Mohamed Sahli: "Jedes Spiel beginnt bei 0:0"

Plötzlich steht Mohamed Sahli im internationalen Rampenlicht. Der WAC-Interimstrainer spricht vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach am Donnerstag über seine Ex-Kollegen, die dort arbeiten und gibt Einblicke, wie er tickt.

Früher, als ich vor 13 oder 14 Jahren gestartet habe, habe ich mich vor allem an Giovanni Trapattoni und Johan Cruyff orientiert. Mit der Zeit habe ich mich selbst weiterentwickelt. Als Vorbild sehe ich inzwischen Jürgen Klopp und Thomas Tuchel.

Mohamed Sahli

Im Interview mit Laola1.at spricht WAC-Interimstrainer Mohamed Sahli über ...

 

... das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach: "Ich erlebe jedes Spiel mit Emotionen – wer auf der anderen Seite ist, ist da nicht entscheidend (grinst). Aber ein Spiel gegen Freunde oder Ex-Arbeitskollegen ist natürlich schön. (Anm.: Sahli arbeitete mit Gladbach-Trainer Marco Rose im Nachwuchs von Red Bull Salzburg). Ich kenne seine Trainerarbeit, aber er wird sich trotzdem nicht in die Karten schauen lassen. Er ist ein super Trainer und ich weiß, wie schlau er ist. Mich freut es für ihn, welch super Job er in Gladbach macht. Aber jedes Spiel beginnt bei 0:0. Also die Chance besteht."

... das Verhältnis zum Trainerteam der Borussia: "Marco Rose und ich hatten privat ein super Verhältnis und haben es immer noch. Mit seinem Co-Trainer Alexander Zickler bin ich sehr gut befreundet, „Zico“ und ich haben fünf Jahre zusammengearbeitet. Die Verbindung ist nie abgebrochen."

... seine persönilchen Vorbilder: "Früher, als ich vor 13 oder 14 Jahren gestartet habe, habe ich mich vor allem an Giovanni Trapattoni und Johan Cruyff orientiert. Eine Mischung aus italienischer und holländischer Schule, zwischen defensiv und offensiv, zwischen abwartend und aggressiv gegen den Ball, mit viel Kreativität mit dem Ball im letzten Drittel. Fußball besteht nicht nur aus einer Komponente, man muss sich das Beste aus allem raussuchen. Mit der Zeit habe ich mich selbst weiterentwickelt. Als Vorbild sehe ich inzwischen Jürgen Klopp und Thomas Tuchel."

... sein mögliches Engagement bei Ajax Amsterdam: "Percy van Lierop war mein Ex-Chef bei Red Bull Salzburg. Er hat mich als Trainer eines regionalen Vereins in Salzburg quasi entdeckt und zu Red Bull geholt, wo ich sieben Jahre war. Auch nach Percys Abgang sind wir immer in Kontakt geblieben. Inzwischen war er Nachwuchskoordinator bei Ajax Amsterdam. Im März hat er mich angerufen und mir vorgeschlagen, dass er wieder mit mir zusammenarbeiten will, er hätte ein Projekt bei der Akademie von Ajax. Ich war sehr interessiert, auch das Okay von Geschäftsführer Edwin van der Sar hatte er bereits. Am Ende ist es im letzten Moment gescheitert."