Richard Strebinger: "Rapid muss Salzburgs erster Konkurrent sein"
Richard Strebinger weiß, dass noch ein paar Prozent fehlen, damit der SK Rapid der erste Herausforderer von Red Bull Salzburg ist.
SK Rapid Wien-Tormann Richard Strebinger spricht im Interview mit dem Kurier über ...
... die Ziele des SK Rapid:
"Es muss das Ziel sein, dass wir knapp vor Saisonende sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup noch Chancen haben. Wir wollen komplett angreifen! Wenn ich an Sturm als Cupsieger denke, muss schon das Ziel sein, dass wir die ersten Konkurrenten von Salzburg sind. Und nicht Sturm, die Austriaoder der LASK. Dazu fehlen noch einige Prozent. Ich traue uns mit diesem Trainerteam aber zu, im Sommer das rauszuholen."
... seine Fehler:
"Ich denke mir bei fast jedem Tor, dass ich es hätte verhindern können – selbst unhaltbare. Vielleicht durch mehr Kommunikation mit den Verteidigern noch vor dem Schuss. Ich kratze am Perfektionismus und möchte jeden Tag meine Quote bei den Unhaltbaren erhöhen."
... Arbeit im Mentalbereich und mit Coach Helge Payer:
"Alle 14 Tage (macht er Mentaltraining, Anm.). Zusätzlich rufe ich vor jedem Spiel bestimmte Szenen ab. Im Kopf bin ich aufgewärmt, bevor wir noch aufs Feld laufen. Ich reflektiere jeden Tag sehr viel – das läuft wie selbstverständlich mit Helge. Zum Beispiel vor dem Mattersburg-Spiel: Ich hab’ mir gedacht, jetzt sollten wir wieder mal Flanken trainieren, so wie die spielen. Und als ich am Trainingsplatz ankomme, sehe ich, dass Helge schon alles hergerichtet hat für ein Flankentraining."
... die Zeit unter Damir Canadi und danach:
"Über die Zeit mit Damir Canadi will ich nicht viel sagen. Im Endeffekt bin ich gestärkt daraus hervorgegangen, auch mental. Ich wusste: Nach jedem Fehler hätte es geheißen ,Das ist keine Nr. 1 für Rapid‘. Trainer Djuricin hat nach dem Cup-Finale gesagt, dass er verstehen könnte, wenn ich gehe. Er würde mir in der Vorbereitung aber die gleiche Chance wie Tobi Knoflach auf die Nr. 1 geben. Da war für mich klar, dass ich als Rapid-Fan seit der Kindheit nicht einfach so gehen kann."