Christian Jauk zu Michael Krammer: „Beneide Unterstützung der öffentlichen Hand“

Im Vorfeld des für beide Teams wichtigen Spiels SK Sturm gegen den SK Rapid hat Laola1.at die Präsidenten Christian Jauk und Michael Krammer zum Doppelinterview gebeten.

Christian Jauk (SK Sturm) über Unterschiede zwischen Sturm und Rapid:

„Wir haben mehr gemeinsam, als wir uns manchmal selbst eingestehen wollen. Es gibt eine große Rivalität, die aber aus der jeweils sehr großen Identifikation beider Fanlager kommt. Was ich am SK Rapid beneide, ist die große Unterstützung der öffentlichen Hand und die Elfmeterstatistik, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf.“

 

...über einen möglichen Meistertitel:

„Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Geld doch mehr Rolle im Fußball spielt, als wir es uns manchmal eingestehen wollen. Michael Krammer hat selbst einmal gesagt, wenn er diese Top 50 in Europa erreichen will, braucht er ein gewisses Budget. Dieses Ziel, das möchte ich noch festhalten, finde ich übrigens verdammt ambitioniert. Jetzt haben wir die 24. Runde, zwei Drittel sind gespielt, ein Drittel ist noch offen und alle sagen: „Eigentlich ist es eh schon wieder vorbei, der Meister ist entschieden, es geht nur noch um Abstieg und Europacup-Plätze.“ Das ist mir zu wenig!“

 

Michael Krammer (SK Rapid) über Rapids und Österreichs Philosophie:

„Man muss den Fans reinen Wein einschenken, und das tun wir auch. Wir sind in Österreich eine Ausbildungs-Liga, und das ist nichts Schlechtes. Unser Ziel ist es, aus dem eigenen Nachwuchs Österreicher oder Junge aus den Nachbarländern zu entwickeln, in die Kampfmannschaft zu bekommen und ihnen dann einen Transfer in eine der fünf Topligen zu ermöglichen. Das ist die Philosophie. Das gelingt natürlich nur dann, wenn man in Österreich an der Spitze und auf der internationalen Bühne mitspielt. Sonst steht man nicht in der Auslage.“

 

...über die Medienlandschaft, die in Wien brutaler sein soll als in Graz:

„Die Wiener Medienlandschaft ist dann auch noch einmal eine Spur schärfer. Da sprengt sich einer in der Wohnung in die Luft und dort wird ein Rapid-Schal gefunden. Dann gibt es die Schlagzeile: „Rapidler sprengt Wohnhaus in die Luft.“ Jetzt kann man anrufen, ob er auch Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche oder beim ÖAMTC war. Warum schreibt ihr das nicht? Dann kommt die Begründung, dass man das bei Rapid schreiben muss.“

 

Das ganze Interview findet ihr bei Laola1.at