Rassistische Fans: Oliver Glasner zuckt aus

Der LASK gewinnt in Horn mit 4:1. Für große Aufregung sorgte jedoch der Ausschluss von LASK-Trainer Oliver Glasner nach rassistischen Vorfällen bei den Zuschauern.  Die Stimmen von Sky Sport Austria.

 

SV Horn – LASK Linz 1:4 (0:2), Schiedsrichter: Christopher Jäger

 

Masanori Hamayoshi (Trainer SV Horn):
...über das Spiel: „Eigentlich sind wir gar nicht so schlecht in das Spiel gekommen, aber die erste Hälfte war im Großen und Ganzen nicht gut, wir haben einfache Fehler gemacht und dadurch die zwei Tore kassiert. Danach mussten wir versuchen aufzuholen und mit Risiko spielen, in der zweiten Hälfte lief es besser, aber nach dem 3:1 war es nicht so einfach.“


…über die Gegentore: „Die beiden ersten Tore haben wir durch Standardsituationen bekommen, da waren wir nicht gut eingestellt, wir haben einen neuen Punkt gefunden, an dem wir arbeiten müssen. Wir haben versucht uns vorzubereiten, aber der Gegner war doch um einiges stärker und dann hat uns in einigen Situationen die Konzentration gefehlt.“


…über die Tabellensituation: „Wir müssen jetzt einfach nach vorne schauen und versuchen die nächsten beiden Spiele zu gewinnen, Punkte zu sammeln. Ich sehe im Training die Entwicklung der Spieler und bin zuversichtlich, dass wir dann auch wieder bessere Spiele liefern werden.“

 

Reinhold Ranftl (LASK Linz):
...über das Spiel: „Das Spiel kann heute 8:4 ausgehen, es war ein unglaubliches Tempo drin. Wir sind überglücklich mit dem Sieg heute, jetzt wartet nächste Woche gegen Lustenau ein hartes Match, da wollen wir natürlich an die Leistung anknüpfen und auch gewinnen. Wir haben viele Fehler gemacht, aber wir sind überglücklich mit dem Sieg.“


…über die Tätlichkeit von Bortel gegen ihn: „Das war keine Show von mir, er hat mich an der Lippe getroffen und das macht man nicht. Das gehört zum Fußball dazu, das sieht man Woche für Woche, auch in höheren Ligen, aber es ist für mich jetzt vergessen, wir sind froh über die drei Punkte.“


…über die Tabellensituation: „Es tut uns gar nicht weh, dass wir nicht Herbstmeister sind, wir wollen am Ende der Saison ganz vorne stehen, jetzt ist es ganz egal.“

 

Felix Luckeneder (LASK Linz):
...über sein Tor: „Die Standards sind super geschossen, im Herbst läuft es richtig gut für mich. Das Tor war nicht so schwer zu machen, weil ich komplett frei war und umso schöner für mich, dass ich der Mannschaft helfen kann. So kann es weitergehen.“


…über das Spiel: „In den letzten Wochen haben wir geschaut, dass die Defensive wieder steht und in der ersten Halbzeit war das sehr solide, wir haben sehr wenig zugelassen. Horn hat mehr vom Spiel gehabt, aber keine Torchancen und darum geht es. Mit dem zweiten Stürmer haben sie noch ein bisschen Wirbel reingebracht, aber nach der roten Karte haben wir es sehr gut runtergespielt und sind der verdiente Sieger.“


…über die verpasste Herbstmeisterschaft: „Die Herbstmeisterschaft ist ein Zuckerl, aber im Endeffekt zählt es dann wer im Mai vorne steht, das ist uns sicher wichtiger. Wir haben wieder Anschluss gefunden mit den drei Siegen in Serie, jetzt haben wir noch zwei sehr wichtige Spiele und die versuchen wir zu gewinnen.“

 


Oliver Glasner (Trainer LASK Linz):
...über seinen Ausschluss: „Das ist das Regelwerk, aber der Zuschauer hinter uns hat uns das ganze Spiel schon beschimpft, was aber noch ok ist, aber dann hat er Imbongo rassistisch beleidigt, bei der Auswechslung von Fabiano hat er ihn auch noch persönlich und zutiefst beleidigt. Da sind mir einfach die Sicherungen durchgebrannt, da möchte ich meine Spieler schützen und wollte eigentlich nur, dass ein Ordner kommt und den Herr hinter uns des Feldes verweist, aber es war kein Ordner da. Deswegen bin ich rübergegangen und für das Verlassen der Coachingzone muss man halt auf die Tribüne, aber das nehme ich sehr gerne in Kauf, genauso wie eine Strafe, sollte es die geben, wenn man seinen Spieler so vor rassistischen Beleidigungen beschützt, dann werde ich das sehr gerne bezahlen.“


…über das Spiel: „Die erste Halbzeit war ein sehr guter, souveräner Auftritt mit zwei Toren, so wie wir uns das vorgestellt haben. Mit dem Anschlusstreffer ist ein bisschen Hektik reingekommen, aber wir haben eine super Reaktion gezeigt. Dann waren wir in der Defensive nicht ganz so sattelfest, wie ich mir das wünsche und gegen Ende raus hätten wir noch viel höher gewinnen können, aber das wäre auch zu viel des Guten gewesen. Wir sind sehr zufrieden.“


…über den dritten Sieg in Serie: „Wir waren kurz ein bisschen wackelig unterwegs, im Pokal in Amstetten, als wir weitergekommen sind, habe ich den Burschen gesagt, dass wir wieder in der Spur sind und die Spur wollen wir nicht so schnell wieder verlassen. Seitdem geht es wieder aufwärts, momentan zeichnet es uns aus, dass sehr viele Spieler Tore machen können, das ist sehr positiv und das wollen wir in den nächsten beiden Runden mitnehmen.“


…über die verpasste Herbstmeisterschaft: „Ich habe als Ried-Spieler einmal den Herbstmeisterpokal überreicht bekommen und der verstaubt jetzt irgendwo, weil es eigentlich niemanden interessiert.“

 


Christopher Jäger (Schiedsrichter):

…über den Ausschluss von Glasner: „Unmittelbar auf dem Feld habe ich nicht mitbekommen, was dem Ausschluss vorausgegangen ist, ich habe nur von meinen Assistenten die Information erhalten, dass der Trainer der Coachingzone verwiesen werden muss, weil er diese über eine weite Distanz laut schreiend verlassen hat. Nach dem Spiel hat mir Herr Glasner gesagt, dass es einen Vorfall zwischen einem Zuschauer und einem Spieler gegeben hat, mehr kann ich dazu nicht sagen, ich habe es nicht gesehen.“


…über den Ausschluss von Bortel: „Ich habe genau in diesem Moment nicht in das Spielerrudel hineingesehen, der Horn-Spieler hat dem LASK-Spieler einen Schlag mit dem Unterarm versetzt. Ich habe es selbst nicht gesehen, habe das Spiel unterbrochen und bin zu meinem Assistenten rausgegangen und er hat mir mitgeteilt, dass der LASK-Spieler eine gelbe Karte wegen Unsportlichkeit erhalten muss und der Horn-Spiele eine rote wegen Tätlichkeit. Auch nach dem Ansehen der Bilder ist das für mich eine Tätlichkeit.“