Fehlender Zusammenhalt und verbleibende Hoffnungen

Die nicht besser gewordenen Leistungen der Crystal Palace-Spieler (einzig Townsend leistet nun zumindest defensiv tolle Arbeit) bringen die Mannschaft zum Verzweifeln und die Fans in Rage. Sie stehen nicht mehr hinter den Spielern, nach fast jedem Spiel gibt es „You're not fit to wear the shirt“-Gesänge, was es für die Spieler natürlich noch schwieriger macht. Sam Allardyce brachte, wie so oft, einen Sportpsychologen, der den Londonern nun aus dieser misslichen Lage helfen soll. Etwas, dass manchen Spielern womöglich tatsächlich helfen könnte, denn viele sind nicht wiederzuerkennen.

Scott Dann, der vor einigen Monaten noch als starker, antizipierender Innenverteidiger auf sich aufmerksam machte, wirkt desillusioniert und unkonzentriert. Ebenso so sein Innenverteidiger-Kollege James Tomkins. Keiner von den beiden versucht auch nur kurz das Spiel zu lesen. Der Blick ist auf den Ball gerichtet und nur auf den Ball, was hinter ihnen passiert, wird oft gar nicht oder erst sehr spät wahrgenommen und schon läuft sich ein schneller Flügelstürmer frei und sorgt für Torgefahr. Es wirkt wie als würden sie sich schon fast zu sehr darauf konzentrieren, bloß keinen Fehler zu machen.

 

Crystal Palace verfügt über einen hervorragenden Kader mit tollen Spielern. Es fehlt jedoch an Zusammenhalt und anscheinend auch am Glauben, noch den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei haben die Londoner großes Glück, denn es sind noch 13 Spiele zu spielen und mit Sunderland und Hull City zwei Vereine im Tabellenkeller, die ebenfalls große Probleme haben. Zwar wusste Sunderland die letzten Jahre stets im letzten Moment den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, aber wer weiß, ob sie das dieses Mal auch wieder schaffen. Hull City gab mit Robert Snodgrass und Jake Livermore zwei Leistungsträger ab, doch holte mit Grosicki und Henriksen zwei sehr interessante Spieler, die sich jedoch erst mal in das chaotische Umfeld integrieren müssen. Und auch der amtierende Meister Leicester und der Aufsteiger Boro sind nicht in weiter Ferne, während jedoch Swansea scheinbar mit Neo-Trainer Clement die Kurve gekratzt hat und nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wird. Es ist noch alles möglich, vor allem mit einem solchen Kader, doch derzeit sieht es eher aus, als würden die Eagles eine ähnliche Saison hinlegen wie Aston Villa.

Ein Artikel in Kooperation mit cavanisfriseur.de