Christopher Dibon: "Es gab keine andere Wahl"

Christopher Dibon spricht im weltfussball.at-Interview über seine  Comeback-Pläne, warum er von Videoanalysen fasziniert ist  und warum er keine andere  Wahl hatte.

Christopher Dibon ist auf dem Weg zurück. Dem Rapid-Defensivspieler wurde nach der Hüft-Operation eine einjährige Pause in Aussicht gestellt. Möglicherweise kann er aber bereits früher zurückkehren, wie er im Interview mit weltfussball.at verrät: „Ich habe jetzt meine ersten Laufversuche hinter mir, von der Hüfte her habe ich keine Probleme. Muskulär habe ich natürlich noch Aufholbedarf. Es ist schwierig zu sagen, wann ich wieder so am Platz stehen kann. Mein Wunsch ist, dass ich in der Vorbereitung mit dabei bin. Das wäre aber der optimale Heilungsverlauf, da will ich mir persönlich gar keinen Druck machen.“

 

Gemeinsame Video-Analysen

Neben der Reha fiebert Dibon bei jedem Rapid-Spiel mit, oft auch direkt von der Pressetribüne aus gemeinsam mit dem Rapid-Videoanalysten: „Das interessiert mich brutal. Von oben siehst du es ja ganz anders. Ich weiß ja auch, wie die Sicht unten ist, da kommt einem alles viel enger vor. Ich schaue generell sehr viel Fußball, da achte ich darauf, was verschiedene Trainer von ihren Spielern verlangen. Man hat im Fußball nie ausgelernt“, so Dibon, der ergänzt: „Ich bin ja auch bei unseren Besprechungen dabei, nachher beobachte ich, wie gut die Mannschaft den Matchplan umsetzt und wie sich der Gegner darauf einstellt. Auch danach, bei der Nachbesprechung gibt es natürlich verschiedene Ansichten. Aber ich glaube, dass ich dem Trainer dann das eine oder andere sagen kann. Das wird mir auch später sicherlich helfen.“

 

Dass er möglicherweise jetzt wieder früher ins Training einsteigen kann, stimmt Dibon leicht optimistisch. Nach der niederschmetternden Diagnose vor ein paar Monaten haben sich die Ziele von Dibon aber sowieso relativiert. Seine Gedanken nach der Diagnos: „Da sitzt man schon einmal da und schluckt. Aber es gibt auch ein Leben nach dem Fußball. Wenn der Arzt sagt, dass es eine gute Chance gibt, dass wir es jetzt gut hinbekommen, dann muss man das eine Jahr in Kauf nehmen“, meint Dibon, der auch schon an die Zukunft nach dem Fußball denkt: „Vielleicht habe ich später einmal Kinder, dann will ich ja mit denen auch noch herumrennen können und nicht schon am Stock gehen. Außerdem will ich schon auch noch ein paar Jahre Fußball spielen. Eigentlich hat es für mich keine andere Wahl gegeben.“

 

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