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Ex-Trainer Hitzfeld kritisert Tuchel

Die wichtigsten Stimmen zu den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League am Dienstag bei Sky.

 

Die Ergebnisse:

Benfica Lissabon vs Dortmund 1:0

Paris St. Germain vs Barcelona 4:0

 

Julian Draxler (Paris St. Germain): „Das war eine unglaubliche und nahezu perfekte Nacht für uns. Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt und im Verein. Heute brauchten wir absolut keine extra Motivation. 4:0 ist ein super Ergebnis, aber wir sind noch nicht durch. Im Camp Nou sind schon andere Dinge passiert.“

 

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund)
... zum Spiel: „Wir haben nicht gut gespielt, sondern überragend gut gespielt. Wir waren drei Minuten in diesem Spiel nicht ganz aufmerksam, haben uns zweimal abkochen lassen und bekommen mit dem einzigen Torschuss in der zweiten Halbzeit das Gegentor. Das geht nur im Fußball, so gut zu spielen und trotzdem als Verlierer vom Platz zu gehen. So ist das, aber für solche Tage gibt es ein Rückspiel. Shit happens.“


... zur Auswechslung von Aubameyang: „Auba hat seit seiner Rückkehr vom Afrika-Cup einen körperlichen Rückstand. Nach dem verschossenen Elfmeter hatte ich von seiner Körpersprache her nicht mehr das Gefühl, dass er in der Lage ist zu treffen. Er ist ein Teil der Mannschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein Problem mit meiner Entscheidung hat.“


... zu den Aussichten für das Rückspiel: „Wir müssen überhaupt nicht weiterkommen. Das Ergebnis ist sehr kompliziert, aber ich bin stolz auf unseren Auftritt hier. Wir müssen im Rückspiel die gleiche Leistung bringen und vor dem Tor deutlich zulegen. Wir brauchen mehr Effektivität, um weiterzukommen.“

 

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund)
... zu Trainer Thomas Tuchel: „Er gibt sich sehr kämpferisch und sehr motiviert. Er hat ein klares Statement abgegeben, an wen seine Kritik am Wochenende gerichtet war. Da gibt es bei uns auch keinen Dissens. Es ist klar, was er zum Ausdruck bringen wollte.“


... zur Annahme des Strafantrags: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Wir finden trotzdem, dass es richtig war, dem Strafantrag zuzustimmen, um nicht in Verdacht zu geraten, dass wir die Geschehnisse relativieren oder verharmlosen. Aber wohlwissend, dass es natürlich schon eine Kollektivstrafe ist, die vielleicht unverhältnismäßig ist und tausende BVB-Fans auf der Südtribüne mitbestraft, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen.“


... zur sportlichen Situation: „In Darmstadt haben wir auf kompletter Linie versagt. Das ändert aber nichts an unserer Zielsetzung, die wir weiterhin haben. In Darmstadt musst du als Borussia Dortmund den Anspruch haben, zu gewinnen. Wenn ich mir die Tabelle anschaue, dann sind wir einen Punkt hinter dem dritten Platz, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt. Welches Ziel sollen wir denn bitte haben? Sollen wir sagen, dass wir Vierter oder Fünfter werden sollen? Es ist doch ganz normal, dass das unser Saisonziel ist. Das ist der Anspruch von Borussia Dortmund und das hat sich auch nach der Niederlage in Darmstadt nicht geändert.“

 

Julian Weigl (Borussia Dortmund): „Wir hätten auf jeden Fall viel mehr mitnehmen müssen. Wir haben ein top Spiel abgeliefert und hatten sie komplett im Griff. Heute hätten wir 2:0, 3:0 oder 3:1 gewinnen müssen. Das ist ärgerlich, aber es ist auch nicht aussichtslos. Wir spielen in unserem Stadion und sind da immer gut für ein tolles Ergebnis. Trotzdem ist es jetzt sehr schmerzhaft.“

 


Sky Experte Ottmar Hitzfeld
… zur BVB-Pleite: „Das ist sehr ärgerlich, dass man heute drei Punkte verloren hat. Dortmund hat eigentlich nicht schlecht gespielt. Sie haben 70 Prozent Ballbesitz und viel mehr Chancen als der Gegner gehabt. Aber sie haben viele Chancen liegenlassen. Es wäre viel mehr drin gewesen, aber ich bin trotzdem optimistisch für das Rückspiel.“


… zur Situation beim BVB: „Natürlich hätte sich Thomas Tuchel ein bisschen mehr Ruhe gewünscht. Aber wenn man gegen den Tabellenletzten verliert, dann entsteht Unruhe und Kritik.“


… zur Auswechslung von Pierre-Emerick Aubameyang: „Ich habe immer an meinen Top-Stürmern festgehalten. Weil ich weiß, dass sie auch in der 90. Minute noch treffen können. Sie können drei oder vier Chancen vergeben, aber irgendwann treffen sie. Wenn einer einen Elfmeter verschossen hat, dann habe ich ihn erst recht drin gelassen. Von daher verstehe ich die Auswechslung überhaupt nicht.“

 

Christian Nerlinger (ehemaliger DFB-Nationalspieler)
… zur BVB-Niederlage: „Nach dem Spielverlauf ist es extrem bitter. Aber sie haben den Kopf nicht verloren. Die Mannschaft ist klar besser als Benfica Lissabon und ich bin mir sicher, dass sie es zuhause drehen.“

 

Sergio Pinto (früherer Deutsche Bundesliga-Profi)
… zur Leistung von Benfica: „Benfica war heute sehr abwartend. Das ist eigentlich nicht ihr Spiel. Heute haben sie es erfolgreich anders gemacht. Ich glaube aber, dass Dortmund es im Rückspiel klarmachen wird.“

 

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