Platz 4: Kärntner Pech
Glück und Pech liegen oftmals nah beieinander. Der 1946 gegründete Kärntner Verein SVS Spital/Drau schaffte als Meister der 2. Division in der Saison 1984/85 den Aufstieg. In der Debütsaison wurden die Kärtner 13., was in den Jahren zuvor zum Klassenerhalt gereicht hätte. Doch die reformfreudige Bundesliga reduzierte sich zur nächsten Saison hin auf zwölf Klubs. Die Spittaler schafften es sogar ins mittlere Play-Off, der Wiederaufstieg misslang um nur zwei Punkte. Die Kärntner blieben ein Zweitligateam und schafften 97/98 den zweiten Platz. Und wieder waren es die äußeren Umstände: Denn in den Jahren zuvor hatte es eine Relegation gegeben, man hätte die Chance auf die Bundesliga gehabt. Das galt nun erstmals nicht mehr.
Es ging aber weiter. Spittal klagte gegen die Entscheidung, Steyr aufsteigen zu lassen und die Bundesliga ließ in typisch österreichischer Manier beide zu. Man war in Kärnten der Ansicht, dass Steyr die Lizenz nicht bekommen sollte, bei der Bundesliga nicht. Doch noch vor der Saison wurde die Entscheidung gekippt, Spittal blieb nur die Zweitklassigkeit. Die Geschichte ist aber noch immer nicht zu Ende. Die Vorwärts wurde abgeschlagen Letzter, Spittal stieg aus der zweiten Liga ab. Als Spittal 99/00 die erste von zehn Regionalliga-Saisonen spielte, wurde Steyr die Lizenz entzogen und der Spielbetrieb eingestellt. 2010 stieg Spittal dann in die Kärntner Liga ab.
Platz 3: Alpe Adria Cup Wunder
Bekannte Geschichte, da unten in Kärnten: In St. Veit sponsorte Mäzen Adolf Funder großzügig. In den 70ern stieg der SV St. Veit in die 2. Division auf, konnte sich durch Cupsiege gegen Sturm und Austria Salzburg einen Namen machen. Man erreichte einmal das Halbfinale, zwei Mal das Viertelfinale. Dem Jugendklub eines gewissen Franz Wohlfahrt gelang 1982/83 der Titel in Liga zwei, die Debütsaison sollte aber die einzige sein. In der Relegation zogen die Kärntner gegen Leoben den Kürzeren. Der Klub wurde in Folge bis in die Unterliga durchgereicht, schaffte es zwischen 1998 und 2003 in die Regionalliga Mitte und stieg dorthin 2008 auf. Nach mehreren Fusionen, 1989 unter anderem mit dem Stadtrivalen Amateure St. Veit, heißt der Verein FC Alpe Adria.
So bleiben die 28 errungenen Punkte alles, was St. Veit in der Bundesliga vorzuweisen hat. In der ewigen Tabelle liegen sie damit noch vor dem SKN St. Pölten. Nachdem die aber noch Punkte sammeln können, wenden wir uns einem Fußballklassiker zu.