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Jedem Klub sein Heimspiel [Zuschauer:innencheck, 29. und 30. Runde]

Der Zuschauer:innencheck Bundesliga wirft einen genauen Blick auf die letzten beiden Runden, die bekanntlich vom Cupfinale getrennt waren. Die Zahlen sind in Ordnung.

+ + 90minuten.at Exklusiv – Ein Zuschauer:innencheck von Georg Sander + +

 

In den letzten beiden Runden hatten alle Vereine je ein Heimspiel und konnten so zeigen, was in ihnen steckt. Einige Ergebnisse sind, auch dank diverser Aktionen, durchaus als erfreulich anzusehen. Der Finalphasenschnitt beläuft sich gegenwärtig auf 6.726, die Runde 30 mit 7.512 Fans im Schnitt war dabei sogar die beste seit Spieltag 22 und überflügelt damit auch die Partien an Tag 24 (7.267) - und das sei angemerkt: Rapid hatte in Runde 30 kein Heimspiel. Die Details:

 

Die abgehängten WSG Tirol, Admira, Hartberg und Ried

An den letzten beiden Spieltagen kickte jedes Team einmal daheim und einmal auswärts. Das am schwächsten besuchte Spiel fand dabei in Runde 29 am Tivoli statt. Lediglich 1.200 kamen gegen den LASK. Der Gegner hätte also in Bezug auf die Qualifikationsgruppe kaum attraktiver sein können, aber das wird wohl auch nichts mehr für die WSG Tirol. Diese trat dann bei der Admira an, wo immerhin 2.300 kamen. Warum so viele? Die Panther luden zu diesem Spiel die Nachwuchs-Teams aller Klubs im Umkreis von 10 Kilometer ins Stadion ein.

Der TSV Hartberg empfing am 29. Spieltag Altach und das war schon eine Liga weiter drunter selten eine Paarung, die die Straßen der Stadt leer fegte. Immerhin kamen 2.315. Eine Hand voll mehr erschien in Ried, die Innviertler, die in der Qualigruppe sportlich schwer gebeutelt sind, hatten mit der Admira auch nicht unbedingt einen beliebten Gegner zu Gast. Die Zahl: 2.350.

 

Der Mittelstand: WAC, LASK, Klagenfurt und Altach (!)

Nicht nur fußballerisch will es beim WAC gar nicht laufen. Auch auf den Tribünen tut man sich trotz regelmäßiger Teilnahme an der Meistergruppe sehr schwer, die Fans ins Stadion zu bekommen. Gegen die Austria waren es nur 2.843, was der mit Abstand schwächste Wert "oben" ist. Besser läuft es beim LASK, der mit 6.700 gegen Hartberg das Waldstadion zu Pasching überausgereizt haben dürfte. 

Vielleicht ist ein Grund, warum es im Lavanttal übrigens nicht läuft, die Gegenwart von Austria Klagenfurt. Zum Landeshauptstadtduell mit dem Nachbarland Steiermark, also dem Heimspiel gegen den SK Sturm, waren 6.850 Fans im Wörthersee Stadion. Rückenwind von der Tribüne bekommen im Abstiegskampf die Vorarlberger vom SCR Altach. 7.517 ließen sich den Abstiegskrimi gegen die SV Ried nicht entgehen.

 

Die Topklubs heißen klarerweise Salzburg, Sturm, Rapid und Austria

Vorneweg: Das bestbesuchte Spiel der beiden Runden fand nicht im Allianz Stadion statt. Der Reihe nach: Salzburg kickt vor 8.007 Menschen gegen den WAC, da sollte dann im letzten Heimspiel der Saison doch deutlich mehr gehen. Auswärts in Graz gegen Sturm waren 10.660 da, die Blackies hatten wohl auch da und dort schon mehr Fans im Stadion, aber nach der Fixierung von Platz 2 geht es um nichts und Spiele gegen Salzburg haben den Heimanhängern schon mit wichtigem Charakter wenig Chance auf Erfolg zu bieten. Kurioserweise gewannen die Grazer aber.

Jetzt kommt Rapid, der Gegner lautete Austria Klagenfurt, gekommen waren 13.400. Für die Liga klarerweise ein sensationeller Wert, für den Kassier der Hütteldorfer aber eher unterwältigend. Sein Pendant in violett freute sich über 13.700 Derby-Besucher:innen. Die Austria hatte auf freien Verkauf gesichert, das ging wohl zu Lasten von mehr Fans, brachte aber umgekehrt mehr Heimpublikum, zumindest prozentuell.

 

Topspielalarm

Die kommende Runde bietet eine Reihe an heißen Duellen. Im Innviertel kommt es zum Duell SV Ried gegen den LASK, es geht um alles und damit ist nicht nur der Klassenerhalt der Heimmannschaft gemeint. Etwas weniger Thrill auf der Tribüne, aber am Feld, verspricht die Begegnung zwischen der Admira und Altach. WSG Tirol gegen Hartberg findet auch statt, 90minuten.at tippt auf 1.200 Fans.

Sturm Graz gegen Wolfsberg ist immer für einen spannenden Spielverlauf gut, am Wörthersee duellieren sich die zwei Austrias. Rapid muss gegen Salzburg wohl anschreiben, der 20.000er könnte geknackt werden. 

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