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Wiener Austria hatte die meisten Eier [Zuschauer:innencheck Bundesliga, 24. Runde]

Nicht die meisten Zuschauer:innen, aber die meisten Eier hatte am Wochenende die Wiener Austria. Die Fans wurden zu Ostern reich beschenkt, trotzdem fallen die Zahlen der 24. Runde durchwachsen aus.

 

+ + 90minuten.at PLUS - Ein Zuschauer:innencheck von Daniel Sauer + +

 

Man kann es ja probieren und sich auch zu Ostern etwas wünschen. Nach zwei Runden in der Qualifikationsgruppe stehen ganz oben auf der Liste mehr Tore und Spannung für die untere Tabelle, um vielleicht doch den ein oder anderen Fan mehr ins Stadion zu locken. Sieben Treffer und nur ein Nicht-Remis in sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache, die einzige konstant bundesligataugliche Kulisse liefert unter diesen Bedingungen wenig überraschend die Wiener Austria. 

Dann waren auch noch die Osterfeiertage, die für viele Fans Jahr für Jahr zu einer logistischen Herausforderung werden. Familie und Bundesliga unter einen Hut zu bringen, wenn Spiele auch am Sonntag schon für 14:30 Uhr angesetzt sind, geht sich kaum aus. Die 24. Runde mit insgesamt 47.762 Zuschauerinnen passt wegen dieser Punkte ins Bild. Obwohl es überall in der Tabelle knapp zugeht, fallen die Zahlen nur durchschnittlich aus.

 

Wenig Positives bei WAC und Lustenau

Bei den Wolfsbergern ging es auf den Tribünen zuletzt massiv bergab, ausnahmsweise lässt sich diesmal aber sehr leicht nachvollziehen, woran das liegen könnte. Zum zweiten Mal in Folge hatte der WAC den SCR Altach zu Gast, die Bilanz nach 180 Minuten zeigt zwei Unentschieden und insgesamt zwei Tore - als Stadionbesucher:in hat man sich wohl spätestens nach dem ersten Spiel sattgesehen. Für die Kärntner waren es die bisher einzigen beiden Saisonspiele vor weniger als 3.000 Fans. Die "Abneigung" gegenüber den Vorarlbergern ist jedenfalls neu: Zwischen 2014 und 2022 lag der Schnitt des Duells im Lavanttal bei 3.374. Anlässlich der Osterfeiertage wurden vom Verein für Kinder und Junggebliebene "einige" Osternester versteckt. 

Lustenau bleibt vor eigenem Publikum glücklos und verliert gegen die WSG Tirol auch das elfte von bisher zwölf Heimspielen. Wie wichtig die Partie hätte sein können, zeigen 4.300 Zuschauer:innen - die drittmeisten in der laufenden Spielzeit. Der bisherige Schnitt für Lustenau-Heimspiele gegen die Tiroler lag in der Bundesliga bei 3.879. Demnächst gastiert der SCR Altach in Bregenz, bei fünf Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz könnte das Spiel für die Austria bereits eine Vorentscheidung bedeuten.

Kein Rekord in Hartberg und der Ostersonntag als Dämpfer

Am Ende ist es sich beim TSV Hartberg nicht ganz ausgegangen mit dem zweiten ausverkauften Heimspiel in Folge. Der Spieltermin um 14:30 Uhr am Ostersonntag wurde wohl für einige zur Hürde, 4.400 Zuschauer:innen haben für die Partie gegen den SK Rapid trotzdem den Weg ins Stadion gefunden. Es war der dritthöchste Wert der laufenden Saison, nur bei den Grunddurchgangs-Heimspielen gegen Sturm Graz und Rapid waren alle Plätze besetzt. Mitte April gastiert Sturm in Hartberg, dann könnte der TSV-Rekord von drei ausverkauften Heimspielen in der ersten Bundesligasaison egalisiert werden.

Ausgerechnet beim ersten Heimsieg des LASK im Jahr 2024 gegen den SK Austria Klagenfurt mussten einige Fans auslassen, gegenüber Klagenfurt-Spiel Mitte Februar fehlen insgesamt 800. Auch hier dürfte der Spieltermin Mitschuld gehabt haben. Erst zum zweiten Mal in der Saison waren unter 10.000 Zuschauer:innen dabei, gemeldet wurden 9.400. Beim Meistergruppen-Duell 2023 waren 10.214 Fans dabei, im Sommer 2022 - damals im alten Stadion - nur 4.100. Auch beim LASK hat man sich etwas einfallen lassen: Auf dem Weg zur Raiffeisen Arena wurden fünf Osternester versteckt.

Einmal Meister- einmal Qualigruppe

Angesichts der Tabellenkonstellation ist es jedes Mal aufs Neue eine kuriose Bemerkung: Die Wiener Austria hat 2023/24 zu Hause erst ein Spiel - das erste gegen Sturm Graz - verloren. Gegen Blau-Weiß Linz gab es am Osterwochenende immerhin einen Punkt, 11.716 Fans waren vor Ort dabei - damit um rund 900 weniger als beim ersten Heimspiel gegen den Aufsteiger. Trotzdem belegen die "Veilchen" in der Zuschauer:innentabelle den dritten Platz, auch weil man den Fans rund um das Spiel viel bietet: Am Karfreitag wurden rund um die Generali-Arena 100 Ostereier versteckt, die gegen Preise wie Trikots, Fußballschuhe oder Tickets getauscht werden konnten. 

Schon vier Tage im Voraus war das Spiel von Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg ausverkauft. Wirklich besetzt waren dann aber "nur" 15.372 Plätze und damit rund 130 weniger als beim ersten Duell im Herbst. Wie bei den anderen Partien der Meistergruppe dürfte die Ansetzung am Ostersonntag nicht geholfen haben, trotzdem ist die Aufwertung des Duells über die letzten Jahre mehr als deutlich: Zum dritten Mal in Folge waren über 15.000 Fans im Stadion, in den drei Spielen davor waren es im Schnitt 12.213.

Schlager-Doppel

Am kommenden Wochenende warten gleich zwei Topspiele: Sturm Graz darf gleich noch einmal zu Hause antreten und empfängt den LASK. Rapid muss zum zweiten Mal in Folge auswärts antreten, diesmal bei Red Bull Salzburg. Auch das dritte Spiel der Meistergruppe verspricht Spannung, Hartberg muss sich auswärts in Klagenfurt bewähren - die beiden machen sich den fünften Platz wohl untereinander aus.

Wie Sturm darf auch die Wiener Austria zu Hause bleiben und hat Austria Lustenau zu Gast. Außerdem reist der WAC zu Blau-Weiß Linz, schon am Freitag gastiert die WSG Tirol beim SCR AltachDrei Spiele mit über 10.000 Zuschauer:innen sollten jedenfalls realistisch sein, insgesamt ist mit rund 50.000 Fans zu rechen.

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