hin. Unter großen Vorschusslorbeeren holte man den Teenager aus der Jugendabteilung von Juventus Turin.
Ab dann ging es bergab. Der 30-fache U-Nationalspieler Italiens machte 13 Spiele für Liefering in der 2. Liga, ging dann leihweise für die Saison 2024/25 zu "Milan Futuro", den Amateuren der AC Milan.
Auch verletzungsbedingt konnte sich der Stürmer bei den "Rossoneri" nicht etablieren. Im Sommer lief der Vertrag des einstigen Toptalents aus.
Bis Oktober war Turco vereinslos, ehe er sich Derthona FCB, einem Klub aus der "Serie D - Girone A", anschloss. Beim Viertligisten machte er seither sechs Spiele, traf dabei zwei Mal.
Felix Müller